Kaste

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Kaste (portug./span. castaRasse, von lat. castus – rein) oder Varna (Sanskrit, f., वर्ण, varṇa, wörtl. „Farbe“, Kaste) ist die Bezeichnung für die vor allem aus Indien bekannte hierarchische und funktionelle Gliederung des Volkes auf religiös-spiritueller Grundlage.

Das Kastensystem hat seinen Ursprung in der urindischen Kultur, die sich nach dem Untergang der Atlantis unter der Leitung der 7 Rishis herausgebildet hatte.

"Wir blicken zurück auf diesen ersten Zeitraum, und wir müssen da nicht auf das, was die Geschichte berichtet, Rücksicht nehmen, sondern auf das, was in den uralten vorvedischen Zeiten da war. Vorbereitet hat sich alles das, was später hervorgetreten ist; vorbereitet hat sich vor allen Dingen das, was wir als die Einteilung der Menschen in Kasten kennen. Gegen diese Kasten mag der Europäer viel einzuwenden haben, aber in jener Kulturrichtung, die damals vorhanden war, haben diese Kasten ihre Berechtigung gehabt, denn sie hingen im tiefsten Sinne mit dem Menschheitskarma zusammen. Die Seelen, die aus der Atlantis herüberrückten, waren wirklich von ganz verschiedenem Wert, und es paßte in einer gewissen Weise auf diese Seelen, von denen die einen vorgeschrittener als die anderen waren, das Gliedern m solche Kasten nach ihrem vorher in sie gelegten Karma. Und da in jener alten Zeit die Menschheit sich nicht so überlassen war wie in unserer heutigen Zeit, sondern wirklich in einem weit höheren Sinne, als wir uns heute vorstellen können, gelenkt und geleitet wurde in ihrer EntWickelung - da vorangeschrittene Individualitäten, die wir die Rishis nennen, ein Verständnis dafür hatten, was eine Seele wert ist, welcher Unterschied zwischen den einzelnen Kategorien von Seelen besteht -, so liegt dieser Kasteneinteilung ein wohlbegründetes kosmisches Gesetz zugrunde. Mag es in einer späteren Zeit noch so sehr als Härte erschienen sein, in jenen alten Zeiten, wo die Lenkung eine spirituelle war, war dieses Kastenwesen ein wirklich der Menschennatur Angepaßtes. Und ebenso wie es wahr ist, daß im allgemeinen in der normalen Entwickelung des Menschen derjenige, der mit einem bestimmten Karma in die neue Epoche hinüberlebte, auch in eine bestimmte Kaste kam, ebenso wahr ist es, daß man nur dann über die Bestimmungen dieser Kaste hinauskommen konnte, wenn man eine Einweihungsentwickelung durchmachte. Nur wenn man zu den Stufen kam, wo man abstreifte das, wohin einen das Karma hineingestellt hatte, nur wenn man in Joga lebte, dann konnten unter Umständen diese Kastenunterschiede überwunden werden. Wir wollen uns des geisteswissenschaftlichen Grundsatzes bewußt sein, daß jede Kritik der Evolution uns fernliegen muß, daß wir nur danach streben müssen, die Dinge zu verstehen. Mag diese Kasteneinteilung einen noch so schlimmen Eindruck machen, sie war im vollsten Sinne begründet, nur müssen wir sie im Zusammenhang mit einer umfassenden, gesetzmäßigen Bestimmung in bezug auf das Menschengeschlecht betrachten." (Lit.: GA 105, S. 182f)

Es gibt vier Varnas (Farben) im indischen Kastensystem:

  1. Brahmanen (traditionell die intellektuelle Elite, Ausleger heiliger Schriften (Veda), Priester) - Weiß
  2. Kshatriyas (traditionell Krieger und Fürsten, höhere Beamte) - Rot
  3. Vaishyas (traditionell Händler, Kaufleute, Grundbesitzer, Landwirte) - Gelb
  4. Shudras (traditionell Handwerker, Pachtbauern, Tagelöhner) - Schwarz

Darunter stehen die „Unberührbaren“ (Dalit), die auch als Paria oder Harijans bezeichnet werden.

"Erinnern Sie sich, daß die uralte indische Kultur im Zusammenhange stand mit einer gewissen Einteilung der Menschen, mit einer Einteilung in vier Kasten, und daß die höchste Kaste bei den Indern die der Brahminen, die der Pfleger der "Weisheit war. Es war die Absonderung der Kasten im alten Indien eine so starke, daß zum Beispiel die heiligen Bücher nur gelesen werden durften von den Brahminen und nicht etwa von den Mitgliedern der anderen Kasten. Die zweite Kaste, die Krieger, durften sie nur hören, die Lehren, welche in den Veden enthalten waren oder in dem Auszug aus den Veden, in der Vedanta. Erklären irgendeine Stelle aus den Veden, also eine Meinung haben über das, was die Veden bedeuten, das durften nur die Brahminen. Den anderen Menschen war es strenge verboten, eine Meinung zu haben über dasjenige, was als Weisheitsschatz in den heiligen Büchern enthalten war. Die zweite Kaste waren diejenigen Menschen, welche das Kriegshandwerk und die Verwaltung des Landes zu besorgen hatten. Dann gab es eine dritte Kaste, die Handel und Gewerbe zu treiben hatte, und eine vierte, eigentlich arbeitende Kaste; endlich aber eine ganz verachtete Bevölkerungsschicht, die Parias, welche so wenig geachtet wurde, daß zum Beispiel ein Brahmine sich schon verunreinigt fühlte, wenn er nur auf den Schatten trat, der geworfen wurde von einem Paria. Er mußte sich sogar gewissen Reinigungsmaßregeln unterziehen, wenn er auf den Schatten eines solchen verunreinigten Menschen, wofür die Parias gehalten wurden, getreten war. So sehen wir, wie merkwürdig hier die Menschen eingeteilt sind in vier sozusagen anerkannte Kasten und in eine ganz und gar nicht anerkannte Kaste. Wenn wir uns nun fragen: Wurden solche strengen Regeln im alten Indien auch eingehalten? - so müssen wir antworten: In einer völligen Strenge wurden sie eingehalten. Und es hätte gewiß in der Zeit, in welcher in Europa schon die griechisch-lateinische Kultur waltete, kein Angehöriger der Kriegerkaste in Indien es gewagt, eine eigene Meinung zu haben über dasjenige, was in den heiligen Büchern, in den Veden stand." (Lit.: GA 155, S. 85f)

"Das war eine bedeutsame soziale Erscheinung, daß jene alten Mensehen, die nichts hatten als die traumhaft aufsteigenden Schauungen über die Geheimnisse der Welt, Einwanderer in ihre Territorien kommen sahen, die sie noch verstehen konnten, weil die auch Schauungen hatten, die aber etwas schon hatten, was sie selbst nicht hatten: die Denkkraft. Das war eine besondere Menschensorte. Die Inder sahen diejenige Kaste, die sie als die Brahmanen-Kaste bezeichneten, als die Nachkommen dieser Menschen an, die mit dem atavistischen Hellsehen die Denkkraft verbanden. Und als sie in die südlichen Gegenden von den höhergelegenen nördlichen Gegenden Asiens hinunterstiegen, da machte sich für sie geltend der Name Arier. Das ist die arische Bevölkerung. Ihr Urkennzeichen ist dieses, daß sie - wenn ich mich jetzt des späteren Ausdrucks bedienen darf - mit den plebejischen Fähigkeiten des atavistischen Hellsehens die Denkkraft verbanden." (Lit.: GA 194, S. 220f)

Nach Rudolf Steiner gab es nach dem Untergang der Atlantis, als die Menschen unter der Führung des Manu nach Osten wanderten, allerdings ursprünglich nicht nur vier bzw. fünf, sondern insgesamt sieben Kasten; zwei davon zogen allerdings nicht bis nach Indien hinüber:

"Als die atlantische Katastrophe eingetreten war, da wanderten von der Atlantis, von jenem alten Kontinente, welcher an der Stelle war, wo heute der Atlantische Ozean ist, die Menschen allmählich nach Osten hinüber und bevölkerten die Länder, welche heute unter dem Namen Europa, Asien und Afrika bekannt sind. Wir sehen ab davon, daß einige westwärts zogen, deren Nachkommen dann von den Entdeckern Amerikas in Amerika aufgefunden worden sind. Als nun die atlantische Katastrophe hereingebrochen war, da waren es nicht bloß die vier Kasten, welche in Indien sich niederließen, die da auswanderten. Es wanderten nicht nur die vier Kasten aus, die allmählich in Indien sich differenzierten, sondern es waren sieben Kasten, welche von der alten Atlantis nach Osten wanderten, und die vier Kasten, welche sich in Indien geltend machten, das sind schon die vier höheren Kasten. Es gibt außer der fünften, die schon ganz verachtet war und die in Indien gleichsam eine Zwischensubstanz der Bevölkerung bildete, es gibt also außer diesen Parias noch andere Kasten, welche nur nicht mitzogen nach Indien, welche zurückblieben an den verschiedenen Stätten in Europa, Vorderasien und namentlich auch in Afrika. Es lag also die Sache so, daß nur die auserlesensten Kasten nach Indien hinüberzogen und in Europa zurückgeblieben waren diejenigen, welche ganz andere Eigenschaften hatten als die Menschen, welche bis nach Indien hingezogen waren." (Lit.: GA 155, S. 88f)

Varna bedeutet wörtlich "Klasse, Stand, Farbe" und wird zumeist fälschlich allein auf die Hautfarbe, also auf die Rassen-Zugehörigkeit bezogen, die sich aus den aufeinanderfolgenden Einwanderungs- bzw. Eroberungsströmungen ergeben hat und mündet dann in die sehr vereinfachende Feststellung: je heller die Hautfarbe, desto spiritueller und damit höher die Kaste. Doch nicht die physische Abstammung, sondern die im Zuge der Reinkarnationen entwickelte geistige Reife ist entscheidend für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste.

"In alten Zeiten war in bezug auf das soziale, das wirtschaftliche Zusammenleben eben einfach die Menschheit so eingerichtet, daß der Mensch in den sozialen Zusammenhang, in die Gruppe hineingeboren worden ist. Er war in die Gruppe hineingeboren nach den Kräften, die in ihm gewirkt haben vor der Geburt. Es war nicht allein das Prinzip der physischen Vererbung, das zum Beispiel den ältesten Formen der Menschenungleichheit, den Kasteneinteilungen zugrunde gelegen hat. In den ältesten Kasteneinteilungen war es durchaus so, daß die Leiter der sozialen Ordnung sich gerichtet haben nach der Art und Weise, wie der Mensch vor seiner Geburt oder vor seiner Empfängnis vorbestimmt wurde für eine bestimmte Gruppe unter den Menschen. Der Mensch war wirklich in den Zeiten, in denen noch weniger Erdeninkarnationen in seinem vorhergehenden Dasein lagen, durch diese wenigen Inkarnationen in einer ganz bestimmten Weise in Gruppen hineingeboren, und innerhalb dieser Gruppen nur konnte er sich sozial entfalten. Wer im alten Indien einer bestimmten Kaste angehörte, würde, wenn er in einer anderen Kaste hätte leben sollen, wegen seiner früheren Inkarnation und dessentwegen, was er vor seiner Geburt in der geistigen Welt durchgemacht hatte, zugrunde gegangen sein. Diesen Kasten lag eben nicht nur Blutsvererbung zugrunde, sondern etwas, was auch geistige Prädetermination war. Darüber ist der Mensch hinausgewachsen. Zwischen unserer Zeit und jener Zeit liegt nun wiederum auch in dieser Beziehung ein Wendepunkt. Die Menschen tragen heute eigentlich nur noch als Scheingebilde die Merkmale der Gruppenhaf tigkeit an sich. Die Menschen werden in Nationen hineingeboren, sie werden auch noch in eine gewisse Klassenschichtung hineingeboren; aber in dem Maße, in dem sie dann heranwachsen in einem bestimmten Zeitalter, zeigt es sich schon verhältnismäßig früh in der Kindheit, daß eine solche Determination vom vorgeburtlichen Dasein nicht mehr vorhanden ist. Belehrt werden die Menschen heute von den Göttern im vorgeburtlichen Dasein. Der Stempel einer bestimmten Gruppe wird ihnen nicht mehr aufgedrückt. Das ist etwas, was als ein letzter Rest noch in der physischen Vererbung zurückbleibt. Heute einer Nationalität anzugehören mit seinem Bewußtsein, ist gewissermaßen ein Stück Erbsünde, ist etwas, was nicht mehr in das Seelische des Menschen hineinspielen sollte." (Lit.: GA 203, S. 104f)

Gemäß des geistigen Entwicklungsgrades werden den einzelnen Kasten bestimmte Farben zugeordnet und sie werden auch gesehen im Zusammenhang mit den drei Gunas: Tamas (Trägheit, Dunkelheit, Chaos), Rajas (Rastlosigkeit, Bewegung, Energie) und Sattva (Klarheit, Güte, Harmonie). Den Brahmanen entspricht Sattva und die Farbe Weiß, den Kshatriyas Rajas und Rot, den Vaishyas Gelb, was einer abgeschwächten Form von Rajas entspricht, und den Shudras schließlich Schwarz und Tamas. Die Paria werden dabei nicht mehr berücksichtigt.

"Die Leitung der Menschheit im Beginn der fünften Wurzelrasse hat der Manu so eingerichtet, daß die Lenkung ganz der Priesterschaft unterstand, die ihre Inspirationen unmittelbar von den höheren göttlichen Wesenheiten, von übermenschlichen Wesenheiten bekam. Dieser initiierten Priesterschaft konnte es überlassen werden, die Menschheit selbst einzuteilen. Es wäre unmöglich gewesen, in anderen Kulturgemeinschaften als solchen, die durch Priesterherrscher gelenkt wurden, eine Einteilung der Menschen in Kasten gerecht durchzuführen. Sie finden daher Kasteneinteilungen auch eigentlich nur in den wirklichen Priesterkulturen, im alten Indien und im alten Ägypten, wo initiierte Priester an der Spitze standen, die keinen kamischen Impulsen folgten, sondern höheren Weisungen. Sie verfuhren unpersönlich, kama-frei, und ihnen konnte es überlassen bleiben, jene schwerwiegende Einteilung der Menschen in Kasten vorzunehmen, die in Ägypten und Indien ursprünglich voll berechtigt war. Wenn Sie diese Kasten betrachten, so finden Sie in denselben ausgeprägt den ganzen Plan zur Entwicklung der fünften Wurzelrasse.

Dieser Plan ist der, daß nach und nach die Führung, die Lenkung dieser fünften Wurzelrasse übergeht von der Priestergesinnung auf die Weltgesinnung, vom Priester auf den König. Ein weltlicher König, der nicht Priester war, wäre in der ersten Zeit der fünften Wurzelrasse noch ganz unmöglich gewesen. Während der atlantischen Zeit, als die Menschen ihre Impulse noch nicht durch den denkenden Verstand erhielten, sondern aus anderen Kräften, und auch noch im Beginn der fünften Wurzelrasse, mußte die Lenkung der Menschheit jeder weltlichen Macht entzogen und denen überlassen werden, welche göttliche Inspirationen empfingen. Daher finden Sie in der indischen und ägyptischen Kultur die reine Priesterherrschaft. Der Priester ist der Regent, er ist derjenige, von dem alles ausgeht. Der Priester gehört der höchsten Kaste an. Die Krieger, die eine rein weltliche Beschäftigung haben, gehören der zweiten Kaste an. Dann geht es herunter zu denen, die sich mit dem Ackerbau befassen.

Nach und nach sollten diese Kasten stufenweise zur Selbständigkeit kommen. In dem, was sich in der Zeitlichkeit entwickelt, haben wir niemals das gegeben, was äußerlich im Räume wirklich vorhanden ist. Das bitte ich zu beachten. Wenn ein räumliches Verhältnis zeitlich werden soll, so geschieht das im Verhältnis von vier zu sieben, in der Weise, daß die Vierheit zur Siebenheit sich erweitert. Die vier im Raum nebeneinanderstehenden Kasten kommen im Verlaufe der fünften Wurzelrasse zeitlich so zur Geltung, daß wir die sieben Unterrassen nach und nach zur Selbständigkeit sich entwickeln sehen. Das Verhältnis von vier zu sieben beruht auf einem ganz bestimmten Gesetz. Heute will ich dazu nur sagen, daß die sieben Unterrassen sich so entwickeln, daß wir es in der ersten Unterrasse im wesentlichen zu tun haben mit der ausschließlichen Lenkung durch Priester, in der zweiten Unterrasse mit der Lenkung durch Priesterkönige und durch Magier. Zarathustra, der eigentliche Magier, ist der Ratgeber des Priesterkönigs. Während der dritten Unterrasse kann die Herrschaft auf die weltlichen Könige übergehen, die noch immer den Ratschlägen der Priester folgen. Erst während der vierten Unterrasse haben wir es mit weltlichen Königen zu tun, die nicht mehr in irgendeiner Beziehung zur priesterlichen Gewalt stehen. Die ersten weltlichen Könige treten zunächst im griechischen Volke auf, und als die griechische Herrschaft befestigt wird, geschieht das durch weltliche Könige." (Lit.: GA 092, S. 96ff)

In der siebenten Kulturepoche (5733 - 7893 n. Chr.), die noch weit in der Zukunft liegt, werden sich gewisse Eigenarten der urindischen Kultur (7227 - 5067 v. Chr.) auf höherer, vergeistigterer Ebene widerspiegeln. Dann wird sich auch in einer völlig neuen Form eine Gliederung der Menschheit herausbilden, nun aber völlig freiwillig und in voller Gleichbereichtigung, die sich auf die individuellen Fähigkeiten der Menschen gründen wird.

"Auch in der Zukunft, und mehr noch als in der Vergangenheit, wird die Menschheit sich sozusagen differenzieren, sich gliedern in gewisse Kategorien, aber nicht in aufgezwungene Kategorien, sondern die Menschen werden aus ihrer eigenen inneren geistigen Fähigkeit heraus dazu kommen, daß sie wissen, daß die Menschen zusammenarbeiten müssen zum gesamten sozialen Körper. Kategorien, Klassen wird es geben, aber wenn auch heute der Klassenkampf noch so sehr wütet, in denjenigen Menschen, die nicht den Egoismus ausbilden, sondern das spirituelle Leben in sich aufnehmen, in denen, die sich nach dem Guten hin entwickeln, wird es so kommen, daß sie sich freiwillig eingliedern in die Menschheit. Sie werden sich sagen: der eine muß dies, der andere jenes tun. Teilung der Arbeit, Teilung sogar bis in die feinsten Impulse hinein muß eintreten; und es wird sich so gestalten, daß derjenige, der Träger für das eine oder das andere ist, nicht nötig haben wird, seine Autorität den anderen aufzuzwingen. Alle Autorität wird immer mehr freiwillig anerkannt werden, so daß wir im siebenten Zeitraum bei einem kleinen Teile der Menschheit wiederum eine Einteilung haben werden, welche das Kastenwesen wiederholt, aber so, daß keiner sich in die Kaste hineingezwungen fühlt, sondern daß jeder sich sagt: Ich muß einen Teil der Menschheitsarbeit übernehmen und einem anderen einen anderen Teil überlassen - und beide werden gleich anerkannt werden. Die Menschheit wird sich nach moralischen und intellektuellen Differenzierungen gliedern und auf solcher Grundlage wird eine wiederum vergeistigte Kastenbildung eintreten. So wird, wie durch einen geheimnisvollen Kanal hinübergeleitet, sich in der siebenten Epoche wiederholen, was in der ersten sich prophetisch gezeigt hat." (Lit.: GA 105, S. 184f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, GA 92 (1999), ISBN 3-7274-0920-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Welt, Erde und Mensch , GA 105 (1983), ISBN 3-7274-1050-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Christus und die menschliche Seele, GA 155 (1994), ISBN 3-7274-1550-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Die Sendung Michaels, GA 194 (1994), ISBN 3-7274-1940-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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