Schutzmeditation

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Caduceus

Eine Schutzmeditation ist hilfreich, um im Laufe der Geistesschulung negative astrale Einflüsse von außen abzuwehren, indem sie die Hülle des Astralleibs stärkt. Sehr wirksam ist die Imagination des Merkurstabs:

„Merkurstab
Schlange des Bösen und des Guten. [Zeichen],
das den Menschen durch Erkenntnis (Merkur)
zur Überwindung des Bösen durch eigene
Kraft leitet.“ (Lit.:GA 266a, S. 205)

Für den Geistesschüler ist der Merkurstab mit den beiden Schlangen ein gutes Hilfsmittel, um das Eindringen ahrimanischer Wesen in sein Bewusstsein zu verhindern.

„Es gibt ein Mittel, um das Eindringen der ahrimanischen Wesen in unser Bewußtsein zu verhindern, ein Symbol, das man in sich lebendig lassen werden muß. Dies ist der Merkurstab, der leuchtende Stab mit einer schwarzen Schlange und der hell aufleuchtenden glitzernden Schlange. Die Schlange ist das Symbol für den Astralleib. Jeden Abend häutet sich der Astralleib, er wirft die verbrauchte Haut ab. Davon ist die schwarze Schlange Symbol. Über Nacht erhält er eine neue, schillernde Haut, und diese neubelebte, schöne, glänzende Haut des Astralleibes wird durch die glänzende Schlange symbolisiert.

Dies Symbol bannt alles, was in unser Bewußtsein störend eindringen will, wenn wir es vor jeder Meditation lebendig vor uns erstehen lassen: der Merkurstab, den der Götterbote in der Hand hält, der den Weg weist. Wenn der Mensch höher steigt, wenn er hellsehend wird, drängen sich ihm die ahrimanischen Wesenheiten in Bildern vor. Parasitische Tiere sieht er, Ratten und Mäuse. Als Versuchung treten an ihn heran Wesen mit schönen menschlichen Gesichtern, aber verkrüppelten Füßen. Denen darf man sich nicht hingeben. Gute Bilder sind, wenn der Meditant sieht eine Sphinx (Seraphim) oder einen Cherubim. - Auch hier ist der Merkurstab anzuwenden, um die niederziehenden Wesen zu bannen.“ (Lit.:GA 266a, S. 465)

„Wie nun der Mensch die Haut seines seelischen Leibes im Verlaufe von vierundzwanzig Stunden abnützt und wiederum erneuert, so wirft auch die Schlange in gewissen Zeiträumen ihre Haut ab, läßt sie zurück und erneuert sie wieder. Daher ist das geistige Anschauen des Merkurstabes ein wirksames Mittel, um in der Meditation in die geistigen Welten so einzudringen, daß hemmende Einflüsse überwunden werden.“ (Lit.:GA 266a, S. 450)

Man muss sich dabei aber bewusst sein, dass im Laufe des Schulungswegs die Wahrnehmungsfähigkeit für die hemmenden Kräfte, namentlich für die ahrimanischen, wesentlich stärker wird. Schutzmeditationen können helfen, diesen Angriffen besser standzuhalten, aber sie dürfen nicht dazu missbraucht werden, diese Tatsache aus dem Bewusstsein zu verdrängen. Darauf hat Rudolf Steiner nach den Erinnerungen von Maria Röschl-Lehrs insbesondere bei der Begründung des Jugendkreises hingewiesen:

„«Auf dem Wege, den Sie sich vorgenommen haben, wird man empfindlicher, als man vorher gewesen ist, für die ahrimanischen Wirkungen in der Welt. So werden Sie darunter mehr zu leiden haben als andere Menschen. Und da werden Sie darauf zu achten haben, daß Sie nicht der Versuchung verfallen, mit den gleichen Mitteln diesem Erleben zu entfliehen, mit denen Sie sich zuerst diese Empfindlichkeit erworben haben.» (Dieses meinten wir so verstehen zu sollen, daß wir uns davor hüten, uns in die Meditation als einen schützenden Hafen zurückzuziehen.)“ (Lit.:GA 266c, S. 461)

Förderlich ist es auch, sich eine Imagination aufzubauen, in der man sich von einer blauen Aura umgeben fühlt, die negative Kräfte abweist (Lit.: GA 266a, S. 450). Man hat sich dabei vorzustellen, dass man vom blauen Marienmantel eingehüllt ist, der übersät ist mit goldenen Sternen. Die Wirkung lässt sich verstärken durch eine Meditation zum Schutz gegen außen, die Rudolf Steiner gegeben hat:

"Die äußere Hülle meiner Aura verdichte sich.
Sie umgebe mich mit einem undurchdringlichen Gefäß
gegenüber allen unreinen, unlauteren Gedanken
                                                und Empfindungen.
Sie öffne sich nur der göttlichen Weisheit." (Lit.: GA 268, S. 37)

Die bekannte Schutzmeditation Wall von Kristall, die oft fälschlich Rudolf Steiner zugesprochen wird, stammt hingegen von Joseph Anton Schneiderfranken (Bô Yin Râ; 1876 - 1943).

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.

Weblinks