Schweiß

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Schweiß (griech. ἱδρώς hidrós) ist ein wässriges Sekret, das von den Schweißdrüsen abgesondert wird, die sich in der Haut des Menschen und der Säugetiere befinden. Das Schwitzen dient der Wärmeregulation, der Ausscheidung von Stoffwechsel-Endprodukten und durch die in geringen Mengen vorhandenen Duftstoffe auch eine gewisse Signalwirkung.

Schweiß besteht zu mehr als 99 % aus Wasser, in dem vor allem Elektrolyte, wie Na+, Cl, K+, und Lactat, Aminosäuren und Harnstoff gelöst sind.[1][2] In sehr geringen Mengen sind auch Zucker und Ascorbinsäure vorhanden. Darüber hinaus enthält der Schweiß auch Sexualduftstoffe (Pheromone). Frischer Schweiß ist, ausgenommen in der Pubertät, völlig geruchlos. Der typische, unangenehme Schweißgeruch entsteht erst durch Abbau langkettiger Fettsäuren zu kürzeren Ketten wie Buttersäure oder Ameisensäure, der durch die zur natürlichen Hautflora zählenden Bakterien bewirkt wird.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Y. Kuno: Human perspiration. Charles C Thomas, Springfield 1956, S. 416.
  2. S. Rothman, Z. Felsher, P. Flesch, A. B. Lerner, A. L. Lorincz, H. Pinkus, G. C. Wells: Physiology and biochemistry of the skin. The University of Chicago Press, Chicago 1961, S. 741 ff.