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Siling (Mythologie)

Aus AnthroWiki
Fenghuang, Longshan-Tempel, Taipeh (Taiwan)

Siling, auch Si Ling, (chin. 四靈 / 四灵 „Vier beseelte Wesen, Vier glückverheißende Tiere, Vier wirkkräftige Wesen, Vier heilige Tiere, Vier Zauberwesen oder Vier Wundertiere“), bezeichnet als Sammelbegriff die vier zentralen Fabelwesen der chinesisch-ostasiatischen Mythologie.[1][2][3] Die vier heiligen Tiere sind:

Diese vier heiligen Tiere werden als mildtätig und glückbringend verehrt. Die Si Ling sind bereits für die Zeit der Streitenden Reiche auf Keramikziegeln nachgewiesen.[3] Sie sollen – je nach Sage – bereits dem Urwesen Pangu bei der Erschaffung der Welt geholfen und später im Garten des Gelben Kaisers gelebt haben. Gelegentlich wurde – in Anlehnung an die fünf Elemente – zu den Si Ling noch der Weiße Tiger hinzugefügt, man spricht dann von den Wu Ling (五靈 / 五灵), den fünf beseelten Wesen.[4]

Teilweise werden die Si Ling auch als terrestrisches Gegenstück zu den himmlischen Si Xiang angesehen.[5]

Siling – Vier glückverheißende Tiere

Einzelnachweise

  1. Irmgard Enzinger: Ausdruck und Eindruck: zum chinesischen Verständnis der Sinne, Otto Harrassowitz Verlag, 2006, S. 206f
  2. Jutta Bewig, Ellen Hickmann (Hrsg.): Wegweiser zur Völkerkunde, Ausgaben 21–24, Hamburgisches Museum für Völkerkunde, S. 96
  3. 3,0 3,1 Bruno Voigt, Yang En-lin: Zur Verwendung und Technik chinesischer Dachziegel, In: Forschungen und Berichte der Staatlichen Museen zu Berlin, Band 10, Akademie-Verlag, 1968, S. 223
  4. Christoph Kaderas: Die Leishu der imperialen Bibliothek des Kaisers Qianlong (reg. 1736-1796): Untersuchungen zur chinesischen Enzyklopädie, Otto Harrassowitz Verlag, 1998, S. 145, 155
  5. Roel Sterckx: The Animal and the Daemon in Early China, Suny Press, 2012, S. 103
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Siling (Mythologie) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.