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Tropus (Rhetorik)

Aus AnthroWiki

Der Tropus (auch die Trope, Plural Tropen) ist in der Rhetorik ein Überbegriff für bestimmte Klassen rhetorischer Figuren (sprachlicher Stilmittel). Er leitet sich ab von griech. τρόπος (Plural τρόποι) bzw. τροπή tropé ‚Wendung‘ und bezeichnet die Ersetzung eines Ausdrucks durch einen anderen, der allerdings nicht synonym ist, sondern einem anderen Bedeutungsfeld zugehört.

Bei den Tropen handelt es sich um semantische Figuren, womit sie sich von anderen rhetorischen Figuren abgrenzen, die ihre Wirkung durch die lautliche Gestalt (phonologische Figuren) der Wörter (zum Beispiel Alliteration) oder durch eine besondere Stellung der Wörter im Satz (syntaktische Figuren) erzielen (zum Beispiel Parallelismus).

Die bekanntesten Tropen sind Metapher, Ironie, Metonymie und Synekdoche. Sie machen den Hauptteil der semantischen Figuren aus. Beispiele für semantische Figuren, die nicht zu den Tropen zählen, sind Pleonasmus, Oxymoron und Hysteron proteron.

Siehe auch

Literatur

  • Hans Baumgarten: Compendium Rhetoricum. Die wichtigsten Stilmittel. Eine Auswahl, Göttingen 1998 (tabellarische Übersicht mit lateinischen und deutschen Beispielen) ISBN 3525710178
  • Lothar Kolmer / Carmen Rob-Santer: Studienbuch Rhetorik, Paderborn 2002, ISBN 3-506-97017-8
  • George Lakoff / Mark Johnson: Leben in Metaphern. Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern, Heidelberg 1998
  • Hermann Schlüter: Grundkurs der Rhetorik, München 1974
  • Eckard Rolf: Metaphertheorien. Typologie - Darstellung - Bibliographie, Berlin [u. a.], de Gruyter, 2005, ISBN 3-11-018331-5 (systematische Übersicht über verschied., theoret. Ansätze zur Metapher)
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Tropus (Rhetorik) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.