Unfruchtbarkeit

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Unfruchtbarkeit, das Erlöschen der Fortpflanzungsfähigkeit, droht der Menschheit schon ab dem 6. Jahrtausend. Etwa um das Jahr 5700 (Lit.: GA 196, S. 90) wird der Mensch durch seine natürliche leibgebundene Entwicklung nicht einmal mehr bis zur Geschlechtsreife kommen. Dieses Phänomen hat Rudolf Steiner als das sogenannte «Jüngerwerden der Menschheit» mehrfach ausführlich beschrieben. Die Menschen werden dann unfruchtbar werden und sich nicht mehr auf natürliche Weise in physischen Leibern verkörpern können. Für die Menschen, die bis dahin das nur auf der physischen Erde zu erringende geistige Entwicklungsziel bereits erreicht haben, wird es keine weiteren irdischen Verkörperungen mehr geben. Es werden aber künstliche Verfahren entwickelt werden, durch die auch über diesen Zeitpunkt hinaus für die restliche Menschheit Inkarnationen möglich sind.

"... ich weiß selbstverständlich, das gilt der heutigen Wissenschaft als Narretei, aber wahr ist es - , daß, so wie die Menschheit jetzt ist, sie von heute an in 4000 Jahren nicht mehr wird sein können, ebensowenig wie ein Mensch nach zweihundert Jahren, der heute zwanzig Jahre alt ist, noch leben wird. Denn man kann es herausfinden durch okkulte Forschung, daß im Laufe des sechsten Jahrtausends die Menschenfrauen, wie sie heute organisiert sind, unfruchtbar sein werden, keine Kinder mehr gebären werden. Und eine ganz andere Ordnung wird eintreten im sechsten Jahrtausend!" (Lit.: GA 175, S. 217)

"Aber wir haben doch die Aufgabe, mit aller Einsicht, mit aller innerlichen Stärke dieses in uns befindliche Wesenhafte gewahr zu werden, das nicht mehr ganz in dem Körper aufgehen kann, das nicht mehr ganz den Körper durchdringen kann. Wir haben uns zu fühlen als die Kandidaten der Jupiterzeit. Aber das geschieht langsam und allmählich. Die Menschen verbleiben vorderhand noch in dem, was ihnen die Umwelt gibt, das heißt, sie verbleiben in dem, was unter ihnen ist. Aber mit jeder Inkarnation ziehen wir uns eigentlich mehr aus der Körperlichkeit heraus und schweben mehr über der Körperlichkeit drüber.

Wenn das nicht so wäre, so würde es ohnedies um die Fortentwickelung der Menschheit schlimm stehen. Wenn der Mensch ganz darauf angewiesen bliebe, das nur zu sein, was die Griechen waren, dann würde es schlecht stehen um die Menschheitsentwickelung. Denn, so sonderbar das heute klingt, eine gewissenhafte okkulte Forschung, die versucht, die Entwickelungsgesetze des Menschengeschlechts zu durchdringen, die zeigt uns eine vielleicht zunächst bestürzend wirkende Wahrheit, zeigt uns, daß in gar nicht so ferner Zeit, vielleicht schon im 7. Jahrtausend, sämtliche Erdenfrauen unfruchtbar werden. So weit geht es mit der Vertrocknung, mit der Zerbröckelung der Leiber: Im 7. Jahrtausend werden die Erdenfrauen unfruchtbar! Denken Sie sich, wenn nun die Beziehungen bleiben sollten, die sich nur zwischen dem Menschlich-Seelischen und den menschlichen physischen Leibern ausleben können, dann könnten ja nachher die Menschen überhaupt sich nichts mehr zu tun machen auf der Erde. Es werden noch nicht alle Erdenperioden abgelaufen sein, wenn die Menschenfrauen keine Kinder mehr bekommen können. Da muß denn der Mensch ein anderes Verhältnis finden zu dem Erdendasein. Die letzten Epochen der Erdenentwickelung werden den Menschen in die Notwendigkeit versetzen, überhaupt auf eine physische Leiblichkeit zu verzichten und dennoch auf der Erde anwesend zu sein." (Lit.: GA 177, S. 87f)

"Der gegenwärtige Mensch bleibt entwicklungsfähig bis in das siebenundzwanzigste Jahr hinein. Er fängt dann an, gewissermaßen sich in seinem Seelisch- Geistigen ganz zu emanzipieren von dem Physisch-Leiblichen. Emanzipieren von dem Physisch-Leiblichen ist also etwas, was immer mehr und mehr hereinrückt. Sie sehen daraus, daß einmal der Zeitpunkt kommen wird, wo die Menschen nur entwickelungsfähig sein werden bis zu ihrem vierzehnten Jahre, wo das Geschlechtsreifezeitalter aufhören wird, eine Bedeutung zu haben in der menschlichen Entwickelung. Das ist ein Zeitraum, der ganz gewiß eintreten wird. Die Geologen mögen noch so lange Zeiträume berechnen für die Entwickelung des Menschtums auf der Erde, für die Entwickelung der physischen Menschheit der Erde; diese physische Menschheit auf der Erde wird sich nicht länger entwickeln als bis zu dem Moment, wo diese obere Altersgrenze bis in das vierzehnte, dreizehnte Lebensjahr heruntergerückt ist. Denn von diesem Zeitpunkte an wird sich die physische Menschheit auf der Erde nicht mehr entwickeln können. Die Frauen werden keine Kinder mehr gebären. Dann wird es mit der physischen Menschheit auf der Erde zu Ende gegangen sein." (Lit.: GA 196, S. 59f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha, GA 175 (1996), ISBN 3-7274-1750-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis, GA 177 (1999), ISBN 3-7274-1771-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung, GA 196 (1992), ISBN 3-7274-1960-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
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