Ungeborenheit

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Der Begriff Ungeborenheit ergibt sich als logische Folgerung aus der Tatsache der menschlichen Präexistenz. Die menschliche Ungeborenheit ist damit das zwangsläufige Gegenstück zur menschlichen Unsterblichkeit:

"Nun kommen wir aber nach einiger Zeit wiederum herunter auf die Erde. Wir gehen ebenso, wie wir von der Geburt zum Tode gehen im Erdenleben, dann durch eine geistige Welt durch und kommen wiederum herunter. Wir nehmen den physischen Leib an, der uns von unseren Eltern und so weiter gegeben ist. Da kommen wir aus der geistigen Welt herunter. Wir waren also, bevor wir hier auf die Erde gekommen sind, sagen wir geistige Wesen. Wir sind von der geistigen Welt heruntergestiegen. Sehen Sie, meine Herren, das ist eine außerordentlich wichtige Tatsache, daß der Mensch weiß, er kommt aus der geistigen Welt mit seinem Ich und mit seinem astralischen Leib herunter. Es ist sonst gar nicht erklärbar, wodurch der Mensch überhaupt, wenn er aufwächst, irgendwie vom Geiste redet. Wenn er niemals im Geistigen drinnen gewesen wäre, so würde er gar nicht vom Geiste reden. Sie wissen ja, es haben einmal auf Erden die Menschen gar nicht so viel wie heute gewisse Menschen vom Leben nach dem Tod gesprochen, aber viel haben die Leute gesprochen vom Leben, bevor sie auf die Erde heruntergekommen sind. In alten Zeiten hat man überhaupt viel mehr gesprochen von dem, was mit dem Menschen war, bevor er Fleisch und Blut angenommen hat, als von nachher." (Lit.: GA 350, S. 234)

Literatur

  • Wayne W. Dyer, Dee Garnes, Anita Krätzer (Übers.): Erinnerungen an den Himmel: Was Kinder aus der Zeit vor ihrer Geburt berichten, Heyne Verlag 2016, ISBN 978-3453703056; eBook ASIN B01G1SAJPK
  •  Peter Selg: Ungeborenheit : die Präexistenz des Menschen und der Weg zur Geburt. Verlag des Ita Wegman Instituts, Arlesheim 2010, ISBN 9783952342589, S. 93.
  • Dietrich Bauer, Max Hoffmeister, Hartmut Görg: Gespräche mit Ungeborenen: Kinder kündigen sich an, 6. Auflage, Urachhaus Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3878384656
  • Rudolf Steiner: Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen - Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?, GA 350, Dornach 1980
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