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Paramanu: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Paramanu''' (aus [[Sanskrit|skrt.]] ''param'' = jenseits und ''anu'' = Atom) sind nach der [[Atom]]lehre des [[Wikipedia:Indische Philosophie|indischen]] [[Vaisheshika]], die [[Kanada (Hinduismus)|Kanada]] etwa im [[Wikipedia:2. Jahrhundert v. Chr.|2. Jahrhundert v. Chr.]] vermutlich unabhängig von [[Wikipedia:Leukipp|Leukipp]] und [[Wikipedia:Demokrit|Demokrit]] entwickelt hat, die kleinsten, unzerstörbaren und ewigen, völlig gestaltlosen punktförmigen Ureinheiten der materiellen Welt. Also solche sind sie noch nicht räumlich dinghaft fassbar. Indem sie sich zunächst zu Dyaden aus je zwei Paramanus zusammenlagern, entstehen erste räumlich fassbare, dinghafte Gebilde, die [[Anu]]s ([[Sanskrit|skrt.]] ''Atom''), die Atome. Diese sind immer noch viel zu klein, um sichtbar zu sein, aber nach und nach lagern sie sich zu größeren Komplexen zusammen, bis sie schließlich in die [[sinnlich]]e Sichtbarkeit und Greifbarkeit treten. | '''Paramanu''' (aus [[Sanskrit|skrt.]] ''param'' = jenseits und ''anu'' <ref>Im [[Sanskrit]] eigentlich eine gebräuchliche Vorsilbe mit vielschichtiger Bedeutung (vgl. z.B. → http://srimadbhagavatam.com/a/anu): ''nach'', ''nahe'', ''unter'', ''untergeordnet'', ''immer'', ''leicht'', ''fein'', ...</ref> = Atom) sind nach der [[Atom]]lehre des [[Wikipedia:Indische Philosophie|indischen]] [[Vaisheshika]], die [[Kanada (Hinduismus)|Kanada]] etwa im [[Wikipedia:2. Jahrhundert v. Chr.|2. Jahrhundert v. Chr.]] vermutlich unabhängig von [[Wikipedia:Leukipp|Leukipp]] und [[Wikipedia:Demokrit|Demokrit]] entwickelt hat, die kleinsten, unzerstörbaren und ewigen, völlig gestaltlosen punktförmigen Ureinheiten der materiellen Welt. Also solche sind sie noch nicht räumlich dinghaft fassbar. Indem sie sich zunächst zu Dyaden aus je zwei Paramanus zusammenlagern, entstehen erste räumlich fassbare, dinghafte Gebilde, die [[Anu]]s ([[Sanskrit|skrt.]] ''Atom''), die Atome. Diese sind immer noch viel zu klein, um sichtbar zu sein, aber nach und nach lagern sie sich zu größeren Komplexen zusammen, bis sie schließlich in die [[sinnlich]]e Sichtbarkeit und Greifbarkeit treten. | ||
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Version vom 2. Januar 2011, 17:13 Uhr
Paramanu (aus skrt. param = jenseits und anu [1] = Atom) sind nach der Atomlehre des indischen Vaisheshika, die Kanada etwa im 2. Jahrhundert v. Chr. vermutlich unabhängig von Leukipp und Demokrit entwickelt hat, die kleinsten, unzerstörbaren und ewigen, völlig gestaltlosen punktförmigen Ureinheiten der materiellen Welt. Also solche sind sie noch nicht räumlich dinghaft fassbar. Indem sie sich zunächst zu Dyaden aus je zwei Paramanus zusammenlagern, entstehen erste räumlich fassbare, dinghafte Gebilde, die Anus (skrt. Atom), die Atome. Diese sind immer noch viel zu klein, um sichtbar zu sein, aber nach und nach lagern sie sich zu größeren Komplexen zusammen, bis sie schließlich in die sinnliche Sichtbarkeit und Greifbarkeit treten.
Kanada steht mit seiner spekulativen Atomlehre erstaunlich nahe der modernen physikalischen Ansicht, nach der alle Materie letztlich aus punktförmig gedachten, nicht dinghaften Elementarteilchen (Leptonen und Quarks) besteht.
Anmerkungen
- ↑ Im Sanskrit eigentlich eine gebräuchliche Vorsilbe mit vielschichtiger Bedeutung (vgl. z.B. → http://srimadbhagavatam.com/a/anu): nach, nahe, unter, untergeordnet, immer, leicht, fein, ...
Weblinks
- Anu and Parmanu - Indian ideas about Atomic physics - Article by Lobsan Payat (englisch)
- The Brahma Sutras - Chapter 2 (englisch)