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Vaishya

Aus AnthroWiki
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Vaishya (Sanskrit, वैश्य, m. vaiśya, f. vaiśyā) ist im indischen Kastensystem die Bezeichnung für die aus Kaufleuten, Händlern, Geldverleihern und Großgrundbesitzern bestehende dritte Kaste (Varna) der traditionellen vier Kasten.

Die Kaste bildete sich aus den (damals) überwiegend unteren Schichten, die ab 1500 v. Chr. nach Indien einwanderten . Sie bildeten sich aus den indogermanischen Stämmen der Arier heraus und zählten, wie die Kshatriya und die Brahmanen, zu den „Zweimalgeborenen“. Das heißt, dass sie nach einer Initiationszeremonie (Upanayana) das Recht erhalten, das heilige Wissen (Veda) zu lernen und die vedischen Opfer zu vollziehen.

Im 10. Buch des Rigveda, dem sog. Purushasukta ist beschrieben, wie die verschiedenen Kasten entstanden sind. Sie entstanden während eines Opfers aus dem Urriesen Purusha. Aus dem Mund wurden dabei die Brahmanen, aus den Armen die Kshatriya, aus den Schenkeln wurden die Vaishya und aus den Füßen die Shudra.

Eine Domäne der Vaishyas ist schon seit langer Zeit der Handel, vor allem der Fern- und Überseehandel, so dass die reiche städtische Oberschicht Indiens zu einem Großteil aus Vaishyas besteht.

Literatur

  • Gita Piramal: Business Maharajas. Delhi 1996.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Vaishya aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.