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Trancebewusstsein

Aus AnthroWiki
(Weitergeleitet von Allbewusstsein)

Das Trancebewusstsein (auch Mineralisches Bewusstsein, Todes-Bewusstsein, All-Bewusstsein) hatte der Mensch auf dem alten Saturn, als von seinem ganzen Wesen erst der physische Leib veranlagt wurde. Es ist ein ganz dumpfes Bewusstsein, dumpfer noch als unser heutiges Schlafbewusstsein, aber von ungeheurer, universeller Weite, das die physischen Zustände des ganzen Kosmos umfasst. Nur medial veranlagte Menschen können sich heute in diesen Bewusstseinzustand versetzen. Natürlicherweise haben heute die Mineralien bzw. Kristalle das Trance-Bewusstsein, weshalb es auch als Kristallbewusstsein bezeichnet wird.

Erster Bewusstseinszustand

Das Trancebewusstsein ist der erste von Rudolf Steiner genannte Bewusstseinszustand, den der Mensch im Laufe der sieben planetarischen Weltentwicklungsstufen bereits auf dem Alten Saturn entwickelt hat:

„Wir können uns zunächst mit den Mitteln, die uns der Okkultismus verleiht, sieben Bewußtseinszustände überblicken, von denen unser heutiges Bewußtsein das mittlere ist. Drei vorhergehende und drei nachfolgende können wir überblicken. Mancher wird sich darüber wundern, daß wir gerade so schön in der Mitte stehen. Das kommt daher: Dem ersten Zustande gehen andere voran, die sich unseren Blicken entziehen, dem siebenten folgen andere nach, die sich unserer Betrachtung ebenso entziehen. Wir sehen eben nach hinten so weit wie nach vorn. Würden wir um eines zurückstehen, so würden wir nach hinten eines mehr erblicken und nach vorn eines weniger, geradeso, wie Sie hinausgehen aufs Feld und links so weit sehen können wie rechts.

Diese sieben Bewußtseinszustände sind folgende. Zuerst ein sehr dumpfer, tiefer Bewußtseinszustand, den der Mensch heute kaum mehr kennt. Nur besonders medial veranlagte Menschen können heute noch diesen Bewußtseinszustand haben, den einst auf dem Saturn alle Menschen hatten. Solche medial Veranlagte können in einen Zustand kommen, den auch der moderne Psychologe kennt. Das wache Tagesbewußtsein und auch noch andere Bewußtseinszustände sind bei ihnen eingeschläfert; sie sind wie tot. Dann aber, wenn sie in der Erinnerung oder auch während des Zustandes dasjenige zeichnen oder schildern, was sie dort erlebt haben, dann bringen sie ganz eigentümliche Erlebnisse zutage, die sich nicht um uns herum abspielen. Sie entwerfen allerlei Zeichnungen, die, wenn sie auch grotesk und verzerrt sind, doch übereinstimmen mit dem, was wir in der Geisteswissenschaft bezeichnen als Kosmoszustände. Sie sind oft durchaus nicht richtig, aber sie haben doch etwas, woran man erkennen kann, daß solche Wesen während dieses herabgedämmerten Zustandes ein dumpfes, aber ein universelles Bewußtsein haben. Sie sehen Weltkörper und daher zeichnen sie solche. Solches Bewußtsein, das dumpf ist, dafür aber eine Allwissenheit darstellt in unserem Kosmos, hat der Mensch einstmals auf der ersten Verkörperung unserer Erde gehabt. Man nennt es tiefes Trancebewußtsein. Es gibt Wesen in unserer Umgebung, die solches Bewußtsein noch jetzt haben; das sind die Mineralien. Könnten Sie mit ihnen sprechen, so würden diese Mineralien Ihnen sagen, wie es auf dem Saturn zugeht. Nur ist dieses Bewußtsein ganz dumpf.“ (Lit.: GA 99, S. 85f)

Erdbewusstsein

Die Erde als Ganzes verfügt über das mineralische Bewusstsein und erlebt dadurch in Gedanken das kosmische Geschehen mit:

„Die Erde denkt mit ihrem Bewußtsein den ganzen zunächst zur Erde gehörigen Himmelsraum. Wie wir mit unseren Augen hinausschauen auf die Bäume, auf die Steine, so schaut die Erde mit ihrem Bewußtsein hinaus in die Himmelsräume und denkt alles dasjenige, was in den Sternen vorgeht. Die Erde ist ein Wesen, welches nachdenkt über die Vorgänge der Sterne.

Also in dem mineralischen Bewußtsein ist im Grunde genommen das Geheimnis des ganzen Kosmos als Gedanke enthalten. Während wir Menschen so oberflächlich über die Erde gehen und nur nachdenken über die Steine, auf die wir stoßen, oder über manches andere, was unsere Sinne umgibt, denkt die Erde mit dem Bewußtsein, das wir durchschreiten, indem wir durch den Raum gehen, über den Kosmos draußen nach. Sie hat wahrhaftig umfassendere, größere Gedanken als wir. Und es ist im Grunde genommen ungeheuer erhebend, wenn man weiß: Du gehst nicht bloß durch die Luft, du gehst durch die Gedanken der Erde.“ (Lit.: GA 165, S. 93f)

Literatur

Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.