Engelmenschen

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Engelmenschen konnten auf dem alten Mond, der unserer Erdentwicklung vorangegangen ist, nur die Angeloi sein, die damals ihre Menschheitsstufe durchmachten und sich dadurch ihr individuelles Ich erwarben. Der Mensch empfing damals erst seinen Astralleib und stand noch auf der Stufe eines Tiermenschen. Insofern ihr Astralleib von den als Gruppenseele wirkenden Engelmenschen geprägt und auf die spätere Ich-Werdung vorbereitet wurde, kann man sie auch als Menschmenschen bezeichnen. Ihnen entspricht das Tierkreiszeichen Wassermann.

„Der Mensch war ja erst durch das Ich und durch seine Entwickelung Erdenmensch geworden. Der Astralleib gehörte eigentlich dem alten Monde an. Dazumal war der Angelos, der Engelmensch, auf der Menschheitsstufe. Der Engel war auf dem alten Mond Mensch, auf der Erde ist der Mensch Mensch. Das wissen wir. Für den Menschen schickte es sich auf dem Monde, seinen Astralleib zu gebrauchen. Alles übrige war nur Vorbereitung für die Ich- Entwickelung. Der Anfang unserer Erdenentwickelung war ein Wiederholen der Mondenentwickelung. Denn im astralischen Leib konnte der Mensch überhaupt nie völlig Mensch werden, sondern es konnte nur der Engel auf dem Monde Mensch werden im astralischen Leib. Ebenso wie im Erdenmenschen, um das Ich zu inspirieren, der Christus lebte, mußte daher zur Vorbereitung dieser Ichheit die Möglichkeit sein, daß von den Engeln des Mondes, von den Mondmenschen also, den Angeloi, Propheten da waren, die den Astralleib des Menschen inspirierten, damit sich die Ichheit schon vorbereiten konnte. Es mußte also das eintreten, was etwa ein Prophet so hätte charakterisieren können: Es wird in der Menschheitsentwickelung ein Zeitpunkt kommen, da wird die Menschheit reif werden zur Ich-Entwickelung. Im Astralleib haben sich zum Höchsten erhoben bloß die Angeloi des Mondes. Damit aber der Mensch vorbereitet werden kann zu dieser Ichheit, müssen gewisse Menschen, die das durch Gnade in Ausnahmezuständen erfahren, so inspiriert werden auf der Erde, daß sie wie Engel wirken, trotzdem sie Menschen sind, daß sie Engel in Menschengestalt sind.“ (Lit.:GA 124, S. 216f)

„Wenn der hellseherische Blick den Ätherleib betrachtet, wie der physische Blick den physischen Leib, so findet er die Menschen geteilt in Menschmenschen, Löwenmenschen, Stiermenschen, Adlermenschen. Ihr Gruppen-Ich ist astraler Natur. Der Hellseher findet auf dem astralen Plan zwischen dem tierischen Gruppen-Ich und dem menschlichen Individual-Ich das menschliche Gruppen-Ich stehen. Je weiter wir zeitlich zurückgehen, desto mehr finden wir die Menschen in bezug auf ihren Atherleib eine dieser vier Gestalten annehmen, und wir schreiben diesen vier Seelengruppen je eine menschliche Gruppenseele zu, der einen eine Mensch-Gruppenseele, der anderen eine Löwen-Gruppenseele, der dritten eine Stier-Gruppenseele und der vierten eine Adler-Gruppenseele. Sie würden nur dann eine falsche Vorstellung davon bekommen, wenn Sie diese Namen, die von physischen Tierformen hergenommen sind, allzu stark pressen würden. Viel ähnlicher ist dieser Ätherkörper der Löwenmenschen der Gruppenseele der Löwen, als dem einzelnen Löwen hier auf dem physischen Plan. Das Christentum hat sich von den Evangelisten vorgestellt, daß ihre Seelen nicht so sind wie gewöhnliche Menschenseelen, sondern ganze Gruppen von Menschen umfassen, und hat nach dem inneren Seelencharakter Matthäus verglichen mit dem Menschen, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler. Das rührt von jener Ähnlichkeit her, welche die christliche Esoterik den Seelen der einzelnen Evangelisten zugeschrieben hat. Noch genauer werden wir das verstehen, wenn wir sehen, daß der Mensch auf der einen Seite in einem Abstieg und auf der anderen Seite in einem Aufstieg begriffen ist. Hier auf der Erde im tiefsten Punkte des Materialismus, erlangt der Mensch die Anlage zu der Individualseele. Der Mensch ist heruntergestiegen von den alten Zeiten, wo man genauer unterschied die einzelnen Gruppenseelen: Menschmensch, Löwenmensch, Stiermensch, Adlermensch. Wenn die Menschen in der Zukunft wieder hinaufsteigen werden, werden sie ihre Individualseele beibehalten und auf höherer Stufe mit höherem Bewußtsein wiederum das entwickeln, was sie früher nur in dämmerhaftem Bewußtsein hatten, die vier Gruppenseelen. Daher legt man im Christentum den Evangelisten diese Eigenschaften bei.“ (Lit.:GA 101, S. 218f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992), ISBN 3-7274-1010-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums, GA 124 (1995), ISBN 3-7274-1240-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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