Gel

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Ein 2,5 kg schwerer Ziegel getragen von einem 2 g schweren Stück Aerogel

Ein Gel (abgeleitet von Gelatine bzw. lat. gelu „Eis“) ist ein viskoelastisches, zwischen Flüssigkeit und Feststoff stehendes Fluid. Es besteht aus einer Dispersion aus mindestens zwei nicht miteinander mischbaren bzw. reagierenden Komponenten, wobei die stabilisierende „feste“ Komponente ein schwammartiges räumliches Netzwerk mit vielen Poren bildet, in das eine flüssige („Lyogel“) oder gasförmige („Xerogel“) Substanz eingebettet ist. Handelt es sich dabei um Luft in einem hochporösen Netzwerk, das bis zu 99,98 % des Volumens aus Poren besteht, spricht man von einem Aerogel, das meist auf Silikatbasis hergestellt wird. Ein Hydogel enthält Wasser als flüssige Komponente. Die Matrix kann aus anorganischen oder organischen Verbindungen bestehen.

Eiweiß geht bei der Gerinnung vom flüssigen Sol-Zustand in den Gel-Zustand über.

Rudolf Steiner geht davon aus, dass sich die Minerale und Gesteine der Erde, die damals noch als Ganzes ein lebendiges Wesen war, ursprünglich aus einem eiweißartigen Flüssiggel bei vergleichsweise milden Temperaturen geformt haben und nicht aus einem magmatischen Zustand entstanden sind. Die vulkanisch-magmatische Tätigkeit habe erst wesentlich später begonnen.

Siehe auch

Literatur

  • Walther Cloos: Lebensstufen der Erde. Beiträge zu einer organischen Gesteins- und Mineralkunde, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1984 ISBN 978-3772504853
  • Dankmar Bosse: Die gemeinsame Evolution von Erde und Mensch: Entwurf einer Geologie und Paläontologie der lebendigen Erde, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgat 2002, ISBN 978-3772515934