Holozän

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Rekonstruktion des Temperaturverlaufs der Erde während der letzten 12.000 Jahre.

Das Holozän (von griech. ὅλος holos „ganz, völlig“ und καινός kainós „neu“; sinngemäß also „das ganz Neue“), veraltet auch als Alluvium („das Angeschwemmte“, von lat. alluvio „Anschwemmung“) bezeichnet, ist der Zeitabschnitt der Erdentwicklung, in dem wir gegenwärtig leben. Es begann mit der Erwärmung der Erde am Ende des Pleistozäns vor etwa 11.700 Jahren, die zu einem deutlichen Anstieg des Meeresspiegels geführt hat. Klimatologisch beginnt mit dem Holozän die an die letzte Kaltzeit anschließende Warmzeit innerhalb des gegenwärtig noch andauernden känozoischen Eiszeitalters. Solche Warmphasen (Interglaziale) dauern nach heutiger Einschätzung nur etwa 15.000 Jahre und werden dann wieder von etwa 100.000 Jahre dauernden Kaltzeiten (Glaziale) abgelöst, die nach der vorherrschenden wissenschaftlichen Meinung an die gleich langen periodischen Veränderungen der Exzentrizität der Erdumlaufbahn gekoppelt ist. Diese Periodizität stellte sich erstmals vor rund 700.000 Jahren ein. Davor betrug sie nur etwa 41.000 Jahre und korrelierte damals mit den periodischen Schwankungen der Erdrotationsachse.

Das Holozän entspricht damit ziemlich genau dem von Rudolf Steiner genannten nachatlantischen Zeitalter (7227 v. Chr. - 7893 n. Chr.), das sich an den Untergang der Atlantis anschloss und in dem sich die Menschheit durch sieben Kulturepochen entwickelt. Rudolf Steiner wies auch darauf hin, dass die mittelalterliche Warmzeit, das mittelalterliche Klimaoptimum, das etwas nach 900 begonnen hat und vor 1400 endete, ungefähr die Mitte des ganzen nachatlantischen Zeitalters bildet.

„Denn da finden wir, wenn wir etwa 10000 Jahre vorwärtsgehen und 10000 Jahre zurückgehen von diesem Zeitpunkt, die größtmögliche Ausbildung der Eiszeiten in diesen Gegenden, jener Eiszeiten, welche ganz gewiß eine besondere menschliche Entwickelung nicht aufkommen lassen. Wir haben also, wenn wir so die Entwickelung dieses Gebietes von Europa überblicken, im 10. Jahrtausend vor der christlichen Zeitrechnung eine eiszeitliche Verödung in der Kultur, und werden sie wieder haben etwa 10 000 Jahre nach diesem Zeitpunkte.“ (Lit.:GA 323, S. 118f)

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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