Eretz Israel

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Der moderne Staat Israel

Eretz Israel, wörtlich übersetzt: Land Israel(s) (hebr. ארץ ישראל „Land der Gottesstreiter“, von ארץ eretz „Land“, שרה sarah „ringen, kämpfen“ bzw. שרר sarar „herrschen“ und dem semitischen Gottesnamen hebr. אל EL), ist eine traditionelle hebräische Bezeichnung für das Land, das in der Bibel meist Land Kanaan genannt wird, in dem die Israeliten nach biblischer Darstellung sesshaft wurden und mehrere Jahrhunderte neben Kanaanäern, Philistern und anderen Völkern lebten. Der Name Israel wurde urspünglich Jakob verliehen, dem Stammvater der zwölf Stämme Israels, nachdem er am Fluss Jabbok siegreich mit seinem göttlichen Gegner gerungen hatte und von diesem gesegnet wurde:

„23 Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und die beiden Mägde und seine elf Söhne und zog durch die Furt des Jabbok. 24 Er nahm sie und führte sie durch den Fluss, sodass hinüberkam, was er hatte. 25 Jakob aber blieb allein zurück. Da rang einer mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, rührte er an das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël: Denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet. 32 Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 33 Daher essen die Israeliten nicht das Muskelstück auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, weil er den Muskel am Gelenk der Hüfte Jakobs angerührt hatte.“

Genesis: 23-33 EU

Die Bezeichnung „Israel“ wurde seit dem Beginn des politischen Zionismus im 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen und wird auch im heutigen Israel häufiger verwendet, jedoch nicht, um den Staat zu bezeichnen, sondern das historische Heimatland der Juden. Eretz Israel meint ungefähr das Gebiet, das in europäischen Quellen seit der Antike traditionell Palästina, gelegentlich auch Südsyrien genannt wurde. Auch die Bezeichnung Palästina kommt in jüdischen Quellen vor.

Synonym wird außerdem Heiliges Land gebraucht. Diese Bezeichnung wurde historisch äußerst populär, insbesondere durch die Zeit der Kreuzzüge. In religiöser Hinsicht kann Eretz Israel auch mit Gelobtes Land (modern: Verheißenes Land) gleichgesetzt werden. Dieser Name bezieht sich auf die Bibelstellen, in denen das göttliche Versprechen zur Sprache kommt, das Land an Abraham und seine Nachkommen zu übergeben, erstmals im 1. Buch Mose (Gen 15,18 EU).

Weblinks

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