Jeshu ben Pandira

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Jeshu ben Pandira hat etwa hundert Jahre vor unserer Zeitrechnung als Verkünder des sich im physischen Leib inkarnierenden Christus gelebt und ist eigentlich diejenige Individualität, die 5000 Jahre nach dieser Zeit zum Buddha aufsteigen wird. Momentan ist er ein Bodhisattva, der nahezu alle hundert Jahre einmal verkörpert war. Jeshu ben Pandira wird in ungefähr 3000 Jahren derjenige Buddha sein, den man heute Maitreya nennt. Zu Steiners Lebzeiten war dieser Mensch inkarniert als Verkünder der Inkarnation des Christus im Ätherischen.

"Bevor der Christus auf Erden erschien durch das Mysterium von Golgatha, wurde auch die Lehre vom Christus vorbereitet. Auch damals ist der physische Christus verkündet worden. Es war hauptsächlich Jeshu ben Pandira, hundert Jahre vor Christus, der Vorläufer und Verkünder war. Auch er hatte den Namen Jesus, und er wurde zum Unterschied von dem Christus Jesus der Jesus ben Pandira, Sohn des Pandira, genannt. Dieser lebte etwa ein Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Um das zu wissen, braucht man kein Hellseher zu sein, denn das steht in rabbinischen Schriften, und diese Tatsache ist oft Anlass gewesen, ihn zu verwechseln mit dem Christus Jesus. Jeshu ben Pandira wurde zunächst gesteinigt und dann an die Pfähle des Kreuzes gehängt. Jesus von Nazareth wurde wirklich zunächst gekreuzigt.

Wer war dieser Jeshu ben Pandira? Er ist eine große Individualität, die seit Buddhas Zeiten - also sechshundert Jahre vor unserer Zeitrechnung - fast in jedem Jahrhundert einmal verkörpert war, um die Menschheit vorwärts zu bringen. Um ihn zu verstehen, müssen wir zurückgehen bis zur Wesenheit des Buddha. Wir wissen ja, dass Buddha gelebt hat als Königssohn des Hauses der Sakja fünf und ein halbes Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Diejenige Individualität, die damals der Buddha wurde, war nicht auch vorher schon ein Buddha. Buddha, jener Königssohn, der der Menschheit die Lehre vom Mitleid brachte, wurde damals nicht als Buddha geboren. Denn Buddha ist keine Individualität, Buddha ist eine Würde. Jener Buddha wurde geboren als Bodhisattva und wurde zum Buddha erhoben im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens, als er in Meditation versunken unter dem Bodhibaum saß und die Lehre vom Mitleid herunterholte aus den geistigen Höhen in die physische Welt. Ein Bodhisattva war er vorher, also auch in seinen vorhergehenden Inkarnationen, und dann wurde er ein Buddha. Nun ist es aber so, dass dadurch gleichsam die Stelle eines Bodhisattva, das ist die Stelle eines Lehrers der Menschheit in physischer Gestalt, für ein gewisses Zeitalter frei wurde und wieder besetzt werden musste. Als der Bodhisattva, der sich hier inkarnierte, im neunundzwanzigsten Jahre seines Lebens zum Buddha aufstieg, wurde die Würde des Bodhisattva sofort an eine andere Individualität übertragen. Wir haben also zu reden von dem Nachfolger des Bodhisattva, der hier zur Buddha-Würde aufgestiegen ist. Der Nachfolger des Gautama-Buddha-Bodhisattvas wurde jene Individualität, welche damals, hundert Jahre vor Christus, als Jesus ben Pandira inkarniert war, als ein Verkünder des Christus im physischen Leibe.

Er ist nun der Bodhisattva der Menschheit, bis er einst nach dreitausend Jahren, von heute an gerechnet, seinerseits zum Buddha aufrücken wird. Er wird also gerade fünftausend Jahre brauchen, um aus einem Bodhisattva ein Buddha zu werden. Er, der nahezu alle hundert Jahre einmal verkörpert gewesen ist seitdem, er ist auch jetzt schon verkörpert und wird der eigentliche Verkünder des Christus im ätherischen Gewände sein, gleichwie er damals den Christus als physischen Christus vorausverkündete. Und viele von uns werden es noch selbst erleben, dass es in den dreißiger Jahren Menschen geben wird - und später im Laufe dieses Jahrhunderts immer mehr und mehr -, die den Christus in ätherischem Gewände schauen werden. Um dies vorzubereiten, ist Geisteswissenschaft da, und jeder, der mitarbeitet an dem geisteswissenschaftlichen Werke, hilft mit an diesem Vorbereiten." GA 130, S. 119f.

"In dem fleischlichen Leibe dieses Jeshu ben Pandira war verkörpert der Nachfolger jenes Bodhisattva, weicher in seiner letzten Erdeninkarnation in seinem neunundzwanzigsten Jahre zum Gotama Buddha aufgestiegen ist. Jeder Bodhisattva, der zu einem Buddha aufsteigt, hat einen Nachfolger. Diese orientalische Tradition ist durchaus auch entsprechend den okkulten Forschungen. Und jener Bodhisattva, der damals gewirkt hat für die Vorbereitung des Christus-Ereignisses, war immer wieder und wieder verkörpert. Eine dieser Verkörperungen ist auch für das zwanzigste Jahrhundert anzusetzen. Es ist nicht möglich, in dieser Stunde Genaueres über die Wiederverkörperung dieses Bodhisattva zu sagen; es kann aber einiges gesagt werden über die Art, wie man einen solchen Bodhisattva in seiner Wiederverkörperung erkennen kann.

Durch ein Gesetz, welches auch in künftigen Vorträgen bewiesen und auseinandergesetzt werden wird, ist es eine Eigentümlichkeit dieses Bodhisattva, daß er, wenn er wiederverkörpert erscheint — und er erscheint immer wieder verkörpert im Laufe der Jahrhunderte —, seinem späteren Wirken in seiner Jugend recht unähnlich, ist, und daß immer in einem ganz bestimmten Lebenszeitpunkt dieses wiederverkörperten Bodhisattva etwas wie ein großer Umschwung, eine große Verwandlung eintritt. Oder real ausgedrückt: die Menschen werden erleben, daß da oder dort ein mehr oder weniger begabtes Kind lebt, dem man es nicht anmerkt, daß es zur Vorbereitung der künftigen Menschheitsentwickelung Besonderes zu leisten hat. Niemand zeigt in seiner Jugend, in seinen ersten Kindheitsjahren so wenig das, was er eigentlich ist — so sagt die okkulte Forschung — als gerade der, welcher sich als ein Bodhisattva verkörperen soll. Denn für einen sich verkörpernden Bodhisattva tritt ein großer Umschwung ein in einem ganz bestimmten Zeitpunkt seines Lebens.

Verkörpert sich eine Individualität der grauen Vorzeit, zum Beispiel Moses, so ist es nicht so, wie es bei der Christus-Individualität war, wo die andere Individualität des Jesus von Nazareth die Hüllen verlassen hat. Bei dem Bodhisattva wird es so sein, daß zwar auch so etwas wie eine Auswechslung eintritt, aber die Individualität bleibt in einer gewissen Weise; und die Individualität, die dann eintritt aus grauer Vorzeit — als Patriarch und so weiter — und neue Kräfte für die Entwickelung der Menschheit bringen soll, die taucht unter; und ein solcher Mensch erlebt dadurch eine gewaltige Umwandelung. Diese Umwandelung tritt besonders zwischen dem dreißigsten und dreiunddreißigsten Jahre ein. Und immer ist es so, daß man niemals wissen kann, bevor diese Verwandlung eintritt, daß gerade dieser Leib ergriffen werden wird von dem Bodhisattva. Niemals zeigt es sich in den Jugendjahren; sondern daß gerade die späteren Jahre so unähnlich sind den Jugendjahren, das ist das Kennzeichen.

Der, welcher in Jeshu ben Pandira verkörpert war, und der immer wieder verkörpert war, der Bodhisattva, der auf den Gotama Buddha gefolgt ist, er hat sich vorbereitet auf seine Bodhisattva-Inkarnation, daß er erscheinen kann — und zwar stimmt hier auch wieder die okkulte Forschung mit den orientalischen Traditionen überein — und zur Buddha-Würde aufsteigen kann genau fünftausend Jahre nach der Erleuchtung des Gotama Buddha unter dem Bodhibaum. Dann, dreitausend Jahre nach unserer Zeit wird jener Bodhisattva, zurückblickend auf alles, was in der neuen Epoche geschehen ist, und zurückblickend auf den Christus-Impuls und alles, was damit zusammenhängt, so sprechen, daß eine Sprache von seinen Lippen kommen wird, welche das verwirklichen wird, was eben charakterisiert worden ist: daß Intellektualität unmittelbar ein Moralisches ist. Ein Bringer des Guten durch das Wort, durch den Logos, wird der künftige Bodhisattva sein, der alles, was er hat, in den Dienst des Christus-Impulses stellen wird, und der in einer Sprache sprechen wird, die heute noch keinem Menschen eigen, die aber so heilig ist, daß er genannt werden kann ein Bringer des Guten. Bei ihm wird sich dies auch nicht in der Jugend zeigen; sondern ebenfalls in der Zeit seines dreiunddreißigsten Jahres ungefähr wird er wie ein neuer Mensch erscheinen und sich als derjenige geben, welcher sich erfüllen kann mit einer höheren Individualität. Das Ereignis, daß eine einmalige Inkarnation im Fleische eintritt, gilt nur für den Christus- Jesus. Alle Bodhisattvas machen verschiedene aufeinanderfolgende Inkarnationen auf dem physischen Plane durch. So wird dieser Bodhisattva dreitausend Jahre nach unserer Zeit so weit sein, daß er ein Bringer des Guten, ein Maitreya-Buddha sein wird, der seine Worte des Guten in den Dienst des Christus-Impulses stellen wird, in den bis dahin eine genügende Anzahl von Menschen sich eingelebt haben wird. So sagt es uns heute die Perspektive für die künftige Entwickelung der Menschheit." (Lit.: GA 131, S. 224ff)

In GA 123 gibt Rudolf Steiner eine etwas abweichende Darstellung, nach der Jeshu ben Pandira nicht dieser Bodhisattva selbst war, sondern durch ihn inspiriert wurde:

"Vom 6. Jahrhundert der vorchristlichen Zeit bis in unsere Zeit hinein ist nun an die Stelle jenes Bodhisattva, der damals Buddha wurde, sein Nachfolger in die Reihe der großen Lehrer getreten, jener, der später zum Maitreya Buddha werden wird. Daher haben wir die Lehre, welche die Menschheit notwendig hatte seit jener Zeit, da Gautama Buddha, der Sohn des Königs Suddhodana wirkte, dort zu suchen, wo jener Bodhisattva, der sein Nachfolger ist, die Inspiration ausübt, wo er sozusagen einfließen laßt in seine Schüler, in seine Zöglinge dasjenige, was sie der Welt mitteilen sollen. - Ich habe gestern schon darauf aufmerksam gemacht, wie ausersehen war zu einem Instrument für diesen Bodhisattva alles, was zum Beispiel vereinigt war in den Therapeuten- und Essäergemeinden, und daß zu den bedeutendsten, zu den erhabensten und reinsten Persönlichkeiten innerhalb der Essäergemeinden Jesus, Sohn des Pandira, gehörte. So müssen wir gleichsam hereinscheinen sehen den Lehrgehalt jenes Bodhisattva in die Erdenmenschheit durch die Essäer. Die eigentlichen Essäergemeinden waren dem tieferen Lehrgehalt nach - davon können Sie sich auch durch die äußere Geschichte überzeugen - verhältnismäßig bald verschwunden, nachdem das Christus- Ereignis sich auf der Erde abgespielt hatte. Daher wird es nicht gar so unglaublich erscheinen, wenn ich sage, daß im Grunde die Therapeuten- und Essäergemeinden wesentlich dazu eingerichtet waren, um aus den geistigen Regionen, aus den Sphären der Bodhisattvas dasjenige heruntergelangen zu lassen, was man brauchte, um das große, bedeutsame Ereignis der Christus-Erscheinung zu begreifen. Die wichtigsten Lehren, die der Menschheit zugekommen sind, um das Christus- Ereignis zu begreifen, stammten aus den Therapeuten- und Essäergemeinden. So war gewissermaßen Jesus, der Sohn des Pandira, dazu ausersehen, sich von dem Bodhisattva, der der Maitreya Buddha werden wird und der hineinwirkte in die Essäergemeinden, inspirieren zu lassen zu solchen Lehren, welche das Mysterium von Palästina, das Mysterium des Christus verständlich machen konnten." GA 123, S. 93f

"In diesem Jeshu ben Pandira haben wir eine Persönlichkeit zu sehen, die unter dem Schutze des Bodhisattva steht, welcher der Nachfolger jenes Bodhisattva ist, der als der Sohn des Königs Suddhodana später zum Buddha geworden ist." GA 123, S. 90

Laut Rudolf Steiner hatte Jeshu ben Pandira fünf Schüler, von denen Mathai und Nezer besonders bedeutend waren:

"... dieser Jeshu ben Pandira, der den Okkultisten ziemlich genau bekannt ist, hatte fünf Schüler, von denen jeder einen besonderen Zweig der gemeinsamen großen Lehre des Jeshu ben Pandira übernahm und für sich dann fortsetzte. Diese fünf Schüler des Jeshu ben Pandira trugen folgende Namen: Mathai, Nakai, der dritte Schüler hatte, weil er besonders aus der Klasse der Nezer war, geradezu den Namen Nezer, dann Boni und Thona. Diese fünf Schüler oder Jünger des Jeshu ben Pandira, der ein Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in der schon erzählten Weise den Märtyrertod wegen Gotteslästerung und Häresie erlitten hat, pflanzten sozusagen in fünf verschiedenen Zweigen fort die große, umfassende Lehre des Jeshu ben Pandira. Insbesondere wurde - so lehrt die geisteswissenschaftliche Forschung - nach dem Tode des Jeshu ben Pandira die Lehre von der Zubereitung des Blutes für den zu erscheinenden Jesus des Matthäus-Evangeliums fortgepflanzt durch den Schüler Mathai. Und jene Lehre von der inneren Seelenverfassung, welche mit dem alten Nasireat, aber auch mit dem neueren Nezertum zusammenhing, wurde fortgesetzt von dem anderen großen Schüler des Jeshu ben Pandira, von Nezer. Und Nezer war insbesondere dazu ausersehen, eine kleine Kolonie zu gründen. Solcher Kolonien der Essäer gab es in Palästina eine ganze Anzahl, und in einer jeden wurde ein besonderer Zweig des Essäerturas gepflegt. Das Nezertum, das besonders der Schüler Nezer weiter zu pflegen hatte, sollte vor allem in jener Kolonie gepflegt werden, die ein geheimnisvolles Dasein führte und im Grunde einen kleinen Ort nur bildete in der damaligen Zeit, in der Kolonie, die dann in der Bibel den Namen Nazareth empfing. Dort in Nazareth - Nezereth - war eine Essäerkolonie angelegt von Nezer, dem Schüler des Jeshu ben Pandira. Da waren Leute - in ziemlich strengem Geheimnis lebten sie -, die das alte Nasireat pflegten. Daher gab es, nachdem jene anderen Vorgänge sich vollzogen hatten, über die ich noch zu sprechen habe, nach der Übersiedelung nach Ägypten und der Rückkehr von dort für den Jesus des Matthäus-Evangeliums nichts Näherliegendes, als daß er in die Atmosphäre dieses Nezertums gebracht wurde. Das wird auch angedeutet mit dem entsprechenden Wort des Matthäus-Evangeliums nach der Rückkehr aus Ägypten: Er wurde in das Fleckchen Nazareth gebracht, «auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch die Propheten: Er soll ein Nazaräer werden» (Matth. 2, 23). - Das ist in der verschiedensten Weise dann übersetzt worden, weil die Übersetzer den Sinn nicht recht kannten und keiner so recht wußte, was damit gemeint war. Darum handelte es sich: daß hier eine Essäerkolonie war, wo der Jesus zunächst heranwachsen sollte." (Lit.: GA 123, S. 118f)

„Man versuchte seit langer Zeit in den Kreisen derer, die da wissen, die Möglichkeit herbeizuführen, daß sozusagen wenigstens einige die herannahende Zeit begreifen, dasjenige begreifen, was sich da vorbereitet: was auf der einen Seite die Menschen in die Schlinge führt, und was auf der anderen Seite die Menschen wiederum hinaufführt durch die Erscheinung des Christus. Das wurde prophetisch gelehrt. Und derjenige, der etwas mehr als ein Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ausersehen war, prophetisch das zu lehren in Kreisen, die dies verstehen konnten, war ein Eingeweihter der Essäergemeinde, die jenen Kreisen nahe war, in die Christus hineintrat, und der verkündete: es werde der kommen, der die Menschheit wiederum aufwärts führt. Derjenige, der dieses innerhalb der Essäergemeinde lehrte, war eine sehr bedeutende Individualität. Die äußere Geschichte kennt ihn eigentlich wenig, aber er ist sagenhaft überliefert wenigstens bei einzelnen Schriftstellern, so daß er nicht eine bloß mythologische Figur ist oder nur aus der Geisteswissenschaft heraus genannt wird. Er hat hundert Jahre vor Christus gelebt, hat auch Aufzeichnungen machen lassen durch einen seiner fünf bis sechs Schüler. Einer der Schüler dieser Persönlichkeit, die auf Christus hinwies, die ihn voraus verkündete, wußte, um was es sich handelt. Es hatte jene Persönlichkeit einen Schüler, der Mathai genannt wurde, der das aufzeichnete, was die Geheimnisse über den Christus sind. Die Persönlichkeit aber war Jeshu ben Pandira. Dafür, daß er solches gelehrt hat, mußte er auch das entsprechende Martyrium erdulden. Er ist in seiner Gegend gesteinigt und nach der Steinigung - tot - aufgehängt worden. Dieser Jeshu ben Pandira - man darf ihn nicht verwechseln mit Jesus von Nazareth -, der der große Vorverkünder des Christus war, hatte aufzeichnen lassen, was er wußte, und diese Urkunde kam dann in die Hände desjenigen, der sie da hineinfügte mit ihren Geheimnissen in das Evangelium, das wir das Evangelium nach Matthäus nennen. Das ist eine wichtige, eine hervorragend wichtige Tatsache, einzusehen: erstens die Notwendigkeit des Christus-Impulses, dann, geisteswissenschaftlich-historisch, wie Jeshu ben Pandira in gewisser Weise sogar bildlich vorlebt - indem er zuerst gesteinigt und dann gleichsam hinterher gekreuzigt wird - das, was dann als das Christus-Mysterium von Golgatha sich vollzieht. Christus ist ja nicht gesteinigt, sondern gekreuzigt worden. Und in diesem Tode geschieht das Wunderbare, daß dazumal, in dem Moment, in welchem das Blut aus den Wunden floß, in die Erdatmosphäre dasjenige überging, was dann denen, die in ihren Ätherleib bei der Rückschau dieses Ereignis aufnehmen, die durchschreiten durch dieses Ereignis, die gleichsam hineinschauen in das Grab des Christus, das bringt, daß sie, indem sie durch diesen Punkt schreiten, in eine lichtvolle Vergangenheit hineinkommen. Dagegen wird sich ohne dieses Ereignis Finsternis verbreiten über alles, was vorher lag.“ (Lit.:GA 125, S. 179f)

Siehe auch

Literatur

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