Merkurdurchgang

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Der Merkurdurchgang, der Durchgang des ätherischen Merkur durch die dann bereits in den astralischen Zustand übergegangene Erde bestimmt die zweite Hälfte der Erdentwicklung, so wie der Marsdurchgang die erste Hälfte geprägt hat. Bereits seit der Mitte der atlantischen Zeit steht die Menschheit unter der Wirkung dieser Merkurkräfte. Dadurch ist auch das Quecksilber auf die Erde gekommen. Seelisch hängen die Merkurkräfte eng zusammen mit der Bewusstseinsseele, so wie die Marskräfte mit der Verstandesseele. Die großen Eingeweihten der Menschheit, wie etwa Buddha oder Hermes, sind stark mit diesen Merkurkräften verbunden und arbeiten mit ihnen an der künftigen Entwicklung der Erde und der Menschheit mit. Sie werden deshalb auch als Merkureingeweihte bezeichnet.

"Wir wissen, die Erde geht hindurch durch den Saturn, die Sonne, den Mond, die Erde, den Jupiter, die Venus und den Vulkan. So spricht man es gewöhnlich aus und so ist es auch richtig. Ich habe aber auch schon darauf hingewiesen, daß die Erdenentwickelung zerfällt in die Marszeit und in die Merkurzeit wegen des geheimnisvollen Zusammenhangs, der da in der ersten Hälfte des Erdzustandes zwischen Erde und Mars und in der zweiten Hälfte zwischen Erde und Merkur besteht. Daher setzt man an Stelle der Erde auch Mars und Merkur. Man sagt, die Erde geht durch in ihrer Entwicklung durch Saturn, Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus. So haben wir also als das Gestirn, das als das eigentlich Tonangebende, als die Kraft im zweiten Zeitraum der Erde sich darstellt, den Merkur. Der Merkur ist der Stern, der uns repräsentiert die richtunggebende Kraft, als Richtung nach aufwärts, die der Mensch einschlagen muß." (Lit.: GA 104, S. 82f)

Durch den Merkurdurchgang wurde der Erdentwicklung nicht nur das Quecksilber einverleibt, sondern auch das Buddhi-Prinzip veranlagt, das in enger Beziehung zu dem Christus steht:

"Alle mineralischen Stoffe haben sich allmählich verdichtet. Wenn die Menschen nun sich immer mehr vergeistigen werden, dann wird das Quecksilber (Merkur) fest werden. So wie das Wasser jetzt, so bildeten einstmals auch das Gold und das Silber Tropfen. Es hängt mit dem ganzen Prozeß der Erdenentwickelung zusammen, daß das Merkur jetzt noch flüssig ist. Es wird fest werden, wenn der Götterbote Merkur seine Aufgabe erfüllt haben wird. Vom Merkur ist damals, in der Mitte der atlantischen Wurzelrasse, in ätherischer Form das Quecksilber geholt worden. Hätten wir nicht das Quecksilber, so hätten wir nicht das Christus-Prinzip. In den Tropfen des Quecksilbers hat man das zu sehen, was in der Mitte der atlantischen Zeit der Erde einverleibt wurde.

Als das Marsprinzip (Kama-Manas) der Erde einverleibt wurde, da wurde vom Mars das Eisen auf die Erde heruntergeholt. Das Eisen stammt vom Mars. Es war zuerst in astraler Form vorhanden und hat sich dann verdichtet. Wenn wir die Erde zurückverfolgen bis zu jenem Zeitpunkte, so finden wir immer weniger warmblütige Tiere. Erst in der Mitte der lemurischen Zeit tritt zugleich mit dem Marsimpuls das warme Blut auf. Eisen kam damals ins Blut hinein. Eisen ist das, was in allen okkulten Schriften mit dem Mars zusammengebracht wird, Quecksilber mit Buddhi-Merkur. Gewisse Leute haben das von den Adepten gelernt. Die Erde wird deshalb aufgefaßt als Mars und Merkur. Alles was nicht vom Mars und vom Merkur stammt, ist vom Monde herübergekommen." (Lit.: GA 93a, S. 207f)

"Der Mensch war nicht auf dem Mars; aber seine Verstandesseele steht so in einer esoterischen Beziehung zu diesem Planeten, daß ihre Kräfte von ihm heruntergeholt sind. Räumlich hat man sich das so vorzustellen, daß die Erde, bevor sie in ihrer vierten Runde selbst ätherisch (also physisch) geworden ist, durch den Mars - der damals ätherisch war, hindurchgegangen ist. Schematisch hat man sich das so vorzustellen:

Zeichnung aus GA 89, S 75

Dieser Durchgang dauerte sogar noch herein in die physische Erdenzeit; und während er sich vollzog, entnahmen die leitenden Wesen dem Mars die zur Verstandesseele notwendige Kamamaterie, und da diese ihr physisches Vehikel im warmen Blut hat (im Aresblut des Kampfmenschen), so wurde damals das Eisen der Erde eingefügt, das ein Bestandteil des Blutes ist. -

Ebenso wenig wird der Mensch jemals den Merkur wirklich bewohnen, wohl aber steht er seit der Mitte der Atlantischen Welt mit der Kamamaterie (eigentlich Kama-Manas-Materie) des Merkur in Verbindung, und aus ihr haben die leitenden Wesen die menschliche Bewußtseinsseele mit Kräften versehen. Als physisches Vehikel ist durch diese Einwirkung des Merkur das Quecksilber (Merkur) auf die Erde gekommen. Nach der Entwickelung der Erde zum plastischen Zustand wird räumlich die Erde durch den Merkur durchgehen. Die Erde selbst wird dann astral sein, der Merkur aber ätherisch. - Schematisch ist das so:

Zeichnung aus GA 89, S 76

" (Lit.: GA 89, S. 74ff)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Bewußtsein – Leben – Form , GA 89 (2001), ISBN 3-7274-0890-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987), ISBN 3-7274-0935-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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