Pinchas ben Eleasar

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Pinchas ben Eleasar (hebr. פִּֽינְחָס֙ בֶּן־ אֶלְעָזָ֔ר), auch Pinhas oder Pinehas aus dem Stamm Levi wird im 4. Buch Mose erwähnt und war der Sohn des Eleasar, dem er als Hohepriester nachfolgte, und der Enkel des Hohepriesters Aaron, dem ältesten Bruder Moses. Nach Rudolf Steiner wurde er später als der Prophet Elias und danach als Johannes der Täufer wiedergeboren. Weitere Inkarnationen sind nach Rudolf Steiner der Renaissancemaler Raffael und der Dichter Novalis. Es handelt sich um die von Steiner wohl am gründlichsten untersuchte Reinkarnationslinie, über die er auch immer wieder ausführlich gesprochen hat.

Während die Israeliten bei Schittim im Jordantal nahe Jericho lagerten, ließen sie sich mit den Töchtern der Moabiter ein, die sie verführten dem Baal zu opfern, was den Zorn Jahves erregte. Um Jahve zu besänftigen, durchbohrte Pinchas im "Eifer" den Israeliten Zimri und seine midianitische Gespielin Kosbi beim Liebesakt mit einem Speer:

„1 Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter; 2 die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. 3 Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel 4 und er sprach zu Mose: Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor dem HERRN auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des HERRN von Israel wende. 5 Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben. 6 Und siehe, ein Mann aus Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianiterin vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Israeliten, die da weinten vor der Tür der Stiftshütte. 7 Als das Pinhas sah, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spieß in seine Hand 8 und ging dem israelitischen Mann nach in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Leib. Da hörte die Plage auf unter den Israeliten. 9 Es waren aber durch die Plage getötet worden vierundzwanzigtausend. 10 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 11 Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Israeliten gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Israeliten vertilgte. 12 Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens, 13 und dieser Bund soll ihm und seinen Nachkommen das ewige Priestertum zuteilen, weil er für seinen Gott geeifert und für die Israeliten Sühne geschafft hat. 14 Der israelitische Mann aber, der erschlagen wurde mit der Midianiterin, hieß Simri, der Sohn Salus, der Oberste einer Sippe der Simeoniter. 15 Die midianitische Frau, die auch erschlagen wurde, hieß Kosbi, eine Tochter Zurs, des Hauptes eines Geschlechtes unter den Midianitern. 16 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 17 Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie; 18 denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie gegen euch geübt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter eines Obersten der Midianiter, die erschlagen wurde am Tag der Plage, die um des Peor willen kam.“

Altes Testament: 4 Mos 25,1-18 LUT

"Es wird im 4. Buch Mose im 25. Kapitel dargestellt, wie Israel zum Götzendienst verführt wird, aber durch einen Mann gerettet wird. Durch die Entschlossenheit eines Mannes geschieht es, dass die Israeliten, das althebräische Volk, nicht völlig damals zum Götzendienstgetrieben werden. Wer ist dieser Mann? Er ist derjenige, von dem uns in diesem 4. Buch Mose erzählt wird, dass er die Kraft hatte, hinzutreten vor das althebräische Volk, das dem Götzendienst der umliegenden Völker zu verfallen drohte, und einzutreten für den Gott, der durch Moses geoffenbart worden ist; eine starke Seele. Dieses Eintreten für den Gott wird gewöhnlich in der deutschen Sprache übersetzt mit «eifern»; es ist aber dieses Eifern nicht im schlimmen Sinne gedacht, sondern es heißt einfach «sich kraftvoll einsetzen». Da lesen wir 4. Mose 25, 10-12:

«Und der Herr redete mit Moses und sprach: Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgte. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens.»

Das sprach Jahve zu Moses. Wir haben auch nach der althebräischen Geheimlehre gerade in dieser Stelle etwas außerordentlich Bedeutsames zu sehen. Und die neuere okkulte Forschung bestätigt das. Wir wissen, dass von Aaron heruntergeht die Reihenfolge derjenigen, welche das Hohepriestertum des alten Israel darstellen, in denen also fortlebt die Essenz dessen, was durch das jüdische Volk der Menschheit gegeben war. An der Stelle der Weltgeschichte, auf die dort hingedeutet wurde, wird auch nach der althebräischen Geheimlehre und nach der neueren okkulten Forschung auf nichts Geringeres hingedeutet, als dass Jahve dem Moses mitteilte, dass er in Pinehas, dem Sohn des Eleasar, dem Sohn des Aaron, also in dem Enkel des Aaron, einen besonderen Priester, der für ihn eintritt, der mit ihm verbunden ist, dem althebräischen Volke übergibt. Und diese Geheimlehre und die neuere okkulte Forschung sagen da, dass in des Pinehas Leibe dieselbe Seele lebte, die später in Elias vorhanden war. Damit haben wir eine fortlaufende Linie, die wir ja für gewisse Punkte schon bezeichnet haben. In dem Enkel des Aaron haben wir die Seele, auf die es uns ankommt; da wirkt sie, in Pinehas. Wir haben sie dann wieder in Elias-Naboth, dann in Johannes dem Täufer, und wir wissen ja, wie sie danach ihren weiteren Weg durch die Menschheitsevolution macht." (Lit.: GA 139, S. 155f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Das Markus-Evangelium, GA 139 (1985), ISBN 3-7274-1390-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
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