Ware

Aus AnthroWiki
(Weitergeleitet von Produkt)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Nebenparadigma des sozialen Organismus: Kapital - Arbeit - Ware (GA 296, S 64)

Unter dem Begriff Ware (von mhd. war(e) = in Verwahrung Genommenes; eng. commodity/good) werden allgemein (durch menschliche wie maschinelle Arbeit erzeugte) materielle oder immaterielle Güter oder Leistungen verstanden, die zum Gebrauch oder Verbrauch bestimmt sind und im Handel auf einem Markt zum Verkauf, zumeist gegen Geld, bereitgestellt, angeboten und nachgefragt werden.

„Was ist nun eine Ware vor der Wirklichkeit gedacht? - Ein Grundstück ist als solches noch keine Ware. Die Kohle, die unter der Erde sich befindet, ist als solche noch keine Ware. Eine Ware ist nur das, was in Zusammenhang gekommen ist mit menschlicher Tätigkeit, entweder seinem inneren Wesen nach durch menschliche Tätigkeit verändert oder durch menschliche Tätigkeit von einem Orte zum andern gebracht worden ist.“ (Lit.:GA 189, S. 107)


(Neo)-klassische Auffassung

"Gut, das auf dem Markt angeboten und nachgefragt wird." (Gabler-Wirtschaftslexikon)

Marxistisches Verständnis von 'Ware'

"Güter, die für den Verkauf über Märkte zur Fremdbedarfsdeckung erzeugt werden. Ihr Preis entspreche dem Tauschwert." (Gabler-Wirtschaftslexikon)

Bei Marx sind die Begriffe Arbeit, Wert, Ware, Geld und Preis dialektisch auseinander entwickelt und aufeinander bezogen. (Die dialektische Methode übernahm Marx von Hegel, vgl. Dialektik und Dialektischer Materialismus). Jeder einzelne Begriff hat dabei eine gedoppelte bzw. geschachtelte Bedeutung, hat zwei Aspekte, aus denen er entwickelt wird, bzw. die über ihn hinausweisen. Solch ein Begriffspaar sind z.B. Gebrauchswert und Tauschwert von Arbeitsprodukten. Der Begriff Ware ist zwischen Arbeit und Geld angesiedelt. Ware ist ein menschliches Arbeitsprodukt mit Tauschwert, d.h. mit Geldäquivalent. Dieser ergibt sich (als realisierter) aus dem Verhältnis der Waren untereinander im Austauschprozeß, und macht den Geldaspekt der Waren aus. Er unterscheidet sich jedoch oft vom angezielten Tauschwert. Der Tauschwert ist jedoch nicht der konkrete Wert, der durch die Arbeit in die Ware hineingekommen ist. Dieser Wert der Arbeit steht in Relation zum Gebrauchswert, den die Ware als Gut für andere Konsumenten hat. Außer der konkret verausgabten Produktionsarbeit und dem konkreten Gebrauchtwert für den Konsumenten erkennt Marx keinen weiteren Wertbildungsfaktor bzw. kein anderes Wertmaß an. (Marx kommt in seiner Arbeitswertlehre von der unvergleichlichen konkreten Arbeit, die in einem Produkt steckt, aber zu einem Wertbegriff, der sich auf durchschnittlich verausgabte Arbeitszeit für ein Produkt gründet.) Gleichwohl wird in der Dynamik der wirtschaftlichen Praxis der abstrakte Geldwert der zirkulierenden Ware wirksam. Grob vereinfacht gesagt, bringt der Tauschwert als Geldwert etwas Falsches in die Wirtschaft hinein, woraus sich dann der Kapitalismus entwickelt hat. Dieser ist im Warencharakter der menschlichen Arbeitsprodukte bereits angelegt, insofern den Waren der Geldaspekt eigen ist, weil sie für den Verkauf produziert werden. Der Marx'sche Warenbegriff ist daher von dem des Geldes nicht zu trennen. Andererseits wird Geld von Marx als eine besondere Ware angesehen. Im Kapitalismus dreht sich schließlich alles nur noch darum, mittels Gebrauchsgüterproduktion Geld zu produzieren.

Vgl. Arbeitswerttheorie (Marx), sowie Warenfetischismus.

„Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine »ungeheure Warensammlung«, die einzelne Ware als seine Elementarform. Unsere Untersuchung beginnt daher mit der Analyse der Ware.“ (Lit.: Karl Marx, Das Kapital, Bd.1, 1867 (aus wikiquote))

„Marx analysiert im »Kapital« zunächst das einfachste, gewöhnlichste, grundlegendste, massenhafteste, alltäglichste, milliardenfach zu beobachtende Verhältnis der bürgerlichen (Waren- ) Gesellschaft: den Warenaustausch. Die Analyse deckt in dieser einfachsten Erscheinung (in dieser »Zelle« der bürgerlichen Gesellschaft) alle Widersprüche (resp. die Keime aller Widersprüche) der modernen Gesellschaft auf.“ (Lit.: Lenin, Philosophische Hefte, Lenin-Werke 1989 Band 38, S. 340 (aus wikiquote))

„Zur Verwandlung von Geld in Kapital muss der Geldbesitzer also den freien Arbeiter auf dem Warenmarkt vorfinden, frei in dem Doppelsinn, dass er als freie Person über seine Arbeitskraft als seine Ware verfügt, dass er andrerseits andre Waren nicht zu verkaufen hat, los und ledig, frei ist von allen zur Verwirklichung seiner Arbeitskraft nötigen Sachen.“ (Lit.: Karl Marx, Das Kapital, Band 1. Zweiter Abschnitt: Die Verwandlung von Geld in Kapital. MEW 23, S. 183, 1867)

Ware: Ökonomischer Grundbegriff der sozialen Dreigliederung

GA- Textsammlung zum Begriff ‚Ware‘ und angrenzende Erläuterungen (Hervorhebungen ergänzt)

1. GA 186 (1990 ), “Die soziale Grundforderung unserer Zeit – In geänderter Zeitlage“, 2. Vortrag, 30. Nov. 1918

„Die meisten von den Fragen, die jetzt auftauchen, tauchen eben so auf, daß sie konfus angefaßt werden. Sollen sie in die Klarheit gehoben werden, so kann das nur durch die Geisteswissenschaft geschehen. Geld darf in der Zukunft kein Äquivalent sein für menschliche Arbeitskraft, sondern nur für tote Ware. Nur tote Ware wird man in Zukunft bekommen für Geld, nicht menschliche Arbeitskraft. Das ist von ungeheurer Wichtigkeit, meine lieben Freunde. Und jetzt bedenken Sie einmal, daß gerade aus der proletarischen Weltanschauung das in der verschiedensten Gestalt herausspringt, daß Arbeitskraft im modernen Industrialismus in erster Linie eine Ware ist. (...) Wenn zum Beispiel einer ein bloßer Erbe ist, dann wird er ja auch sich weiter Ware kaufen für das Geld, das er hat oder ererbte, und in den Waren steckt ja schon die Arbeitskraft der andern Leute. Also das ändert sich nicht, werden Sie sagen. Ja, wenn Sie abstrakt denken, so ändert sich nichts. Aber wenn Sie hineinschauen würden in die ganze Wirkung dessen, was da geschieht, wenn abgesondert wird die Beschaffung der Existenzmittel von der Arbeit, so werden Sie anders urteilen. Denn in der Wirklichkeit ist es nicht so, daß man bloß abstrakte Konsequenzen zieht, sondern da haben die Dinge auch ihre realen Wirkungen. Wenn es wirklich so sein wird, daß die Existenzmittelbeschaffung abgetrennt wird von der Arbeitsleistung, dann gibt es nämlich keine Erbschaften mehr. Das bewirkt eine solche Änderung der Struktur, daß man kein Geld hat anders als zur Warenbeschaffung. (...) Die Notwendigkeit wird aber eintreten, wenn die ExistenzmittelbeschafFung getrennt wird von der Arbeit, daß Geld verwendet wird, wenn es da ist, wenn es erzeugt wird als Äquivalent der Waren, die da sind. (...) Geld bedeutet ein Äquivalent für Ware und Arbeitskraft heute.“ (Lit.:GA 186, S. 49 - 52)

2. GA 189 (1980)‚ “Die soziale Frage als Bewusstseinsfrage“, 5. Vortrag, 2. März 1919

„Auf dem Wirtschaftsgebiete kann man überhaupt nichts anderes tun, als Ware gegen Ware austauschen - allerdings Ware dann im allerweitesten Sinne genommen. Alles Wirtschaftsleben besteht in Wirklichkeit nur im Austausch von Waren. Was ist nun eine Ware vor der Wirklichkeit gedacht? - Ein Grundstück ist als solches noch keine Ware. Die Kohle, die unter der Erde sich befindet, ist als solche noch keine Ware. Eine Ware ist nur das, was in Zusammenhang gekommen ist mit menschlicher Tätigkeit, entweder seinem inneren Wesen nach durch menschliche Tätigkeit verändert oder durch menschliche Tätigkeit von einem Orte zum andern gebracht worden ist. Wenn Sie diese zwei Eigenschaften nehmen, so finden Sie alles, was sich irgendwie unter den Begriff der Ware unterbringen läßt. Man hat viel gestritten über die Natur der Ware. Aber wer Einsicht hat in den volkswirtschaftlichen Zusammenhang, der weiß, daß vor der Wirklichkeit nur diese Definition der Ware einen Wert hat.“ (Lit.:GA 189, S. 107)

3. GA 023 (2010), “Die Kernpunkte der sozialen Frage”, April 1919

„Denn Geld kann im gesunden sozialen Organismus nichts anderes sein als eine Anweisung auf Waren, die von andern erzeugt sind und die man aus dem Gesamtgebiet des Wirtschaftslebens deshalb beziehen kann, weil man selbst erzeugte Waren an dieses Gebiet abgegeben hat. Durch den Geldverkehr wird ein Wirtschaftsgebiet eine einheitliche Wirtschaft. Jeder produziert auf dem Umwege durch das ganze Wirtschaftsleben für jeden. Innerhalb des Wirtschaftsgebietes hat man es nur mit Warenwerten zu tun. Für dieses Gebiet nehmen auch die Leistungen, die entstehen aus der geistigen und der staatlichen Organisation heraus, den Warencharakter an. Was ein Lehrer an seinen Schülern leistet, ist für den Wirtschaftskreislauf Ware. Dem Lehrer werden seine individuellen Fähigkeiten ebensowenig bezahlt wie dem Arbei-ter seine Arbeitskraft. Bezahlt kann beiden nur werden, was, von ihnen ausgehend, im Wirtschaftskreislauf Ware und Waren sein kann. Wie die freie Initiative, wie das Recht wirken sollen, damit die Ware zustande komme, das liegt ebenso außerhalb des Wirtschaftskreislaufes wie die Wirkung der Naturkräfte auf das Kornerträgnis in einem segensreichen oder einem magern Jahr.“ (Lit.:GA 23, S. 85)

4. GA 296 (1991), “Die Erziehungsfrage als soziale Frage”, 3. Vortrag, 11. August 1919

„Was ich heute werde zu sagen haben, wird eine Art Episode sein. Ich mochte, wie ich Ihnen schon mitgeteilt habe, über drei Begriffe kurz sprechen. Über drei Begriffe, welche, vollständig verstanden, zugleich bewirken das Verständnis des äußeren sozialen Lebens. Ich sage ausdrücklich: des äußeren sozialen Lebens, denn die drei Begriffe sind durchaus dem äußerlichen Zusammenwirken und Zusammen- arbeiten der Menschen entnommen. Es sind die drei Begriffe Ware, Arbeit, Kapital. Nun habe ich Ihnen bereits gesagt, daß sich die neuere Nationalökonomie aller Schattierungen vergeblich bemüht, über diese Begriffe in vollständige Klarheit zu kommen.“ (Lit.:GA 296, S. 54)

„Wir werden miteinander reden müssen in dem sozialen Organismus von Dingen, die in Bildern gesprochen sind. Und diese Bilder wird man uns glauben müssen. Dann werden aus der Wissenschaft hervorgehen diejenigen Menschen, die da sprechen können erst über das wirkliche Hineinstellen der Ware in den sozialen Organismus; denn die Ware, die erzeugt wird, entspricht dem menschlichen Bedürfnis. Keine abstrakten Begriffe können dieses menschliche Bedürfnis in seiner sozialen Wertung erfassen, sondern nur dasjenige menschliche Gemüt kann etwas darüber wissen, das durchtränkt worden ist von derjenigen Stimmung, die aus dem imaginativen Vorstellen kommt. (...) Und dasjenige, was Ware ist, man wird es fühlend verstehen in einer Wissenschaft, in der für Bilder Verständnis ist - in keiner anderen. (...) Wie heute unter den Menschen von der Arbeit geredet wird, das ist geradezu eine Torheit, denn die Arbeit als solche hat im Grunde genommen gar nichts zu tun mit der Erzeugung der Güter. Karl Marx nennt die Ware kristallisierte Arbeitskraft. Das ist bloßer Unsinn, nichts weiter. Denn dasjenige, um was es sich handelt, wenn der Mensch arbeitet, das ist, daß er in einer gewissen Weise sich selbst verbraucht. (...) Die Arbeit kann ganz die gleiche sein, wenn Sie Holz hacken oder wenn Sie Sport treiben. Nicht davon hängt es ab, wieviel Arbeitskraft Sie anwenden, sondern wozu diese Arbeitskraft angewendet wird im sozialen Leben. Arbeitskraft an sich hat mit dem sozialen Leben nichts zu tun, insofern dieses soziale Leben Güter oder Waren erzeugen soll. Daher wird es nötig sein im drei- gliedrigen sozialen Organismus, daß ein ganz anderer Antrieb zur Arbeit da sein muß als derjenige, Güter zu erzeugen. Die Güter müssen gewissermaßen durch die Arbeit erzeugt werden, weil die Arbeit eben auf etwas verwendet wird. Aber dasjenige, was zugrunde liegen muß, damit der Mensch arbeitet, das muß die Lust und Liebe zur Arbeit sein.“ (Lit.:GA 296, S. 59f.)

„Es wird sich hineinstellen das Kapital in den sozialen Organismus, wenn man wiederum zugeben wird, daß in den Menschen Intuition sein soll. Die Ware wird sich in der richtigen Weise hineinstellen, wenn man zugeben wird, daß Imagination sein soll; und die Arbeit wird sich in der richtigen Weise hineinstellen, wenn man zugeben wird, daß Inspiration sein soll. (...) Denn es bestehen Beziehungen hin und her von Arbeit zu Ware, von Ware zu Kapital, indem das Kapital die Ware kauft; es bestehen Beziehungen zwischen Arbeit und Kapital und so weiter, nur müssen Sie sie in dieser Weise anordnen, die drei Begriffe. (...) Was Imagination in bezug auf Ware bedeutet, man wird es nur lernen, wenn das Wirtschaftsleben rein herausgestaltet ist und die Menschen darauf ange wiesen sind, das Wirtschaftsleben in Brüderlichkeit zu verwalten. (...) (Tafel 3)“ (Lit.:GA 292, S. 61 - 64)

5. GA 191 (1989 ), “Soziales Verständnis aus geisterswissenschaftlicher Erkenntnis”, 3. Vortrag, 5. Oktober 1919 (Zum Erfassen des Begriffs der Ware ist Imagination, zum Begriff Arbeit Inspiration, zum Begriff Kapital Intuition erforderlich.)

„Das Soziale ist etwas, worin der Mensch als Mensch tätig ist. Naturwissenschaft begreift nur dasjenige, bei dem der Mensch nicht dabei ist. Nach dem Muster naturwissenschaftlicher Vorstellungen kann man niemals soziale Kräfte, soziale Betätigungen verstehen. Soziale Betätigung kann man nur mit jenem leichten Denken verstehen, welches man erhält aus einem solchen Gefühle heraus, das uns als Weltbürger uns erfühlen läßt. Es ist einfach so, daß ein solches weltbürgerliches Bewußtsein aus der Verwandtschaft mit Sonne und Mond entspringen muß. Erst wenn der Mensch nicht mehr sich so fühlt, daß er gewissermaßen auf die Erde angewiesen ist, wenn er sich so fühlt, als ob er ein vorübergehender Bewohner der Erde sei, der hereinträgt in dieses Erdendasein Sonnen- und Mondenkräfte, erst dann wird sein Denken so kraftvoll und zu gleicher Zeit so leicht, daß er die sozialen Begriffe wirklich so auffassen kann, wie sie im sozialen Dasein leben. Denn sehen Sie, gar mancher nationalökonomische Denker denkt, er könne mit der gewöhnlichen, der Naturwissenschaft nachgebildeten Vorstellungsart auch soziale Begriffe fassen. Sie können heute in nationalökonomischen Werken viele Begriffe lesen, viele Interpretationen lesen über den Begriff der Ware, über den Begriff der Arbeit - ich habe darüber auch schon einige Andeutungen gemacht - und über den Begriff des Kapitals. Aber alle diese Begriffe sind eigentlich gewöhnlich nicht zu gebrauchen. Sie treffen nicht das, was wirklich lebt im sozialen Leben. Wenn Sie versuchen wollen, einen Begriff zu schaffen von dem, was in dem Wirtschaftsleben als Ware zirkuliert, und Sie schaffen diesen Begriff so, wie Sie den Begriff eines Kristalles oder einer Pflanze oder eines Tieres oder selbst des physischen Menschen erzeugen, so wird nichts daraus. Sie können nicht nach dem Muster naturwissenschaftlicher Vorstellung den Begriff der Ware fassen. Wollen Sie ihn im lebendigen Leben erhaschen, wie er im sozialen Leben drinnensteht, dann brauchen Sie im Grunde doch eine Imagination; denn der Ware haftet etwas an, das untrennbar ist vom Menschen. Es ist jeder Ware etwas vom Menschen mitgegeben, ob die Ware nun besteht in einem genähten Rock oder in einem Gemälde - denn nationalökonomisch ist ein Gemälde auch nur eine Ware -, oder ob sie besteht in einer Unterrichtsstunde. Auch eine Unterrichtsstunde ist ja nationalökonomisch genommen nur Ware. Aber dasjenige, was den Waren-Begriff ausmacht, das hängt zusammen mit der Leistung des Menschen, Und nicht das gewöhnliche, voll bewußte Leben geht in die Ware hinein, sondern in die Ware geht hinein vielfach etwas von dem unterbewußten Leben. Daher brauchen Sie eine Imagination, um den Waren-Begriff richtig zu fassen. Und Sie brauchen eine Inspiration, um den Arbeits-Begriff zu fassen, und Sie brauchen eine Intuition, um den Begriff des Kapitals zu fassen. Denn der Begriff des Kapitals ist ein sehr geistiger Begriff, nur ein umgekehrt geistiger Begriff. Daher bezeichnet die Bibel dasjenige, was mit dem Kapitalismus zusammenhängt, ganz richtig als Mammon, als etwas, was mit dem Geistigen zu tun hat; nur ist es nicht gerade der allerbeste Geist, der damit zu tun hat. Aber man dringt in die höchsten Regionen des geistigen Erkennens hinauf, wenn man das, was eigentlich Kapital im wirtschaftlichen Leben tut, erfassen will. (...)

Da tritt uns das ganz Kuriose entgegen, die Notwendigkeit tritt uns entgegen: Um richtige nationalökonomische Begriffe zu bekommen, muß man eine Idee haben von übersinnlichen Erkenntnissen. Daher sind alle nationalökonomischen Begriffe, die heute zutage gefördert werden, so dilettantisch, weil die Leute keine übersinnlichen Erkenntnisse haben und daher diese Begriffe falsch fassen. (...)

Nun, mißverstehen Sie mich aber nicht. Wenn Sie in meinen «Kernpunkten der sozialen Frage» nachlesen, so werden Sie sagen: Das ist aber keine Imagination, die du da gibst, wenn du von Ware redest; es ist keine Inspiration, die du da gibst, wenn du von Arbeitredest, und keine Intuition, die du da gibst, wenn du vom Kapital redest. - Ganz gewiß nicht. Man braucht nicht in die höheren Welten hinaufzusteigen, um Ware, Arbeit und Kapital zu sehen, obwohl das auch sehr interessant ist, die Spiegelbilder der Ware, der Arbeit und des Kapitals in den höheren Welten zu sehen. Aber man braucht nicht hinaufzusteigen. Man muß aber nur bekannt sein mit dem, was Imagination, Inspiration und Intuition sind, damit man das Richtige sagt über das Kapital. Das ist es, um was es sich handelt. Derjenige, der nicht bekannt ist mit Imagination, Inspiration und Intuition, der sagt eben nicht das Richtige über Ware, Arbeit und Kapital. So hängen innerlich zusammen Geisteswissenschaft und die heutige soziale Wissenschaft, und es gibt für den heutigen Menschen keinen anderen Weg als den, aufzusteigen aus dem Erdenbewußtsein zum Weltenbewußtsein so, damit er die Leichtigkeit und auch das Kraftvolle des Denkens bekommt, das ihn befähigt, das soziale Leben zu erfassen. Solange der Mensch nur so hinkriecht auf der Erde und im Grunde genommen glaubt, er sei nichts anderes als dasjenige, was er aus Pflanze, Tier und Mineralien aufnimmt, das sich nur ein bißchen anders zusammensetzt in ihm, so lange weiß sich der Mensch nicht als das richtige Wesen, das er ist. Erst dann, wenn er sich sagt: Sonne und Mond wirken in mir - dann weiß sich der Mensch als das richtige Wesen, das er ist. Das Weltenbewußtsein muß eben auf geistige Art errungen werden; auf geistige Art muß der Mensch erkennen, wie er einem größeren Weltenteil angehört, als die Erde ist.“ (Lit.:GA 191, S. 53 - 55)

6. GA 079 (1988), “Die Wirklichkeit der höheren Welten, 8. Vortrag, 30. November 1921

„[Es kann] im Grunde genommen niemand heute so produzieren ..., daß irgendwie seine Arbeit in das Produktionserzeugnis, in das Erzeugnis hineinfließt. Und doch liegt die Merkwürdigkeit ja vor, daß zum Beispiel Karl Marx das Erzeugnis wie eine kristallisierte Arbeit behandelt. So ist es aber am allerwenigsten heute. (...) Das Erzeugnis ist heute in bezug auf seinen Wert - und allein der kommt im wirtschaft-lichen Leben in Betracht - von der Arbeit zunächst am allerwenigsten bestimmt. Es ist bestimmt von der Brauchbarkeit, das heißt von Konsumtionsinteressen, von der Brauchbarkeit, mit der es drinnen steht in dem auf Arbeitsteilung beruhenden sozialen Organismus.“ (Lit.:GA 79, S. 245)

„Ich rechne, indem ich von der Dreigliederung des sozialen Organismus spreche, nicht nur das mehr oder weniger abstrakte Geistesleben oder das spirituelle Leben in das geistige Gebiet hinein, sondern ich rechne alles das in das geistige Gebiet hinein, was auf menschlichen, geistigen oder physischen Fähigkeiten beruht.

Das andere Gebiet des sozialen Organismus ist das des reinen Wirtschaftens. Im reinen Wirtschaften hat man es nur zu tun mit Produktion, Konsumtion und mit der Zirkulation zwischen Produktion und Konsumtion. Das heißt aber nichts anderes als: man hat es im reinen Wirtschaftsleben bloß mit der Zirkulation der erzeugten Güter, die, indem sie zirkulieren, zur Ware werden, man hat es mit der Zirkulation von Waren zu tun. Ein Gut, das innerhalb des sozialen Organismus dadurch, daß es gebraucht wird, einen bestimmten Wert erhält, der dann auf seinen Preis wirkt, ein solches Gut ist eben in dem Sinne, wie ich es auffassen muß, seine Ware.

(...) Es ergibt sich nun, daß all dasjenige, was Ware ist, einen wirklichen objektiven Wert im Zu-sammenhange nicht nur des Wirtschaftslebens, sondern des gesamten sozialen Lebens haben kann. Einfach durch das, was ein Produkt bedeutet innerhalb des Konsumtionslebens, bekommt es einen bestimmten Wert, der durchaus eine objektive Bedeutung hat.

Daraus geht hervor, daß das, was Ware ist, in einer ganz besonderen Art im wirtschaftlichen Leben drinnen steht. Was ich nämlich nun den objektiven wirtschaftlichen Wert nenne, das kann man nur auf die Ware anwenden, das kann man nicht anwenden auf anderes, das heute in einem ähnlichen Sinne in unserem wirtschaftlichen Leben drinnen steht wie die Ware. Man kann es nämlich nicht anwenden auf Grund und Boden, und man kann es nicht anwenden auf das Kapital.“ (Lit.:GA 79, S. 246ff.)

„Und jetzt komme ich auf das zurück, was ich gesagt habe, daß Grund und Boden und Kapital selber durchaus nicht kommensurabel sind mit der Ware, denn deren Wert unterliegt den menschlichen Fähigkeiten. Haben wir ein abstrakt Einheitliches, wie es sich in der neueren Zeit immer mehr und mehr herausgebildet hat, das aber auch die Krankheitssymptome von der geschilderten Art und noch andere enthält, dann treibt es eben durch dieses abstrakte Einheitliche dahin, daß auch der Boden, auch das Kapital, zuletzt auch die Arbeit in gleicher Weise bewertet wird wie die Ware.“ (Lit.:GA 79, S. 264)

„Das aber, was als Arbeit auftritt im sozialen Organismus, ist eine Leistung, die der Mensch dem Menschen leistet, das ist etwas, was nimmermehr gedeihen kann, wenn es im bloßen Wirtschaftsleben drinnen steht. Daher gehört, was Regelung der Arbeit ist, in den Rechtsstaat, in den politischen Staat. Und es wird gerade dadurch, daß aus ganz anderen Untergründen heraus als heute Zeit und Maß der Arbeit aus den Verhältnissen von Mensch zu Mensch, abgesondert von den wirtschaftlichen Verträgen, die im Wirtschaftsleben durch die Assoziationen bestimmt werden, geregelt werden können, etwas eintreten, was von außerordentlicher Wichtigkeit sein wird.“ (Lit.:GA 79, S. 265)

„Und jetzt wird man auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen heraus, aus denen nur die Warenpreise, die gegenseitigen Wertverhältnisse der Ware, also rein Wirtschaftliches sich feststellen soll, jetzt wird man nicht aus wirtschaftlichen Erfordernissen heraus die menschliche Arbeit bestimmen, wie man nicht aus wirtschaftlichen Verhältnissen heraus die Ertragsamkeit der Natur bestimmen kann.“ (Lit.:GA 79, S. 264)

7. GA 340 (2002), “Nationalökonomischer Kurs”, Vorträge, 25. Juli - 6. Aug. 1922 2. Vortrag, 25. Juli 1922 - Preis der Ware

„Sie müssen sich vorstellen, daß die Volkswirtschaft, auch wenn wir sie als Welt-wirtschaft auffassen, in einer fortwährenden Bewegung ist, daß, ich möchte sagen, wie das Blut durch den Menschen, so die Güter als Waren auf allen möglichen Wegen durch den ganzen volkswirtschaftlichen Körper hindurchfließen. Dabei haben wir dann als die wichtigsten Dinge innerhalb dieses volkswirtschaftlichen Prozesses aufzufassen dasjenige, was sich abspielt zwischen Kauf und Verkauf. (...) Das, worauf es dem Menschen ankommt, das ist der Preis irgendeiner Ware, irgendeines Gutes. Die Preisfrage ist überhaupt zuletzt diejenige Frage, auf die die wichtigsten volkswirtschaftlichen Auseinandersetzungen hinauslaufen müssen; denn im Preis gipfelt alles, was in der Volkswirtschaft eigentlich an Impulsen, an Kräften tätig ist. Wir werden also gewissermaßen zuerst das Preisproblem ins Auge zu fassen haben.“ (Lit.:GA 340, S. 23)

4. Vortrag vom 27. Juli 1922 - Divisionsverhältnis von Ware zu Geldwert

„Wenn aber eine Natursubstanz sich durch Arbeit verwandelt und dann da ist im volkswirtschaftlichen Prozeß, dann ist es Ware, in die Formel eingesetzt: über dem Bruchstrich [gleichheitszeichen] Ware. Und das, was hier die organisierte Arbeit ist, das ist Geld, in die Formel eingesetzt unter dem Bruchstrich [gleichheitszeichen] Geld. (Tafel 4) Das heißt, es sind uns jetzt neue Werte aufgetreten: Der Warenwert und der Geldwert. Und wir haben in einem volkswirtschaftlichen Prozeß, der auf Arbeitsteilung beruht, zu erkennen, daß der Quotient von der in dem volkswirtschaftlichen Organismus vorhandenen Ware und dem in dem volkswirtschaftlichen Organismus vorhandenen Geld - wenn wir es ansehen nicht als dasjenige, was wir in den Kassen abzählen, sondern als dasjenige, was vom Geist der Menschen ergriffen wird - ein Zusammenwirken darstellt, in dem das Geld den Divisor ausmacht. Und in diesem Zusammenwirken - aber in einem solchen, das nicht etwa durch Subtraktion dargestellt werden kann, sondern eben durch Division -, in diesem Zusammenwirken besteht eigentlich die Gesundheit des volkswirtschaftlichen Prozesses.“ (Lit.:GA 340, S. 63f.)

7. Vortrag vom 30. Juli 1922 - Entstehung im volkswirtschaftlichen Prozeß

„Und wenn diese Bewegung sich jetzt fortsetzt, so daß fortwährend übernommen wird von der Natur - allerdings jetzt von einem anderen Teil der Natur als beim Konsumtions-prozeß -, so daß fortwährend übernommen wird von der Natur dasjenige, was mit Hilfe von Produktionsmittel und Unternehmerkapital hervorgebracht wird, dann entsteht erst im volkswirtschaftlichen Prozeß dasjenige, was eigentlich die Ware ist. Die Ware wird nämlich schon vom Naturprozeß übernommen. Entweder sie wird gegessen, dann wird sie sehr stark von der Natur übernommen, oder sie geht zugrunde, wird verbraucht - kurz, es wird etwas Ware dadurch, daß es zur Natur wiederum zurückkehrt.

So daß Sie sagen können: Wir haben jetzt diejenige Bewegung verfolgt, welche drinnen steckt im ganzen volkswirtschaftlichen Vorgang und die die Faktoren enthält: Produktions-mittel, Unternehmerkapital, Ware. Hier (siehe Zeichnung 5 [S. 106]), an dieser Stelle, wird die Unterscheidung außerordentlich schwierig sein; denn dasjenige, was beim eigentlichen Tausch, also beim Kauf und Verkauf, hin- und hergeht, an dem läßt es sich außerordentlich schwer unterscheiden, ob es in der Bewegung so hin ist oder so her, ob es eine Ware ist, oder ob es etwas ist, was nicht im wahren Sinn des Wortes Ware genannt werden kann. Denn, wodurch wird denn ein Gut eine Ware? Ich müßte eigentlich bei der Bewegung in dieser Richtung - entgegengesetzt dem Zeiger der Uhr -, wenn ich ganz genau benennen wollte, müßte ich herschreiben Gut und bei der rückläufigen Bewegung müßte ich schreiben Ware; denn Ware ist das Gut nur in der Hand des Händlers, des Kaufmannes, der es anbietet und nicht selbst benützt.“ (Lit.:GA 340, S. 108)

10. Vortrag vom 2. Aug 1922 - Entstehung des Geldes aus der Ware

„[E]twas wird nicht dadurch Geld, daß es, sagen wir, etwas anderes ist, als was sonst im volkswirtschaftlichen Prozeß da ist, sondern dadurch, daß es an einer be-stimmten Stelle im volkswirtschaftlichen Prozeß eben eine Umwandlung von Ware in Geld durchmacht. Und das hat alles Geld durchgemacht. Alles Geld hat sich einmal aus Ware in Geld verwandelt.“ (Lit.:GA 340, S. 143)

14. Vortrag vom 6. August 1922 - Zirkulierendes Geld als Abbild von Gebrauchswaren

„Nun, was entsteht dann aber eigentlich, wenn wir uns in dieser Weise denken, daß wir in dem zirkulierenden Geld wirklich eine Art Abbild haben von dem, was in den verschiedensten Gebrauchswaren - denn geistige Leistungen sind ja auch Gebrauchswaren im wirtschaftlichen Sinn - nun eben auch abnützbar ist? In dem sich abnützenden Geld haben wir die Parallelströmung zu den sich abnützenden Waren, Gütern, Werten, also Sachwerten.“ (Lit.:GA 340, S. 202)

8. GA 341 (1986), “Nationalökonomisches Seminar, 4. Seminarbesprechung, 3. August 1922

- Produktionsmittel Ware bis zum Moment des Produzierens

„Aber die Umkehrung bezieht sich nicht darauf, daß das Produktionsmittel erzeugt wird, sondern daß es erzeugt. Die Umwandlung hat erst eine Bedeutung in dem Moment, wo das Produktionsmittel aufhört, Ware zu sein. Es bleibt Ware bis zu dem Moment, wo es übergeführt werden kann, zu produzieren. Wo es anfängt zu produzieren, ändert sich für das Produktionsmittel der Strom des nationalökonomischen Geschehens. Es wird von dem Moment ab herausgehoben aus dem Zusammenhang, in dem es war, wo es Ware war. In den «Kernpunkten» habe ich angeführt, daß es da anfängt, der Natur ganz gleichgeartet zu sein, weil es keinen Preis mehr haben kann. Es steht genau so in den Wirtschaftsprozessen darin wie die bloße Natur. Es bewegt sich also wiederum zur Natur zurück.“ (Lit.:GA 34174)

Exkurs zur ‚Leistung‘ durch den Lehrer

„Frage: Der Unterrichtende verrichtet auch Arbeit. Antwort: Das ist die Frage. Das ist tatsächlich nicht so einfach zu beantworten.

Frage: Ich meine die freie geistige Tätigkeit. Antwort: Diese gehört in das Gebiet der Entwertung, aber nicht der Entwertung durch Arbeit.

Frage: Aber in die Zukunft hinein ist er der Produzierende. Zu diesem Zweck leistet er Arbeit. Antwort: Da bekommen wir die Möglichkeit, immer weiter den Begriff der Arbeit zu verfolgen. Man muß natürlich den Unterricht im höchsten Maße als einen volks-wirtschaftlichen Wert bezeichnen,aber es fragt sich, ob man, wenn man anfängt den Begriff der Arbeit im volkswirtschaftlichen Prozeß sich vorzustellen, dann von diesem Begriff noch irgend etwas festhalten kann, wenn man den Unterricht Arbeit nennt. Arbeit wird natürlich schon verrichtet, indem der Unterrichtende spricht, herumgeht, sich abnützt. Es wird eine Art von Arbeit verrichtet. Aber die ist nicht das, was in den volkswirtschaftlichen Prozeß einfließt. In diesen fließt seine organisierende Tätigkeit ein, die nicht einmal in Zusammenhang ist mit dem, was er als Arbeit ver- richtet. Daher ist die Arbeit als Unterricht eine so verschiedene. Ein Zappelfritz kann viel Arbeit verrichten durch Zappeln. Ein anderer kann viel Arbeit verrichten auch durch Durchhauen. Der aber, der mit gewissem ruhigem Takt den Unterricht erteilt, wird auch eine Arbeit verrichten. Aber die ist es nicht, die in den volkswirtschaft lichen Prozeß hineingeht, sondern es ist seine freie geistige Wirksamkeit.“ (Lit.:GA 341, S. 61f.)

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Rudolf Steiner: Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage, GA 189 (1980)
  • Damian Mallepree: Die «Ware» und ihr (volkswirtschaftlicher) Wert. Die politischen Ökonomien von Karl Marx und Rudolf Steiner im Vergleich (1), in: Der Europäer Jg. 15, Nr. 2/3, Dezember/Januar 2010/2011, S. 36 - 37, Volltext
Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.