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Rausch

Aus AnthroWiki

Der Rausch ist ein vornehmlich durch psychotrope Substanzen ausgelöster, gegenüber dem klaren Tagesbewusstsein veränderter Bewusstseinszustand, bei dem das Ich des Menschen die Kontrolle über seine Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens teilweise oder weitgehend verliert. Das Gefüge der Wesensglieder (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich-Träger) wird dabei, abhängig von der verwendeten Rauschdroge, in charakterische Weise verändert, wodurch ganz spezifische bewusstseinsverändernde Effekte auftreten. Anfangs ist damit oft ein emotionalen Zustand übersteigerter Ekstase oder eines intensiven Glücksgefühl verbunden, der aber nach wiederholter Einnahme des Rauschmittels schwächer wird bzw. nur mehr mit einer erhöhten Dosis erreicht werden kann, was sehr schnell zur seelischen und körperlichen Abhängigkeit, also zur Sucht führen kann.

Die bekannteste und seit der spätägyptischen Zeit und insbesondere seit der griechisch-römischen Zeit immer verbreitetere Rauschdroge ist der Alkohol. Er hatte in der nachatlantischen Zeit die Mission, den menschlichen Leib von seinem Zusammenhang mit der geistigen Welt abzuschneiden und das alte atavistische Hellsehen und die Erkenntnis der Reinkarnation auszulöschen. Der Glaube an die geistige Welt sollte das unmittelbare Schauen ersetzen. Noah, der Führer der Menschheit in die nachatlantische Zeit, gilt nach der Überlieferung als der erste Weintrinker und in der Folge wurde der Wein immer mehr für den kultischen Gebrauch eingesetzt. Obwohl diese Mission des Alkohols mittlerweile längst erfüllt ist und der Einblick in die geistige Welt wieder gewonnen werden soll, wird heute soviel Alkohol wie nie zuvor konsumiert.

Literatur

  • Leendert F. C. Mees: Rauschmittel – warum?, J. Ch. Mellinger Verlag, Stuttgart 1975, ISBN 978-3880691063
  • Ron Dunselmann, Frank Berger (Übers.): An Stelle des Ich: Rauschdrogen und ihre Wirkung (Praxis Anthroposophie), Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2004, ISBN 978-3772512742
  • Walter Bühler, L. F. C. Mees, Wolfgang Schimpeler: Rauschgift. Krieg gegen das Ich. Verlag Freies Geistesleben, 1983, ISBN 3-87838-290-1
  • Walter Bühler: Meditation als Erkenntnisweg, Bewußtseinserweiterung mit der Droge, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1980, ISBN 978-3772500329
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Rausch aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.