Emotion

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Emotion (von lat. ex „heraus“ und motio „Bewegung, Erregung“) ist ein Zustand heftiger gefühls- und willensartiger Erregung, an dem nahezu der ganze Leib mit all seinen Organen beteiligt ist. Anders als bei einem reinen Gefühlserleben, wird der Astralleib und insbesondere das Ich gelockert und ein wenig aus dem Leib herausbewegt, wodurch der Mensch teilweise, ähnlich wie im Traumerleben, die Kontrolle über sein Seelenleben verliert. Der Astralleib, insofern er stärker mit dem Leib verbunden bleibt als das Ich, gewinnt mit seiner ungezügelten, triebhaften Kraft die Herrschaft über das Gemüt. Emotionen können, wie die Gefühle, die ganze Skala von Lust und Leid, von Freude und Schmerz, von Sympathie und Antipathie durchlaufen, werden aber in der Regel intensiver als die Gefühle erlebt. Gerade durch diese Intensität des Erlebens werden die höheren Wesensglieder gelockert. Je höher geistig entwickelt ein Mensch ist, um so stärkere Gefühle vermag er zu erleben, ohne dass sie in unkontrollierte Emotionen umschlagen, durch die das Ich die voll bewusste Herrschaft über das Seelenleben verliert. Er ist zur Emotionsregulation befähigt und kann so die Stärke und Dauer der Emotionen selbst beeinflussen.

Emotionen können, je nach der definierenden Abgrenzung zu Gefühl und Empfindung, auch nur leichte, subtile Regungen sein, die im Erleben nicht vom Gefühl unterschieden sein müssen. Wenn z.B. bei einer Begegnung mit einem Menschen eine Unbehaglichkeit in der Seele aufsteigt, wäre dies entsprechend eine Emotion, und die (oft nur unbewußte) Wahrnehmung dieser Emotion wäre als das Gefühl zu bezeichnen.

Aus neurobiologischer Sicht sind Emotionen komplexe, größtenteils unbewusste automatisch ablaufende Handlungen, die von der Mimik, Gestik und Körperhaltung bis hin zu Veränderungen in den inneren Organen reichen. „Gefühle von Emotionen dagegen sind zusammengesetzte Wahrnehmungen dessen, was in unserem Körper und unserem Geist abläuft, wenn wir Emotionen haben.“ (Domasio, S. 150)

Siehe auch

Literatur