Regen

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Durch den Regen (hebr. מָטַר matar) wird die Erde mit Hilfe der Elementarwesen des Wassers, der Undinen, mit kosmischen Kräften geistig befruchtet. Als „Weltenchemiker“ binden und lösen die Undinen die Stoffe und tragen den Klangäther in die Pflanze. Ihr oberster Herr ist nach der indischen Mythologie Varuna, der Gott der kosmischen Ordnung, des alles umhüllenden Himmels, vergleichbar dem griechischen Uranos. (Lit.: GA 093, S. 48)

"Nehmen wir an, hier ist die Erde (siehe Zeichnung S. 228). Sehen Sie sich nicht eine Pflanze an, sondern sehen Sie dahin nach der Erde, wie in der Ferne - von einem Berg aus vielleicht, da ist es am besten zu sehen - der Nebel aufsteigt, wie man sagt. Da steigt der Nebel auf. Der Nebel besteht aus Wasser. Wenn Sie die Pflanze anschauen würden, so wäre die Geschichte nicht ganz unähnlich, wäre etwas Ähnliches. Sie würden, wenn Sie so eine Pflanze ansehen würden - da müßten Sie sich nur lange hinsetzeri, den ganzen Frühling, und immer beobachten - , sehen: Zuerst ist es tief, dann steigt es auf, da teilt es sich zu den Blättern. Aber die Nebel gehen ja auch auseinander, wenn sie aufsteigen. Also da, in der Pflanze, sind es nur die festen Salze, die da aufsteigen bis zur Blüte. Jetzt schauen Sie dahin, zur Erde: Da steigt eben nur das Wasser auf, nicht so feste Teile, wie wenn es eine Pflanze wird; aber das Wasser steigt auf. Wenn die Pflanze zu einer bestimmten Stelle kommt da oben, da wird sie befruchtet vom Weltenali. Wenn das Wasser, das hier in Form des Nebels aufsteigt, zu einer bestimmten Stelle kommt, da wird es auch aus dem Weltenall befruchtet. Und was geschieht dann? Ja, meine Herren, da blitzt es! Das geschieht ja nicht immer, aber dann, wenn die Befruchtung eintritt und die Dinge so ausdrücklich sind wie im Sommer - sonst geschieht ja auch der Blitz, aber er ist unsichtbar —, da wird vom Weltenall durch Licht und Warme das Wasser hier befruchtet. Dasselbe, was in der Pflanze geschieht, geschieht da oben und ist im Blitz sichtbar. Und wenn der Nebel oben befruchtet ist, fällt er als fruchtbarer Regen wieder herab. Also wenn Sie eine Nebelwolke aufsteigen sehen, so ist das eigentlich eine - aber ganz dünne - riesige Pflanze; die öffnet da oben im Weltenall ihre Blüte, wird befruchtet, zieht sich zusammen, und in dem Regenwasser fallen die befruchteten Wassertröpfchen wieder herunter.

Tafel 20: GA 350, S 228

Jetzt haben Sie eine Erklärung für den Blitz. Die Leute glauben, da oben seien so etwas wie riesige Leidener Flaschen oder riesige Elektrizitätsapparate; aber das ist ein Irrtum. In Wirklichkeit wird da draußen das Wasser der Erde befruchtet, daß es wiederum seine Vorgänge auf Erden ausführen kann." (Lit.: GA 350, S. 227f)

"Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts werden die Menschen anfangen, ihre schlummernden Organe zu entwickeln und durch diese wird sich ihnen zunächst dasjenige offenbaren, was unmittelbar über der physisch-sinnlichen Welt gelegen ist, was sich uns durch die Natur ankündigt. Man wird sich zum Beispiel am Meer befinden oder sonst irgendwo in der Nähe von Wasser; dann wird man sich das Wasser anschauen und es nicht mehr nur äußerlich beschreiben als eine Zusammensetzung von Wasserstoff und Sauerstoff, sondern man wird die Natur des Wassers ganz anders empfinden. Man wird in ihm erkennen eine riesige Summe von Elementarwesen, die das Wasser durchdringen und im Grunde das Wasser sind. Denn das Wasser ist der Schauplatz, das Seelenelement dieser Elementarwesen. Daraus ist auch das Wort «Element» entstanden.

Diese Elementarwesen haben ihr Dasein im Wasser und sie vergehen auch wiederum in ihm, nämlich wenn ein anderes Element, das «Feuer» dazutritt. Die Wärme bewirkt einen Austrocknungsprozeß und läßt das Wasser in Form von Nebeldampf oder Feuchtigkeit oder auch Wolken aufsteigen. Bei diesem Vorgang bemerkt der Hellseher, wie die Elementarwesen wie abgelähmt, ja gleichsam getötet werden. Wird das Wasser aber wieder abgekühlt oder bilden sich die aufsteigenden Nebelmassen wieder zu dichten Wolken, aus denen der Blitz schlägt, der Regen auf die Erde stürzt, dann schaut er, wie diese Wesen gleichsam wieder aufleben, ja sogar neu entstehen. Bei dem Ablähmungs- und Sterbeprozeß, der beim Erhitzen und Verdampfen von Wasser stattfindet, geben diese Elementarwesen gleichsam Samen von sich, die wiederum aufsprießen bei der Abkühlung und Verdichtung des Wassers. Unzählige Mengen von Geburten von Elementarwesen sind verbunden mit einem auf die Erde herabströmenden Regen, und wir können darin den wohltätigen Einfluß dieser neuentstehenden Wesen erleben.

Wie wohltätig und lebenspendend das Wasser auf den menschlichen Organismus wirken kann, davon hat die Heilkunst in den letzten Jahrzehnten den besten Beweis geliefert, aber sie hat auch erfahren müssen, daß diese Kraft, zuviel oder falsch angewendet, zu Schaden führen kann. Wo warmes (heißes) Wasser zur Verwendung kommt, ist das Bedürfnis vorhanden, die Wirkung der Elementarwesen zu betäuben oder aufzuheben. Beim Gebrauch von kaltem Wasser ist das Bedürfnis, die Leben-reizende Kraft all dieser im Entstehen begriffenen Wesen zu empfinden.

Noch manches andere wird der hellsichtig Gewordene bemerken. Für ihn werden die Wolken, die für das gewöhnliche Auge bei einem Gewitter als schwarze, unheilkündende, zusammengepreßte Wolken da sind, wie leuchtende, hellglänzende Wolken erscheinen. Und wenn aus der Regenwolke der Blitz schlägt und der Regen herabströmt, dann schaut er das als Licht, das auf die Erde strömt. Das ist es, was die alten Menschen erlebten als das Trinken des Somatrankes. Sie hatten einen Zusammenhang mit der elementarischen Welt, und für sie kam mit dem Regen das Licht auf die Erde herab." (Lit.: GA 265, S. 357f)

Literatur

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