Schlaf-Wach-Rhythmus

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Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist sehr bedeutsam für das wache Ich-Bewusstsein des Menschen, wobei die Helligkeit des Tagesbewusstseins durch das sehr stark verdunkelte Bewusstsein im Tiefschlaf ausgewogen wird. Das verfinsterte nächtliche Bewusstsein bildet gleichsam den schwarzen Spiegel, in dem sich unser Ich bei Tag betrachten kann. Bei Tieren ist der Unterschied der Bewusstseinsgrade zwischen Wachen und Schlafen wesentlich geringer ausgeprägt.

Im Schlaf heben sich beim Menschen die höheren seelischen und geistigen Wesensglieder, also das Ich und Astralleib, aus den oberen Partien des belebten Körpers (physischer Leib und Ätherleib) heraus, wodurch das beim heutigen Menschen an den physischen Leib gebundene Ich-Bewusstsein schwindet. Träume entstehen in der Übergangsphase, in der das Ich bereits den Leib verlassen hat, aber noch nicht der Astralleib. In alten Zeiten fiel der Rhythmus von Wachen und Schlafen weitgehend zusammen mit dem Wechsel von Tag und Nacht, was heute nicht mehr notwendig der Fall ist; es liegt heute in der Freiheit des Menschen, auch in der Nacht wach sein zu können.

Neugeborene haben noch keinen ausgeprägten Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie schlafen zwar insgesamt zwischen 12 und 20 Stunden täglich, allerdings regellos über den ganzen 24-stündigen Tag verteilt, in mehr oder weniger kurzen Abschnitten, die fast nur durch die Nahrungsaufnahme unterbrochen werden. Erst allmählich werden die Perioden des nächtlichen Schlafs immer länger und zusammenhängender, während sich zugleich die Tagschlafperioden reduzieren. Später hat das Kind einen Schlafbedarf von 7 bis 12 Stunden. Erwachsene haben normalerweise eine Schlafdauer bis zu 8 Stunden, wobei aber große individuelle Unterschiede auftreten, die auch wesentlich vom Alter und der seelischen und körperlichen Verfassung abhängen, wobei im Alter der Schlafbedarf normalerweise deutlich sinkt.

Jeden Tag, etwa in der Mitte zwischen Einschlafen und Aufwachen, begegnen wir unserem werdenden Geistselbst, das aber heute noch von einer Wesenheit aus der Hierarchie der Angeloi getragen wird, so dass wir auch sagen können, dass wir mitten im tiefsten Schlaf unserer führenden Engelwesenheit begegnen. Es ist eine Begegnung mit unserem Genius und mit dem Heiligen Geist, der durch ihn wirkt. In der Regel werden wir uns dieser Begegnung nicht unmittelbar bewusst, aber wir können seine Nachwirkung erleben, nachdem wir wieder erwacht sind und durch diese Nachwirkung wird unsere Beziehung zum Geistigen gestärkt. Und eigentlich erst in dieser Nachwirkung verbinden wir die hereinfließenden Kräfte des Geistselbst mit uns – oder noch besser umgekehrt ausgedrückt: indem wir diese Kräfte mit unserem Erdenmenschen verbinden, werden wir uns ihrer erst bewusst. Der geistige Entwicklungsweg soll uns nach und nach dahin führen, dass wir diese Begegnung mit dem Genius, mit unserem werdenden Geistselbst ganz bewusst haben können. Sie muss also dann im vollen Wachen stattfinden, obwohl wir für die sinnliche Aussenwelt tief schlafen. Was dabei geschieht, kann man hellseherisch gut beobachten an Menschen, die sich liebevoll anderen Menschen zuwenden. Insbesondere wenn sie von allgemeiner Menschenliebe erfüllt sind, die am wenigsten von Egoismus getrübt ist, wird das deutlich. Dann sieht man nämlich, wie sich der Ätherleib nach rückwärts und oben aus dem Kopf heraushebt und dafür die astralische Aura des Geistselbst, die sich um das Haupt legt, als Heiligenschein sichtbar wird. Wenn wir nun ganz wach bleiben, wenn sich der Ätherleib in der genannten Weise aus dem Kopf heraushebt, dann können wir auch wach unserem Genius begegnen. Zugleich können wir aber auch wie von außerhalb auf uns zurücksehen, genauer gesagt zurücksehen auf das, was wir durch unsere Entwicklung durch die aufeinanderfolgenden Erdenleben bereits geworden sind. Da sehen wir dann namentlich auch die ganze Schuld, die wir dabei karmisch auf uns geladen haben. Was wir da sehen, das erscheint uns als die Gestalt des kleinen Hüters der Schwelle.