Skelett

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Das Cytoskelett von Eukaryoten: Die Aktinfilamente sind rot, die Mikrotubuli grün und die Zellkerne blau markiert.
Strukturformel von Chitin
Sehr reines Chitin findet sich in den Deckflügeln des Maikäfers (Melolontha melolontha L.)[1]

Das Skelett (von griech. σκελετός skeletósMumie, ausgetrokneter Körper“) ist die Stützstruktur eines Lebewesens. Dabei kann grundsätzlich zwischen einem Außenskelett (Exoskelett) und einem Innenskelett (Endoskelett) unterschieden werden.

Cytoskelett

Bereits eukaryotische Zellen haben in ihrem Cytoplasma ein Cytoskelett, das aus einem Netzwerk von Proteinfilamenten besteht, die die Form der Zelle stabilisieren und aktive Bewegungen der ganzen Zelle und auch Bewegungen und Transportprozesse in ihrem Inneren ermöglichen. Dabei können drei Gruppen von Cytoskelett-Proteinen unterschieden werde: Mikrofilamente (Aktinfilamente), Intermediärfilamente und Mikrotubuli. Mittlerweile wurden auch in prokaryotischen Zellen Proteine gefunden, die diesen drei Proteinklassen analog sind und ähnliche Strukturen bilden und vergleichbare Funktionen erfüllen.

Hydroskelett

Das Hydrosklett, das man bei Würmern findet, ist die älteste Form eines Muskel-Skelett-Systems. Dabei drückt der äußere Hautmuskel auf das praktisch nicht komprimierbare Wasser im Inneren. Der Körper ist dadurch wie ein prall gefüllter Ballon relativ stabil.

Exoskelett

Das Exoskelett (Außenskelett) hat zugleich eine Schutz- und Stützfunktion, außerdem dient es auch als Muskelansatz. Bei den Gliederfüßern besteht es aus Chitin (von griech. χιτών chitón „Hülle, Panzer“[2]), verbunden mit Proteinen und Calciumcarbonat. Chitin ist ein Polyacetylglucosamin und neben der Cellulose - der Stützsubstanz der Pflanzen - das am weitesten verbreitete Polysaccharid. Durch die Acetamidogruppen ist Chitin aber härter und stabiler als Cellulose. Da die Chitinhülle nur begrenzt mit dem Körper mitwächst, finden während der Entwicklung des Lebewesens meist Häutungen statt.

Das Exoskelett von Korallen, Weichtieren und einigen Vielborstern besteht hingegen aus Kalziumverbindungen (Kalk) und das von Kieselalgen und Strahlentierchen aus Silikaten.

Endoskelett

Das Endoskelett (Innenskelett), wie man es etwa bei etwa bei Chordatieren, Stachelhäutern und Schwämmen findet, besteht aus einzelnen festen Elementen, die beim Menschen und bei den meisten Wirbeltieren als Knochen bezeichnet werden und durch Skelettmuskel gegeneinander bewegt werden können. Damit ist eine viel freiere Beweglichkeit gewährleistet, als sie mit einem Endoskelett möglich ist. Ein wichtiges Verbindungselement sind die druck- und biegungselastischen Knorpel, bei Säugetieren besonders im Gelenksbereich. Bei Knorpelfischen, zu denen etwa die Haie zählen, ist das ganze Skelett aus Knorpeln gebildet.

Das Knochenskelett des Menschen ist ein vollkommenes physisches Bild seiner Ich-Organisation.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle. Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich 2006, S. 347, ISBN 978-3-906390-29-1.
  2. Chiton hieß auch das unmittelbar am Körper getragene Untergewand im antiken Griechenland.


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