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Thugs

Aus AnthroWiki
Eine Gruppe von Thugs ermordet ein wehrloses Opfer.
Kolorierte Zeichnung eines unbekannten indischen Künstlers (Anfang 19. Jahrhundert).

Thugs (auch Thuggee; von Hindi ठग thag „Betrüger“ bzw. skrt. स्थग sthaga „listig, durchtrieben, betrügerisch“) war der Name eines Ordens im Orient, namentlich in Indien, der durch gezielte Ermordung von bestimmten Menschen versuchte an gewisse Geheimnisse zu gelangen. Bevorzugt ermordeten die Thugs ihre Opfer, indem sie ein unaufälliges, rasch zusammengerolltes Tuch um deren Hals schlangen, weshalb sie auch auch Phansigar (von Hindi phā̃sī „Schlinge“) genannt wurden. Der religiös-esoterische Hintergrund des Ordens wurde vielfach mit der finsteren Göttin Kali in Verbindung gebracht. Die Wurzeln des Mörderordens reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Anfang des 19. Jahrhundert wurde der Orden von der britischen Kolonialmacht zerschlagen.

"Sehen Sie, es bestand im Oriente noch im 19. Jahrhundert ein merkwürdiger Orden: «Thugs.» Dieser Orden, der in einem Teil Asiens blühte, war nicht entstanden aus der bloßen Sehnsucht, seine Ziele zu verwirklichen, der Sehnsucht etwa aus dem Herzen jener Menschen heraus, die diesem Orden angehörten. Dieser Orden verpflichtete seine Mitglieder, gewisse Menschen, die bezeichnet wurden von sehr, sehr im Unbekannten sich haltenden Oberen, zu ermorden. Eine Art Mörderorden war es, ein Orden, der die Aufgabe hatte, gewisse Menschen zu ermorden. Seine Tätigkeit bestand darinnen, daß man von Zeit zu Zeit erfuhr: der oder jener ist ermordet worden. Die Ermordung geschah aber aus dem Grunde, weil einfach einem Mitgliede des Thugs-Ordens von unbekannten Obern diese oder jene Persönlichkeit bezeichnet worden ist, die es zu ermorden hatte. An den betreffenden Stellen, wo man das einleitete, wußte man schon, was man damit für eine Absicht verfolgte. Die Absicht, die man verfolgte, indem man erst die Angelegenheiten des physischen Planes so ordnete, daß dieser Mörderorden entstehen konnte, dann wiederum die Angelegenheiten dieses Mörderordens in entsprechender Weise in Szene setzte, es war die folgende: Man beabsichtigte, daß eben gerade solche Menschen gewaltsam durch des Todes Pforte gehen sollten, die dann mit der Eigenschaft ausgestattet waren, nach dem Tode gewisse Geheimnisse zu wissen. Diejenigen Menschen, die dieses arrangiert haben, sie haben nun andererseits wiederum die entsprechenden Spiegelereignisse, wie man das im okkulten Leben nennt, hier auf dem physischen Plane eingerichtet; sie haben namentlich dieses vor: entsprechende Spiegelereignisse hier auf dem physischen Plane einzurichten. Zum Teil, wenn auch wenige, aber zum Teil sind solche Ereignisse schon hier auf dem physischen Plane eingerichtet worden. Das macht man so: Man schult gewisse dazu geeignete Persönlichkeiten zu Medien, bringt sie dann in einen medialen Zustand und lenkt durch gewisse Verrichtungen die Strömungen von der geistigen Welt nach dem Medium hin; so daß das Medium gewisse Geheimnisse kundgibt, die auf keine andere Weise herauskommen können als dadurch, daß eine gewaltsam getötete Person in der andern Welt diejenigen Kräfte hier auf der Erde benützt, die durch den gewaltsamen Tod noch benutzbar geblieben sind, daß sie als Seele hinter gewisse Geheimnisse kommt und diese Geheimnisse dann dem Medium einträufelt. Dadurch kann wiederum hier auf der Erde von solchen, die an dem Erforschen dieser Dinge ein Interesse haben, dasjenige erforscht werden, was solche Seelen eben einträufeln." (Lit.: GA 178, S. 87)

Siehe auch

Literatur

Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
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