Arjuna

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Indra segnet Kunti mit einem Sohn

Arjuna (Sanskrit, m., अर्जुन, [ʌɽʤunʌ] „hell, weiß, silbern, rein“), auch bekannt als Partha und Dhananjaya, ist eine der Hauptfiguren des indischen Epos Mahabharata und kommt auch in anderen alten Hindu-Texten wie der Bhagavata Purana vor. In dem Epos ist er der dritte unter den Pandavas, den fünf Söhnen von Pandu. Die Familie gehörte zur königlichen Linie des Kuru-Königreichs. Im Mahabharata-Krieg war Arjuna ein wichtiger Krieger der Pandavas und tötete viele Krieger, darunter auch Karna. Vor dem Beginn des Krieges gab ihm sein Mentor Krishna das höchste Wissen der Bhagavad Gita, um seine moralischen Bedenken zu überwinden.

Arjuna wurde geboren, als Indra, der Gott des Regens, Kunti, eine Gattin von König Pandu, die mit dessen Nebenfrau Madri in einer polygamen Ehe lebte, mit einem Sohn segnete. Pandu selbst durfte keine Kinder zeugen; er war mit einem Fluch belegt worden, dass er in dem Augenblick, wo er sexuelle Erregung verspüren würde, sterben müsste. Da Pandu dennoch Kinder haben wollte, suchten sich seine Frauen Götter als "Leihväter", deren Kinder Pandu als seine eigenen großzog. Pandu starb, als ihn doch einmal die Lust auf seine Gattin Madri überkommen hatte. Diese steigt dann mit ihm auf den Scheiterhaufen.

Von Kindheit an war Arjuna ein brillanter Schüler und wurde von seinem geliebten Lehrer Drona begünstigt. Arjuna wird als geschickter Bogenschütze dargestellt, der die Hand von Draupadi gewinnt, die aufgrund eines Missverständnisses von Kunti und der Segnungen von Mahadeva die fünf Brüder heiratet. Arjuna und seine vier Brüder lebten in Polyandrie und hatten Draupadi gemeinsam. In einem Würfelspiel verlor Yudishthira die Gattin jedoch an Duryodhana. Später sind die fünf Pandavas gezwungen, zusammen mit Draupadi in die Verbannung zu gehen. Arjuna wird zweimal ins Exil geschickt, zum einen, weil er einen Pakt mit seinen Brüdern gebrochen hat, und zum anderen gemeinsam mit ihnen, als sein ältester Bruder dazu verleitet wurde, den Thron zu verspielen. Von einem Fluch belegt, musste Arjuna 12 Jahre keusch leben, eine Zeit, die er unter falschem Namen in der Tarnung eines eunuchischen Kammerdieners an einem fremden Königshof zubringt.

Einige bemerkenswerte Vorfälle während des ersten Exils waren Arjunas Ehen mit den Prinzessinnen Ulupi, Chitrāngadā und Subhadra. Von seinen vier Ehefrauen hatte Arjuna vier Söhne, einen von jeder Frau - Shrutakarma, Iravan, Babhruvahana und Abhimanyu. Während seines zweiten Exils erlangte Arjuna viele himmlische Waffen. Als Krieger und Angehöriger der Kshatriya-[[Kaste}} entwickelt er sich zu einem hervorragenden Bogenschützen und bekam von Shiva den magischen Bogen Gandhiva geschenkt. Vermutlich kann man hier auch Parallelen ziehen zu Ârash, einem Bogenschützen und Volkshelden aus der verwandten iranischen Mythologie. Obwohl er ein Elite-Krieger und ein hervorragender Bogenschütze war, war aber Arjuna auch in Musik und Tanz bewandert.

Der Konflikt zwischen den Söhnen Pandus (Pandavas) und den Söhnen Kurus (Kauravas) bildet einen der wichtigsten Erzählstränge im Mahabharata. Arjuna rächt die Verfolgung seiner Familie auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra, wo er von Krishna göttliche Unterweisung aus der Bhagavad Gita empfängt und den legendären Kampf der Pandavas (Söhne Pandus) gegen die Kauravas (Nachkommen Kurus) gewinnt.

Am Ende des Epos ziehen sich die Pandavas in Begleitung von Draupadi in den Himalaya zurück. Arjuna war der vierte, der auf dem Weg dorthin fiel.

Siehe auch

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