Buch der Höhlen

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Buch der Höhlen in Hieroglyphen
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(Buch der) göttlichen Höhlen
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Szenen aus 5. Abschnitt (Grabkammer KV9)

Das Buch der Höhlen (auch Höhlenbuch) ist ein altägyptisches theologisches Werk, das um etwa 1250 v. Chr. entstand und auf den Grabkammerwänden einiger Könige während der Ramessidenzeit (19. und 20. Dynastie) dargestellt ist.

Das Höhlenbuch beschreibt die ägyptische Jenseitswelt als Abfolge von Höhlen und Gruben, über die sich der ägyptische Sonnengott hinwegbewegt. Es handelt außerdem noch von Belohnungen und Bestrafungen in der Jenseitswelt und der Vernichtung der Feinde des Sonnengottes.

Erste vollständige Darstellungen des Buches datieren in die Regierungszeit von Merenptah, der die Gesamtversion im abydenischen Osireion anbringen ließ. Eine weitere vollständige Fassung fand sich nur noch im Grab von Ramses VI., während bei Merenptah[1], Tausret[2] und Ramses III. jeweils das Schlussbild zu sehen ist. In den Gräbern von Ramses IV., Ramses VII. und Ramses IX. sind dagegen nur Ausschnitte abgebildet.[3]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schlussbild im Grab des Merenptah.
  2. Schlussbild im Grab der Tausret.
  3. Erik Hornung: Tal der Könige. S. 92.