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Visuelle Wahrnehmung
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Der Gesichtssinn und die damit verbundene visuelle Wahrnehmung beruht vorwiegend auf einer Tätigkeit der Augen, an der aber nicht nur der eigentliche Sehsinn, der nur Hell und Dunkel und verschiedene Farben unterscheidet, sondern auch andere Sinne maßgeblich beteiligt sind. So werden Formen erst durch den Eigenbewegungssinn des Auges wahrgenommen. Das Sehvermögen bzw. die Sehfähigkeit, wird veraltet, aber im okkulten Sinn durchaus zutreffend, auch als Augenlicht bezeichnet, weil bei der visuellen Wahrnehmung das innere Licht dem äußeren begegnet, worauf auch Goethe in seiner Farbenlehre hingewiesen hat.
Durch die Blickbewegungen folgt die Sehgrube (Fovea centralis), als der Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut des Auges, den Linien des stärksten Kontrasts, wobei die so gleichsam mit den Augen abgetasteten Formen, meist weitgehend unbewusst, mit bekannten, einfachen geometrischen Formen verglichen werden. Durch den Gleichgewichtssinn werden die visuellen Wahrnehmungen auf die Lotrechte bezogen und erst die koordinierte Bewegung beider Augen ermöglicht das räumliche, steroskopische Sehen.
Blick
Der Blick bzw. der wechselseitige Blickkontakt zweier Personen ist von zentraler Bedeutung für die nonverbale Kommunikation. Kaum eine andere Mimik offenbart so facettenreich das innere seelische Erleben. Deshalb gilt auch das Auge geradezu als Spiegel der Seele, durch den der Mensch den Anderen und zugleich auch sich selbst erkennt, wie es etwa Jean-Paul Sartre in seiner berühmten phänomenologischen Analyse des Blicks in seinem philosophischen Hauptwerk «Das Sein und das Nichts» geschildert hat: „Das «Vom-Anderen-gesehen-werden» ist die Wahrheit des «den-Anderen-Sehens».“[1]
Literatur
- Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1990, ISBN 978-3498060602; eBook ASIN B07CMDDQGB
- J. Kevin O’Regan, Alva Noë: A sensorimotor account of vision and visual consciousness, in: Behavioral and Brain Sciences 24 (5), 2001, pp. 939–1031 doi:10.1017/S0140525X01000115 pdf
Einzelnachweise
- ↑ Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts, S. 343