Griechische Klassik

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Griechische Klassik (früher auch Attische Philosophie) bezeichnet innerhalb der Geschichte der Philosophie die Zeit zwischen den Vorsokratikern und der hellenistisch-römischen Philosophie. Das Zentrum der Griechischen Klassik war Athen, sie dauerte in etwa von 420 v. Chr. bis 300 v. Chr. und fällt in die Epoche der Philosophie der Antike. Die wichtigsten Philosophen dieser Zeit waren Sokrates, Platon und Aristoteles. Weitere Vertreter waren Aischines von Sphettos, Xenophon und Diogenes von Sinope.

Sokrates

Hauptartikel: Sokrates

Sokrates (469 v. Chr.-399 v. Chr. in Athen) war ein für das abendländische Denken grundlegender griechischer Philosoph, der in Athen zur Zeit der Attischen Demokratie lebte und wirkte. Zur Erlangung von Menschenkenntnis, ethischen Grundsätzen und Weltverstehen entwickelte er die philosophische Methode eines strukturierten Dialogs, die er Maieutik („Hebammenkunst“) nannte.

Aischines von Sphettos

Aischines von Sphettos (vermutlich zwischen 430 v. Chr. und 420 v. Chr. - nach 357/356 v. Chr.) war ein griechischer antiker Philosoph und ein Schüler des Sokrates.

Aristippos von Kyrene

Aristippos von Kyrene (altgriechisch Ἀρίστιππος ὁ Κυρηναίος Aristippos hò Kyrēnaíos, latinisiert Aristippus Cyrenaeus; * ungefähr 435 v. Chr. in Kyrene; † ungefähr 355 v. Chr.) war ein griechischer antiker Philosoph. Er gilt als Begründer der kyrenaischen Schule und des Hedonismus. Aristippos war ein Schüler des Sokrates. Seine Schriften sind verloren; erhalten sind lediglich etliche Berichte über Leben und Lehre, sogenannte Testimonien.

Xenophon

Hauptartikel: Xenophon

Xenophon (zwischen 430 und 425 v. Chr. - nach 355 v. Chr.)[1] war ein antiker griechischer Politiker, Feldherr und Schriftsteller in den Bereichen Geschichte, Ökonomie und Philosophie. Er war ein Schüler des Sokrates.

Phaidon von Elis

Phaidon von Elis (altgriechisch Φαίδων Phaídōn, latinisiert Phaedon Elidensis; * um 417 v. Chr. in Elis; † im 4. Jahrhundert v. Chr.) war ein griechischer Philosoph der Antike. Er gilt als Gründer einer Schule, die nach seinem Wohnort die „elische Schule“ genannt wird; man spricht auch von der elisch-eretrischen Schule, doch ist zweifelhaft, ob es sich tatsächlich um eine eigenständige, auf Phaidon zurückgehende Schulrichtung handelt.

Platon

Hauptartikel: Platon

Platon 428/427 v.Chr.-348/427 v.Chr. war ein antiker griechischer Philosoph. Er war Schüler des Sokrates, dessen Denken und Methode er in vielen seiner Werke schilderte. Die Vielseitigkeit seiner Begabungen und die Originalität seiner wegweisenden Leistungen als Denker und Schriftsteller machten Platon zu einer der bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Geistesgeschichte. In der Metaphysik und Erkenntnistheorie, in der Ethik, Anthropologie, Staatstheorie, Kosmologie, Kunsttheorie und Sprachphilosophie setzte er Maßstäbe auch für diejenigen, die ihm – wie sein Schüler Aristoteles – in zentralen Fragen widersprachen.

Aristoteles

Hauptartikel: Aristoteles

Aristoteles (384 v. Chr. - 322 v. Chr.) gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen der Geschichte. Sein Lehrer war Platon, doch hat Aristoteles zahlreiche Disziplinen entweder selbst begründet oder maßgeblich beeinflusst, darunter Wissenschaftstheorie, Logik, Biologie, Physik, Ethik, Staatstheorie und Dichtungstheorie. Aus seinem Gedankengut entwickelte sich der Aristotelismus. Aristoteles gründete nach Platons Tod eine eigene Philosophenschule, die Peripatetische Schule. Er war zwischenzeitlich auch Lehrer und Erzieher von Alexander dem Großen.

Diogenes von Sinope

Hauptartikel: Diogenes von Sinope

Diogenes von Sinope (vermutlich um 410 v. Chr. - vermutlich 323 v. Chr.) war ein antiker griechischer Philosoph. Er zählt zur Strömung des Kynismus. Sein Beiname „der Hund“ (kýōn) war ursprünglich vermutlich als auf seine Schamlosigkeit bezogenes Schimpfwort gemeint. Diogenes aber fand ihn passend und hat sich seither selbst so bezeichnet.

Schulen und Strömungen

Während der griechischen Klassik kam es zu etlichen Schul- und Strömungsbildungen, die teilweise über die griechische Klassik hinaus Bestand hatten. Allerdings handelte es sich bei einigen der bereits von antiken Philosophiehistorikern so bezeichneten Schulen um nachträgliche, möglicherweise nicht historische Konstruktionen, die dazu dienten, mehrere Denker zu Gruppen zusammenfassen.

  • Megariker, 5. bis 3. Jahrhundert v. Chr., begründet von Euklid von Megara
  • Platonische Akademie, 4. Jahrhundert v. Chr. bis 6. Jahrhundert (mit Unterbrechungen und Neugründungen), begründet von Platon
  • Elisch-eretrische Schule, 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr., begründet von Phaidon von Elis bzw. Menedemos von Eretria
  • Kyrenaiker, 4. bis 3. Jahrhunderts v. Chr., begründet von Aristippos von Kyrene
  • Kyniker, 4. Jahrhundert v. Chr. bis 5. Jahrhunderts (mit längeren Unterbrechungen), begründet von Antisthenes
  • Peripatos, 4. bis 1. Jahrhundert v. Chr., begründet von Aristoteles

Literatur

  • Klaus Döring: Sokrates, die Sokratiker und die von ihnen begründeten Traditionen. In: Hellmut Flashar (Hrsg.): Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, ISBN 3-7965-1036-1, S. 139–364

Einzelnachweise

  1. Lebensdaten nach Klaus Döring: Xenophon. In: Hellmut Flashar: Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, Band 2/1, Schwabe, Basel 1998, S. 182–200, hier: S. 183, 185.
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