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Lumbini

Aus AnthroWiki
Lage von Lumbini in Nepal

Lumbini (Vorlage:NeS Lumbinī, heute Rummindai) ist nach der zunächst mündlichen Überlieferung der Geburtsort Siddhartha Gautamas, des Begründers des Buddhismus. Der Ort liegt nur wenige Kilometer nördlich der Grenze zu Indien im Stadtgebiet von Lumbini Sanskritik im heutigen Nepal (Distrikt Rupandehi). Das Pilgerzentrum mit seinem Friedenspark wurde im Jahr 1997 von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft.[1]

Legende und Geschichte

Im Umkreis des Mayadevi-Tempels wurden zu Beginn des 21. Jahrhunderts Ausgrabungen vorgenommen, deren Ergebnisse auf eine weit ins 1. Jahrtausend v. Chr. zurückreichende religiös-sakrale Tradition des Platzes schließen lassen.[2] Unter dem heutigen Tempel fanden sich die Überreste eines Holzbauwerks (Tempel?) aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., welches von Archäologen als ältestes bekanntes Heiligtum Buddhas angesehen wird.[3]

Maya, die Mutter Buddhas, soll ihren Sohn auf einer Reise zu ihren Eltern – im Stehen und sich mit den Händen in den Zweigen eines Baumes festhaltend – geboren haben; wenige Tage darauf verstarb sie. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Siddharta Gautama, wie der Knabe genannt wurde, jedoch im Palast seines Vaters Shuddhodana in Kapilavastu.

Um das Jahr 245 v. Chr., also etwa 250 Jahre nach dem zeitlich umstrittenen Todesjahr Buddhas, ließ König Ashoka eine ca. 6,50 m hohe und mit einer Inschrift versehene Steinsäule errichten (siehe: Edikte des Ashoka). Die in Brahmi verfasste Inschrift lautet:

„Zwanzig Jahre nach seiner Krönung kam König Devanampiya Piyadasi (Ashoka) hierher und bezeigte seine Verehrung, weil der Buddha, der Weise aus dem Shakya-Geschlecht ('shakyamuni'), hier geboren worden ist. Er ließ einen Steinzaun anfertigen und eine Steinsäule errichten, um anzuzeigen, dass hier der Erhabene ('bhagawan') geboren wurde. Das Dorf Lumbini befreite er von Steuern und (setzte) seine Naturalabgaben (vom üblichen Viertel) auf ein Achtel.“

Die Bezeichnung Buddhas als Shakyamuni hat Verdacht erregt, da die früheste Verwendung dieses Ehrennamens erst aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. bekannt ist.

Lumbini wurde von den beiden chinesischen Mönchen Faxian (um 400 n. Chr.) und Xuanzang (um 650) auf ihren Reisen durch Nordindien besucht. Xuanzang erwähnt ein Pferdekapitell auf der Ashoka-Säule, welches möglicherweise durch einen Blitzschlag zerstört wurde; die Inschrift wird jedoch von beiden nicht erwähnt, was daran liegen mag, dass sie vielleicht schon damals unter dem Bodenniveau verborgen war.

Der Ort wurde im Jahr 1896 u. a. vom deutschen Indologen Alois Anton Führer archäologisch wiederentdeckt. Da jedoch große Teile seiner Schriften als Plagiat oder gar als Fälschung entlarvt wurden, sind seine Angaben mit Vorsicht zu betrachten.

Sehenswürdigkeiten

Auf dem Gelände des Friedensparks von Lumbini stehen zahlreiche Pagoden und Tempel verschiedener buddhistischer Länder Asiens.

Siehe auch

Weitere bedeutende buddhistische Stätten in der Umgebung von Lumbini sind:

Literatur

Weblinks

Commons: Lumbini – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

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Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Lumbini aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.