Martianus Capella

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Die Musik als eine der Sieben Freien Künste in Martianus Capellas: De nuptiis Philologiae et Mercurii.

Martianus Min(n)e(i)us Felix Capella (meist kurz: Martianus Capella) war ein römischer Enzyklopädist des 5. oder frühen 6. Jahrhunderts und beeinflusste nachhaltig das abendländische Bildungswesen im Mittelalter durch seine enzyklopädische Darstellung der Sieben Freien Künste, die auch in der Schule von Chartres die Grundlage des Unterrichts bildeten.

„Und jetzt stellen Sie sich einmal die untergehende römische Welt vor, und dann, was in dieser Welt noch als Kampf von der alten Zeit her da war: daß man die Begriffe noch in der geistigen Welt erlebte und an die Sinnesdinge herantrug. Das empfanden solche Leute wie, sagen wir Martianus Capella, der im 5. Jahrhundert seine Abhandlung schrieb: «De nuptiis Philologiae et Mercurii», in der er danach ringt, dieses, was immer abstrakter und abstrakter werden will in den Ideen, dennoch in der geistigen Welt zu suchen.“ (Lit.:GA 214, S. 24)

Leben

Über das Leben des Martianus, der sich selbst Felix oder Felix Capella nannte, liegen nur sehr wenige, teils zweifelhafte Informationen vor, die aus autobiographischen Andeutungen in seinem Werk gewonnen werden. Chronologische Angaben fehlen, und in der Forschung sind sehr unterschiedliche Meinungen über seine Lebensdaten geäußert worden; die Vermutungen schwankten zwischen dem späten 3. und dem frühen 6. Jahrhundert, heute wird meist das 5. oder frühe 6. Jahrhundert angenommen.[1]

Martianus ist vermutlich in Karthago geboren. Jedenfalls ist er dort aufgewachsen; anscheinend hat er den größten Teil seines Lebens in Karthago verbracht. Ein Aufenthalt in Rom wird vermutet, doch ist dies sehr unsicher. Spekulativ sind auch die Hypothesen über seinen Beruf und seine soziale Herkunft. Man hat vermutet, dass er aus bäuerlichem Milieu stammte und Autodidakt war. Nach einer anderen, in der Forschung häufiger vertretenen Meinung gehörte er der Oberschicht an. Aus einer unklaren Formulierung hat man gefolgert, dass er Prokonsul in Afrika gewesen sei. Oft wird angenommen, dass er Jurist war; auch eine Tätigkeit als Rhetorik- oder Grammatiklehrer kommt in Betracht.[2] Anscheinend verfügte er über Griechischkenntnisse.[3]

Unklar ist auch, ob Martianus Christ war. Es fällt auf, dass sein Werk keinerlei Anspielungen auf das Christentum enthält. Dieses Schweigen und einige weitere Indizien, darunter seine Schilderung verlassener Orakelstätten des Gottes Apollon, deuten darauf, dass er Anhänger der alten paganen Religion und Kultur war, deren Hauptinhalte er in seinem Werk zusammenfassen wollte. In der Forschung wurde sogar eine verhüllte antichristliche Stoßrichtung vermutet. Möglicherweise war Martianus oberflächlich christianisiert.[4]

Werk

Das einzige bekannte Werk des Martianus trägt traditionell den Titel De nuptiis Philologiae et Mercurii („Die Hochzeit der Philologie mit Mercurius“), der allerdings nicht vom Autor stammt. Er verfasste es in fortgeschrittenem Alter, als er im Ruhestand lebte, und widmete es seinem Sohn. Der mögliche Entstehungszeitraum reicht von 410 bis zum ersten Viertel des 6. Jahrhunderts.[5] Aufgrund einiger Indizien wird eine Abfassung in Rom vermutet.[6]

Es handelt sich um eine offenbar als Lehrbuch konzipierte Enzyklopädie in neun Büchern in der Form einer Menippeischen Satire. In die Prosa sind Verse in 15 verschiedenen Versmaßen eingestreut. Dargestellt wird der Kanon der Sieben Freien Künste.

„Wir sehen eine maßgebende, eine tonangebende Persönlichkeit in Marlianus Capeila auftreten.

Das ist diejenige Persönlichkeit, die zuerst das maßgebende, grundlegende Buch schreibt über die sieben Freien Künste, die ja dann bei allem Unterrichten und Lehren durch das ganze Mittelalter hindurch eine große Rolle spielten: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie und Musik; die sieben Freien Künste, die dann zusammen in ihrem Wirken eben dasjenige gaben, was man dazumal Natur- und Welterkenntnis nannte.

Das Buch von Martianus Capella erscheint zunächst etwas trocken, nüchtern. Allein, meine lieben Freunde, man muß wissen, daß solche Bücher namentlich in diesen ersten Zeiten des Mittelalters dennoch aus spirituellen Untergründen hervorgegangen sind; geradeso wie auch noch die späteren Darstellungen, die aus der Schule von Chartres hervorgegangen sind, einen ähnlich nüchternen, katalogisierenden Charakter haben. Und so muß man auch das, was in trockener, nüchterner Darstellungsweise bei Martianus Capeila sich findet über die sieben Freien Künste und die hinter ihnen wirkende Natur, als den Ausfluß gewisser instinktiver, höherer Anschauungen betrachten können. Denn dasjenige, was die sieben Freien Künste waren, das wurde in der Tat als Wesenhaftes vorgestellt, wie die Natur selber — das habe ich ja schon dargestellt in diesen Vorträgen — als Wesenhaftes dargestellt wurde. Und wenn auch solche Persönlichkeiten wie Martianus Capella und andere, die diese Dinge aufzeichneten, trocken sind, so waren sie doch durchaus kundig des Umstandes, daß das alles angeschaut werden kann, daß Dialektik, Rhetorik Lebewesen sind, Inspiratoren des menschlichen Könnens und des menschlichen geistigen Wirkens. Und daß die Göttin Natura ganz ähnlich vorgestellt wurde wie die alte Proserpina, das habe ich ja hier schon ausgeführt.“ (Lit.:GA 238, S. 137f)

Inhalt

Seite einer Handschrift von De nuptiis, 10. Jahrhundert, Paris, Bibliothèque Nationale, Lat. 7900 A

Satura, die Personifizierung der Satire, hat dem Autor den Inhalt des Werks erzählt. Die Rahmenhandlung ist mythisch-allegorisch. Als Einleitung dient eine allegorische Szenerie. Geschildert wird eine Brautsuche und die anschließende „heilige Hochzeit“. Das Brautpaar sind der Götterbote Merkur, der Gott der Beredsamkeit, und eine sterbliche Jungfrau, die Philologie. Unter Philologie verstand man damals die gesamte Gelehrsamkeit, nicht wie heute speziell Sprach- und Literaturwissenschaft. Die ersten beiden Bücher handeln von den Vorbereitungen. Merkur ist bei der Brautschau erfolglos geblieben und wendet sich auf den Rat der Virtus (Tugend) an den Gott Apollon, der ihm die „überaus gelehrte“ Philologia empfiehlt. Nachdem der Göttervater Jupiter und seine Gemahlin Juno dem Hochzeitsplan zugestimmt haben, wird eine Götterversammlung einberufen, die ebenfalls einwilligt und beschließt, die sterbliche Braut unter die Unsterblichen aufzunehmen. Philologia wird zur Hochzeit geschmückt und erhält den Trank der Unsterblichkeit. Merkurs Hochzeitsgabe an seine künftige Gemahlin sind sieben jungfräuliche Dienerinnen, welche die Sieben Freien Künste personifizieren. Sie treten der Reihe nach auf, wobei jeweils Kleidung und Auftreten genau beschrieben werden, und jede legt in einem der restlichen Bücher (3–9) zusammenfassend ihre Wissenschaft dar. Buch 3 behandelt die Grammatik, Buch 4 die Dialektik, Buch 5 die Rhetorik, Buch 6 die Geometrie, Buch 7 die Arithmetik, Buch 8 die Astronomie und Buch 9 die Harmonie (Musik). Somit wird zunächst in den Büchern 3–5 das Trivium, dann in den Büchern 6–9 das Quadrivium dargestellt. Die Architektur und die Medizin sind aus dem Fächerkanon ausgeschlossen, da sie sich auf Irdisches und Vergängliches beziehen und daher nicht in die himmlische Götterwelt passen.[7] Schließlich geleitet die Harmonie das Brautpaar ins Schlafgemach.

Im dritten Buch, das von der Grammatik handelt, werden nacheinander Buchstaben, Silben, Redeteile, Deklination, Konjugation, Anomalie (Wörter, die nicht den sprachlichen Regeln folgen) sowie gelungener und fehlerhafter Sprachgebrauch behandelt. Dargestellt werden Lautlehre und Formenlehre, nicht jedoch die Syntax. Das vierte Buch handelt von der Dialektik (Logik, „Wissenschaft vom guten Disputieren“), und zwar zuerst hinsichtlich einzelner Wörter, dann hinsichtlich der Bestandteile und Arten von Sätzen; dann werden wahrheitsfähige Aussagen und schließlich die Syllogismen betrachtet. Im fünften Buch, dessen Thema die Rhetorik ist, werden erst ausführlich die einzelnen Aufgaben des Redners erörtert, nämlich „Stoffauffindung“ (inventio, mit der Lehre von den juristischen Fragestellungen und den Beweisen), Stoffgliederung, Darstellung, Auswendiglernen und Vortrag, und dann relativ knapp die Teile der Rede besprochen. Das Thema des sechsten Buches ist eigentlich die Geometrie, doch handelt der weitaus größte Teil von der Geographie. Die beiden Wissensgebiete erscheinen als eng miteinander verflochten. Die Ausführlichkeit der Rede Geometrias ruft den Unmut der Götter hervor. Im siebten Buch geht es um die Arithmetik; die Zahlen werden erst knapp unter qualitativem Gesichtspunkt (Zahlensymbolik) betrachtet, dann ausführlich unter quantitativem (eigentliche Arithmetik).

Das System des Martianus Capella nach Valentin Naibod: Primae de coelo et terra institutiones, Venedig 1573, fol. 41 recto

Im achten Buch legt Astronomia ihre Lehre dar; Themen sind die Himmelskugel mit den zehn Himmelskreisen, die Fixsterne und die Planeten (zu denen Sonne und Mond gezählt werden). Martianus ist der Ansicht, dass die Planeten Merkur und Venus nicht die Erde, sondern die Sonne umkreisen; damit vertritt er eine Änderung gegenüber dem damals herrschenden rein geozentrischen Weltbild. Im letzten Buch tritt Harmonia auf und spricht über ihre Wissenschaft, die Musiktheorie; eigentlich ist sie nur für die Harmonik zuständig, doch behandelt sie auch die Rhythmik. Die Harmonie in der Musik wird im Sinne der pythagoreischen Tradition mit der Harmonie des Universums (Sphärenharmonie) in Verbindung gebracht. Zu den Themen gehören die Wirkungen der Musik auf Seele und Körper des Menschen und ihre Verwendung in der Heilkunst.

Der Kanon der Sieben Freien Künste war nicht, wie früher in der Forschung angenommen wurde, schon seit der Epoche des Hellenismus oder zumindest seit Varro im Erziehungswesen verbreitet. Vielmehr handelt es sich um ein erst im Neuplatonismus entstandenes Konzept, das vor Augustinus und Martianus Capella nicht bezeugt ist. Die ursprüngliche Zielsetzung war dabei nicht schulisch (Erlangung von Allgemeinbildung), sondern philosophisch (Ermöglichung der Rückkehr der Vernunftseele in ihre göttliche Heimat, den intelligiblen Bereich). Das Werk des Martianus ist nur vor dem Hintergrund seiner neuplatonischen Gedankenwelt zu verstehen.[8]

„Wir sehen, wie das allmählich verschwimmt, wie die alte Anschauung aufhört. Jene alte Anschauung hatte noch gewußt: Dringe ich hinüber in die geistige Welt, begleiten mich die Engel. - Oder wenn es Griechen waren, haben sie diese «Wächter» genannt. Solch ein Mensch, der hinausgegangen ist auf dem Wege des Geistes, der wußte sich begleitet von einem Wächter.

Das, was in alten Zeiten eine wirkliche geistige Wesenheit, der Wächter war, das war zu den Zeiten, als Capella schrieb, bereits die Grammatik, die erste Stufe der siebengliedrigen sogenannten freien Künste. In älteren Zeiten wußte man: Dasjenige, was in Grammatik lebt, was in den Worten und Wortzusammenhängen lebt, das ist etwas, was dann weiter hinaufführt in die Imagination. Man wußte im Wortzusammenhang den Engel wirksam, den Wächter.

Würden wir die Darstellungen bei älteren Zeiten suchen, so würden wir nirgends eine stroherne Definition finden. Es ist ja interessant, daß Capella nicht etwa die Grammatik so schildert wie die spätere Renaissance, sondern die Grammatik ist da noch eine richtige Person, und die Rhetorik als zweite Stufe wiederum eine Person. Dort sind sie schon stroherne Allegorien, früher waren sie geistige Anschauungen, die nicht bloß eben etwas lehrten, wie zum Beispiel beim Capella gelehrt wird, sondern die schaffende Wesenheiten waren, und das Hineingehen zum Geiste war gefühlt als ein Hineindringen zu schaffenden Wesenheiten. Nun waren das Allegorien geworden, aber immerhin noch Allegorien. Es sind immerhin noch, wenn sie auch nicht mehr sehr stattlich sind, wenn sie auch schon ziemlich schmächtig geworden sind, es sind immerhin noch Damen, diese Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Sie sind ja sehr mager und haben eigentlich nur noch, sagen wir, die Knochen der geistigen Anstrengung und die Haut der Begriffe, aber es sind immerhin noch respektable Damen, die diesen Capella, den ältesten Schriftsteller über die sieben freien Künste, hineintragen in die geistige Welt. Mit diesen sieben Damen macht er nach und nach sozusagen Bekanntschaft; zuerst mit der Dame Grammatik, dann mit der Dame Rhetorik, mit der Dame Dialektik, mit der Dame Arithmetik, mit der Dame Geometrie, mit der Dame Musik, und endlich mit der alles überragenden himmlischen Dame Astrologia. Es sind eben durchaus Damen. Wie gesagt, es sind ihrer sieben. Das siebenfach Weibliche zieht uns hinan - so hätte er schließen können, der Capella, indem er seinen Weg zur Weisheit schilderte. Aber denken Sie daran, was daraus geworden ist! Denken Sie an die späteren mittelalterlichen Klosterschulen. Die haben gegenüber der Grammatik und Rhetorik, wenn sie gebüffelt haben, nicht mehr empfunden: Das ewig Weibliche zieht uns hinan! Es war tatsächlich so, daß aus dem Lebendigen herausgewachsen ist zuerst das Allegorische und dann das Intellektuelle.“ (Lit.:GA 214, S. 24f)

Rezeption

Das Werk des Martianus erfreut sich jahrhundertelang einer außerordentlichen Beliebtheit. Mindestens 241 Handschriften sind bekannt. Das Ausmaß der Verbreitung und der Nutzung für Unterrichtszwecke in der Spätantike ist unklar; im Mittelalter wird es zu einem Hauptpfeiler des Bildungswesens. Erstmals zitiert wird es im 6. Jahrhundert von dem Mythographen Fulgentius, der als Erster den bis heute gängigen Titel anführt. Der gallorömische christliche Geschichtsschreiber Gregor von Tours nennt den Autor „unser Martianus“. Die ältesten erhaltenen Handschriften stammen aus der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts; nach der Mitte des 9. Jahrhunderts beginnt auch die mittelalterliche Kommentierung. Das Werk wird nun als Schulbuch verwendet. Prominente karolingerzeitliche Martianus-Kommentatoren sind Johannes Scottus Eriugena und Remigius von Auxerre. Notker der Deutsche übersetzt die ersten beiden Bücher ins Althochdeutsche. Im 12. Jahrhundert befasst sich die als „Schule von Chartres“ bekannte Gelehrtengruppe mit Martianus. Zahlreiche bildliche Darstellungen der Sieben Freien Künste im Mittelalter basieren auf seinen Beschreibungen. Ab dem Hochmittelalter schwindet das Interesse. Kopernikus lobt Martianus wegen dessen Eintretens für ein heliozentrisches Element innerhalb des in der Antike vorherrschenden geozentrischen Weltbilds.[9]

Die erste Martianus-Edition, besorgt von Franciscus Vitalis Bodianus, erschien 1499 in Vicenza; bis zum Ende des 16. Jahrhunderts folgten sechs weitere Ausgaben, darunter eine im Jahr 1599 von Hugo Grotius besorgte.[10]

In der Moderne wird Martianus oft wegen seines teils dunklen Stils und wegen übermäßiger Wortfülle getadelt.

Der Mondkrater Capella ist nach ihm benannt.

Ausgaben und Übersetzungen

  • Martianus Capella: Les noces de Philologie et de Mercure. Les Belles Lettres, Paris (kritische Ausgabe, lateinischer Text mit französischer Übersetzung und Kommentar; bisher erschienen:)
  • James Willis (Hrsg.): Martianus Capella. Teubner, Leipzig 1983 (kritische Ausgabe; die Teubner-Edition von Adolf Dick ist dadurch überholt)
  • Hans Günter Zekl (Übersetzer): Martianus Capella: Die Hochzeit der Philologia mit Merkur. De nuptiis Philologiae et Mercurii. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 978-3-8260-3043-7

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Übersetzungen und Kommentare

  • Cora E. Lutz (Hrsg.): Dunchad: Glossae in Martianum. Lancaster Press, Lancaster 1944
  • Cora E. Lutz (Hrsg.): Remigii Autissiodorensis commentum in Martianum Capellam. 2 Bände. Brill, Leiden 1962–1965 (kritische Edition)
  • Haijo Jan Westra u.a. (Hrsg.): The Berlin commentary on Martianus Capella’s De nuptiis Philologiae et Mercurii. 2 Bände, Brill, Leiden 1994–1998
  • Haijo Jan Westra (Hrsg.): The Commentary on Martianus Capella’s De nuptiis Philologiae et Mercurii attributed to Bernardus Silvestris. Pontifical Institute of Mediaeval Studies, Toronto 1986, ISBN 0-88844-080-4
  • Gabriella Moretti (Hrsg.): I primi volgarizzamenti italiani delle Nozze di Mercurio e Filologia. Università degli Studi di Trento, Trento 1995, ISBN 88-86135-43-2
  • Ilaria Ramelli (Hrsg.): Scoto Eriugena, Remigio di Auxerre, Bernardo Silvestre e Anonimi: Tutti i commenti a Marziano Capella. Bompiani, Milano 2006, ISBN 88-452-5739-8 (lateinische Texte ohne kritischen Apparat und italienische Übersetzungen)

Literatur

Übersichtsdarstellungen

Untersuchungen und Kommentare

  • Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘. Darstellung der Sieben Freien Künste und ihrer Beziehungen zueinander. Teubner, Stuttgart/Leipzig 1999, ISBN 3-519-07668-3 (Habilitationsschrift)
  • Danuta Shanzer: A Philosophical and Literary Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis Philologiae et Mercurii Book 1. University of California Press, Berkeley 1986, ISBN 0-520-09716-5

Rezeption

  • Brigitte Englisch: Die Artes liberales im frühen Mittelalter (5.–9. Jahrhundert). Das Quadrivium und der Komputus als Indikatoren für Kontinuität und Erneuerung der exakten Wissenschaften zwischen Antike und Mittelalter. Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06431-1
  • Sonja Glauch: Die Martianus-Capella-Bearbeitung Notkers des Deutschen. Band 1: Untersuchungen, Band 2: Übersetzung von Buch I und Kommentar. Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 3-484-89116-5
  • Mariken Teeuwen: Harmony and the Music of the Spheres. The Ars Musica in Ninth-Century Commentaries on Martianus Capella. Brill, Leiden 2002, ISBN 90-04-12525-6
  • Mariken Teeuwen, Sinéad O'Sullivan (Hrsg.): Carolingian Scholarship and Martianus Capella. Ninth-Century Commentary Traditions on De nuptiis in Context. Brepols, Turnhout 2011, ISBN 978-2-503-53178-6

Rudolf Steiner

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Siehe auch

Weblinks

 Wikisource: Martianus Capella – Quellen und Volltexte
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Einzelnachweise

  1. Zur Datierungsproblematik siehe Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 16–21.
  2. Danuta Shanzer: A Philosophical and Literary Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis Philologiae et Mercurii Book 1, Berkeley 1986, S. 2; Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 12–15; Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Martianus Capella: Les noces de Philologie et de Mercure, Bd. 7, Paris 2003, S. IX f.
  3. Danuta Shanzer: A Philosophical and Literary Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis Philologiae et Mercurii Book 1, Berkeley 1986, S. 4; Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 33.
  4. Danuta Shanzer: A Philosophical and Literary Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis Philologiae et Mercurii Book 1, Berkeley 1986, S. 21–28; Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 21 f.; Samuel I. B. Barnish: Martianus Capella and Rome in the Late Fifth Century. In: Hermes 114, 1986, S. 98–111, hier: 107 f.
  5. Danuta Shanzer: A Philosophical and Literary Commentary on Martianus Capella’s De Nuptiis Philologiae et Mercurii Book 1, Berkeley 1986, S. 5–17; Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 19–21; Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Martianus Capella: Les noces de Philologie et de Mercure, Bd. 7, Paris 2003, S. X–XVI.
  6. Samuel I. B. Barnish: Martianus Capella and Rome in the Late Fifth Century. In: Hermes 114, 1986, S. 98–111.
  7. Martianus Capella, De nuptiis Philologiae et Mercurii 891.
  8. Ilsetraut Hadot: Martianus Capella, Mittler zwischen griechisch-römischer Antike und lateinischem Mittelalter. In: Arbogast Schmitt, Gyburg Radke-Uhlmann (Hrsg.): Philosophie im Umbruch, Stuttgart 2009, S. 15–33.
  9. Sabine Grebe: Martianus Capella: ‚De nuptiis Philologiae et Mercurii‘, Stuttgart/Leipzig 1999, S. 571.
  10. Jean-Yves Guillaumin (Hrsg.): Martianus Capella: Les noces de Philologie et de Mercure, Bd. 7, Paris 2003, S. LXXXIX f.; eine der Ausgaben (Basel 1532) ist online.
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