Relativismus

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Der Relativismus oder Relationismus (von lat. relatio, „Verhältnis“, „Beziehung“) ist eine erkenntnistheoretische Strömung, die davon ausgeht, dass Erkenntnis stets von bestimmten, als gültig vorausgesetzen Bedingungen abhängig sei, die ihrerseits wiederum in einem infiniten Regress von weiteren Bedingungen bestimmt seien. Daraus wird zumeist geschlossen, dass die Wahrheit von philosophischen und wissenschaftlichen Aussagen und Prinzipien niemals mit absoluter Sicherheit zu beweisen und in diesem Sinn stets relativ sei.[1] Eine Letztbegründung solcher Aussagen sei daher nicht möglich. In der Ethik wird entsprechen die Existenz allgemeingültiger absoluter Werte verneint und für einen Wertepluralismus plädiert.

Das Standardargument gegen den Relativismus lautet, dass er auf sich selbst angewendet, selbst relativiert wird und damit seine Gültigkeit nicht beweisen kann.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Kurt Hübner: Kritik der wissenschaftlichen Vernunft, Alber Verlag, Freiburg 1978, ISBN 3-495-47592-3