Tempelberg

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Panoramabild des Tempelbergs mit dem Felsendom

Der Tempelberg (hebr. הר הבית Har haBait, arab.  الحرم الشريف al-haram asch-scharif, DMG al-ḥaram aš-šarīf ‚das edle Heiligtum‘) liegt oberhalb des Kidrontales im Südosten der Altstadt von Jerusalem.

Kain und Abel brachten hier Jahve ihre Opfer dar (Gen 4,1-16 LUT) und Abraham legte hier auf diesem Hügel im Land Moria (auch Morija, Moriah, Morijah) seinen Sohn Isaak auf den Altar, um ihn zu opfern (Gen 22,2 LUT). Jakob hatte eben an dieser Stelle seine Vision der Himmelsleiter (Gen 28,10-22 LUT). Später soll hier die Himmelfahrt Mohammeds stattgefunden haben, von der im Koran in zwei unterschiedlichen Versionen berichtet wird. In Sure 17 (arab. الإسراء, DMG al-isrāʾ ‚die nächtliche Reise‘) wird die Nachtreise des Propheten Mohammed zu einer „entfernten Moschee“ geschildert (Koran 17:1). Nach der anderen Version (al-Miʿrādsch / المعراج / al-miʿrāǧ, von عرج / ʿaraǧa /„in die Höhe steigen, hinaufsteigen“) soll Mohammed in Mekka von einem Ort in der Heiligen Kaaba geleitet von dem Erzengel Gabriel über eine Leiter in den siebenten Himmel hinaufgestiegen sein. Die Vision des Propheten wird im (Koran 53:1-18) und (Koran 81:1-29) angedeutet.

Auf dem künstlich eingeebneten Felsenplateau wurde von dem von Salomo bestellten Baumeister Hiram der Salomonische Tempel errichtet, wovon sehr ausführlich in der von Christian Rosenkreutz gegebenen Tempellegende berichtet wird. Später stand hier der Herodianische Tempel. Heute befindet sich hier der vermutlich zwischen 687 und 691 errichtete Felsendom, der älteste monumentale Sakralbau des Islam, und auf der südlichen Seite des Tempelberges die al-Aqṣā-Moschee als dessen drittwichtigste Moschee.

Panorama mit Blick vom Ölberg auf Jerusalem und den Tempelberg mit dem Felsendom bei Nacht

Siehe auch