Eine freie Initiative von Menschen bei mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ... |
| Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages. Please note that some mistranslations can occur due to machine translation. |
1250
Um 1250 trat für eine kurze Zeit eine völlige geistige Finsternis ein, während der auch geistig höchstentwickelten Persönlichkeiten der Einblick in die geistige Welt verwehrt wurde, nachdem die letzten Reste des alten Hellsehens schon lange zuvor mit dem Beginn des Kali Yuga, dessen Beginn Rudolf Steiner für das Jahr 3101 v. Chr.[1] ansetzt, am Ende der Urpersischen Zeit für den weitaus größten Teil der Menschheit schlagartig erloschen waren. Das Kaliyuga währte 5000 Jahre und endete somit nach Rudolf Steiner 1899.
Da auch für die höchsten Eingeweihten um 1250 das Hellsehen vollkommen erlosch, konnten auch sie nur mehr aus der Überlieferung über die geistigen Zusammenhänge sprechen. Das Verhältnis des Menschen zur kosmischen Intelligenz änderte sich. Es wurde das Zeitalter des Intellekts und eine diesem Zeitalter angemessene neue Form der Einweihung, die Rosenkreuzer-Einweihung vorbereitet.
Auch in den Wirkungen der höheren geistigen Hierarchien gab es einschneidende Veränderungen. Die Archai, die Zeitgeister oder Geister der Persönlichkeit, haben im positiven Sinne sehr stark in die irdische Entwicklung eingegriffen seit der ägyptisch-babylonischen Zeit. Ab dem Jahr 1250 ist das anders geworden, die Archai greifen nicht mehr so stark unmittelbar in das irdische Geschehen ein, sondern wirken mehr in den höheren Welten. Das hängt äußerlich zusammen mit einer Änderung der Stellung der Erdachse um diese Zeit, was auch die Jahreszeiten beeinflusst hat, die früher gleichmäßiger verteilt waren. Zugleich übernehmen aber seit dem Asuras, böse Geister der Persönlichkeit, auch Geister des Egoismus genannt, ihren Platz und wecken in einzelnen menschlichen Persönlichkeiten den bewussten Willen zum Bösen, wie er erst seit dem Bewusstseinsseelen-Zeitalter möglich ist. Beispiele sind etwa die Borgia-Päpste, die Konquistatoren und überhaupt die sich unter den Herrschenden immer stärker ausbreitende macchiavellistische Gesinnung.
„Im dreizehnten Jahrhundert war für alle Menschen eine geistige Finsternis, selbst für die erleuchtetsten Geister, auch für die Eingeweihten. Alles, was damals im dreizehnten Jahrhundert gewußt wurde von geistigen Welten, das wußte man durch Überlieferung oder von schon früher Eingeweihten, die ihre Erinnerung an das, was sie damals erlebt hatten, weckten. Aber für eine kurze Zeit konnten auch diese Geister nicht unmittelbar hineinblicken in die geistige Welt. Diese kurze Zeit der Verfinsterung mußte damals sein, um das Charakteristische unseres jetzigen Zeitalters vorzubereiten: die heutige intellektuelle, verstandesmäßige Kultur. Das ist das Wichtige, daß wir das heute in der fünften nachatlantischen Kulturperiode haben. Das war nicht so in der griechischen Kulturperiode. Da war an Stelle des jetzigen verstandesmäßigen Denkens die unmittelbare Anschauung das Dominierende. Der Mensch wuchs sozusagen zusammen mit dem, was er sah und hörte, ja, auch mit dem, was er dachte, wuchs der Mensch damals zusammen. Damals wurde nicht so viel spintisiert, wie es heute geschieht und geschehen muß, denn das ist die Aufgabe der fünften nachatlantischen Kulturperiode. Damals, im dreizehnten Jahrhundert, mußten ganz besonders geeignete Persönlichkeiten für die Einweihung ausgewählt werden, und diese Einweihung selbst konnte erst geschehen nach Ablauf jener kurzen Zeit der Verfinsterung. Es ist heute noch nicht möglich, den Ort in Europa zu nennen, wo das geschehen ist, was ich jetzt sagen werde. Aber es wird in nicht ferner Zeit auch dieses geschehen können.“ (Lit.: GA 130, S. 228ff)
„Wir stehen auf einer Erde, die der Auflösung entgegengeht. Allmählich wird es dahin kommen, daß Seen, Flüsse austrocknen. Durch solche Umlagerungen ändert sich das Bild der Erde. Die Geologie gibt schon an, wie wir bereits in einer zerfallenden Epoche darinnen sind. Der namhafte Geologe Sueß bestätigt es, daß statt steigender, belebender Prozesse in der Erde Verwesungsprozesse stattfinden. Das geht bereits durch die große letzte Entwkkelungsepoche der Erde hindurch. Besonders intensiv äußert es sich in der kleinen, seit dem Jahre 1250. Einige Forscher und in ihrem Fach geniale Menschen zeigen manches Fünkchen von Einsicht. Zum Beispiel Burdach. Er bemerkt einen Umschwung seit der Renaissance, doch weiß er nichts von der Richtungsänderung der Erdachse zur Zeit, da sich die Geister der Persönlichkeit zurückzogen.
Verschiedene geistige Wesenheiten greifen in verschiedener Art zu verschiedenen Zeiten ein. Dadurch hat jedes Zeitalter einen eigenen Charakter, wie auch jedes Lebensalter seine besondere Aufgabe hat. Es würde zerstörend, untergrabend wirken, wenn man einführen wollte was nicht zeitgemäß ist, zum Beispiel alte ägyptische Lehren, die im atavistischen Schauen des Volkes verankert waren und als Glaube an eine übersinnliche Welt sich in umgewandelter Gestalt er- halten haben. Nicht, was der Verstand sieht, nicht das Äußere in der Welt ist Gegenstand des Glaubens; dieser hat seine starken Wurzeln in früheren Erfahrungen der Seele. Die Geister der Persönlichkeit, die Archai, sind nicht sichtbar, und doch sind sie da und greifen ein. Ein besonders starkes Eingreifen der Archai war vorhanden in der ägyptisch-babylonischen Zeit. Die Geister der Persönlichkeit waren damals besonders angezogen durch die Erdensphäre. Jetzt ist es anders. Jetzt sind sie am wenigsten angezogen oder sympathisch berührt von dem, was auf Erden geschieht. Sie greifen nicht mehr ein, auch nicht in den Charakter der Menschen. Seit dem Jahre 1250 ist es anders geworden. Im dreizehnten Jahrhundert fand eine wichtige, bedeutende Umwandlung der Erdenverhältnisse statt. Seitdem ließen die Archai nach, so stark einzugreifen. Sie zogen sich zurück zu Taten in den höheren Welten. Vorher war ihre Wirksamkeit mehr auf der Erde selbst gewesen. Solche Ereignisse sind entsprechend zu würdigen, denn es walten seitdem andere Gesetze.
Allen fortschrittlichen Geistern im Weltenall stehen Gegner gegenüber, in diesem Falle jene, die zurückgebliebene Geister der Persönlichkeit sind. Diese Gegner, die schlimmen Geister der Persönlichkeit, gewinnen nun das Feld. Das hängt zusammen mit der Änderung der Stellung der Erdachse um 1250. Die Erde beschreibt ja im Laufe von Jahrtausenden eine Kegelbewegung, eine tanzende Bewegung. Seit dem fünften, sechsten Jahrtausend vor Christus hat die Erdachse sich immer mehr gewendet. Man nennt das wissenschaftlich das Vorrücken des Frühlingspunktes, des Äquinoktiums. Auch die Verteilung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter war früher anders, gleichmäßiger.“ (Lit.: GA 130, S. 327ff)
„Um 1250 war die Krisis, da die Menschheit am meisten von den geistigen Welten abgeschlossen war, während sie dann wieder aufsteigen sollte, und wir sind heute schon wieder auf dem Gange nach der spirituellen Welt. Damals wurde es notwendig die Bilanz zu schaffen zwischen Einweihung und Hellseher-Prinzip. Das war die besondere Aufgabe eines Impulses, der sich hereinbegab in die Lenkung und Leitung der Menschheit, als das Jahr 1250 heranrückte. Damals musste beginnen eine neue Art der Führung, eine neue Art, die Menschen zu leiten und das Gleichgewicht zu schaffen zwischen Einweihung und Hellsehen.
So wurde denn vorbereitet das Rosenkreuzerprinzip der Einweihung und des Hellsehens, das seinen Anfang genommen hat seit den Zeiten des Mittelalters, als die Menschen glaubten, der Mensch könnte überhaupt nicht die geistige Welt erreichen. Denn wenn solche Individualitäten, die in den vorherigen Inkarnationen schon vieles, vieles erreicht hatten, um das Jahr 1250 wieder inkarniert wurden, so war ihr Blick eine Zeit lang vollständig getrübt. Ganz erleuchtete Individuen hatten etwas, als wenn sie wie abgeschnitten wären von der geistigen Welt. So sehen wir, dass es von jener Zeit an notwendig wurde, dass in der Lenkung und Führung der Menschheit ein neues Element auftrat. Das war das Element des Rosenkreuzerprinzipes. Durch dasselbe ist erst im wahren Sinne zu verstehen, wie in die Lenkung und Leitung der ganzen Menschheit wie auch des einzelnen Menschen eingreifen kann für alle Betätigungen dasjenige, was wir den «Christus-Impuls» nennen. Das ist erst durch das Rosenkreuzerprinzip möglich.“ (Lit.: GA 246, S. 369f)
Literatur
- Rudolf Steiner: Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit, GA 130 (1987) pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
- Rudolf Steiner: Nachträge zur Abteilung Mitgliedervorträge, GA 246 (2025), ISBN 978-3-7274-2460-1
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv. Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen. Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. |
Einzelnachweise
- ↑ Nach H. P. Blavatsky und auch nach hinduistischer Tradition begann das finstere Zeitalter schon am 18. Februar 3102 v. Chr. mit dem Tode Krishnas.

















