Ahorn (Acer)

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Ahorne
2015-10-21 13 20 10 Sugar Maple during autumn along Patton Drive in Ewing, New Jersey.jpg

Zucker-Ahorn (Acer saccharum)

Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Unterfamilie: Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae)
Gattung: Ahorne
Acer
L.

Die Ahorne (Acer) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Rosskastaniengewächse (Hippocastanoideae) innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Je nach Autor gibt es 110 bis 200 Ahorn-Arten. Sie sind in gemäßigten und tropischen Gebieten in Eurasien, Nordafrika, Zentral- und Nordamerika weit verbreitet. Viele Arten werden vielseitig genutzt.

Beschreibung und Ökologie

Gestieltes Laubblatt des Spitz-Ahorns (Acer platanoides)
Geflügelte Frucht des Berg-Ahorns (Acer pseudoplatanus)

Erscheinungsbild und Blätter

Ahorn-Arten wachsen als meist sommergrüne oder seltener immergrüne Bäume oder Sträucher. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die meist einfache Blattspreite ist meist handförmig gelappt. Manche Arten besitzen unpaarig gefiederte Blattspreiten, mit drei oder fünf Blättchen, zum Beispiel der Eschen-Ahorn (Acer negundo). Es liegt eine handförmige Nervatur vor. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Es sind keine Nebenblätter vorhanden. Das Laub vieler Arten besitzt eine intensive Herbstfärbung.

Blütenstände und Blüten

Die Blüten stehen in schirmtraubigen oder doldigen, seltener traubigen oder großen rispigen Blütenständen zusammen.

Die Blüten sind selten zwittrig, sondern meist funktional eingeschlechtig. Die radiärsymmetrischen Blüten sind meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Es sind meist fünf, selten vier oder sechs Kelchblätter vorhanden. Es sind meist fünf, selten vier oder sechs Kronblätter vorhanden, selten fehlen sie. Es sind meist acht, selten vier, fünf, zehn oder zwölf freie Staubblätter vorhanden. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtblatt gibt es selten eine, meist zwei Samenanlagen. Der Griffel ist meist zweigabelig und es sind zwei Narben vorhanden. Man unterscheidet zwischen insekten- und windbestäubten Arten. Bei insektenbestäubten (Entomophilie) Arten ist am Grunde der Blüten ein Diskus vorhanden, denn er dient der Anlockung von Insekten.

Früchte und Samen

Es werden Spaltfrüchte gebildet, die als zwei geflügelte Nussfrüchte (Samara) abfallen. Die Frucht führt durch ihre spezielle aerodynamische Form (Monopteros) beim Herunterfallen zu Autorotation, dieses bewirkt ein langsameres Absinken der Samen und eine großflächige Verteilung der Diasporen durch den Wind.

Beim ausgereiften Samen ist kein Endosperm vorhanden. Der öl- oder stärkehaltige Embryo besitzt eine verlängerte Radicula und zwei flache oder gefaltete, grüne Keimblätter (Kotyledonen).

Chromosomensätze

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13; es liegt meist Diploidie vor, also 2n = 26.

Zur Systematik siehe auch

Zu weiteren Themen wie Nutzung und Kulturgeschcihte siehe auch

Siehe auch

Literatur

  • Tingzhi Xu, Yousheng Chen, Piet C. de Jong, Herman John Oterdoom, Chin-Sung Chang: Aceraceae.
  •  D. Grosser, W. Teetz: Ahorn. In: Einheimische Nutzhölzer (Loseblattsammlung). Informationsdienst Holz, Holzabsatzfonds – Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, Bonn 1998, ISSN 0446-2114.
  • Paul Wagler: Ahorn. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 917–919.
  • Shing-Fan Huang, Robert E. Ricklefs, Peter H. Raven: Phylogeny and Historical Biogeography of Acer I - Study History of the Infrageneric Classification. In: Taiwania, Volume 47, Issue 3, 2002, S. 203–218. doi:10.6165/tai.2002.47(3).203
  • Jianhua Li, Jipei Yue, Suzanne Shoup: Phylogenetics of Acer (Aceroideae, Sapindaceae) based on nucleotide sequences of two chloroplast noncoding regions. In: Harvard Papers in Botany, Volume 11, Issue 1, 2006, S. 101–115. doi:[101:POAASB2.0.CO;2 10.3100/1043-4534(2006)11[101:POAASB]2.0.CO;2]
  • Guido W. Grimm, Susanne S. Renner, Alexandros Stamatakis, Vera Hemleben: A nuclear ribosomal DNA phylogeny of acer inferred with maximum likelihood, splits graphs, and motif analysis of 606 sequences. In: Evolutionary bioinformatics online. Band 2, 2006, S. 7–22, PMID 19455198, PMC 2674679 (freier Volltext).

Weblinks

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