Brandenburg

Aus AnthroWiki

Brandenburg ˈbʁandn̩ˌbʊʁk (niedersorbisch Bramborska; niederdeutsch Brannenborg; umgangssprachlich die Mark) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Potsdam, weitere wichtige Zentren sind Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).

Brandenburg umschließt in seinem Zentrum die deutsche Hauptstadt Berlin und bildet mit dieser gemeinsam die europäische Metropolregion Berlin/Brandenburg, in der rund 6 Millionen Einwohner leben. Mehr als ein Drittel der Fläche Brandenburgs wird von Naturparks, Wäldern, Seen und Wassergebieten eingenommen.

Als Gründungsjahr der Mark Brandenburg gilt 1157, in dem sich der Askanier Albrecht der Bär mit der Rückeroberung der Brandenburg das Gebiet aneignete und es zum Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches machte. Von 1415 bis 1918 stand die Region unter der Herrschaft der Hohenzollern. Von 1701 bis 1946 entwickelte sich die Mark zum Kernland Preußens. Die 1815 geschaffene Provinz Brandenburg bestand bis 1947. Zu dieser Zeit erreichte Brandenburg seine größte territoriale Ausdehnung. Nach 1945 wurde aus dessen Teil östlich der Elbe und westlich von Oder und Neiße erstmals ein Land Brandenburg gegründet, das später dann aber auf verschiedene DDR-Bezirke aufgeteilt wurde. Der Teil östlich davon kam zur Volksrepublik Polen und bildet heute größtenteils die Woiwodschaft Lebus, während ein kleinerer Teil zur Woiwodschaft Westpommern gehört. Als Land der Bundesrepublik Deutschland gründete sich Brandenburg 1990 dann erneut.

Zu den wesentlichen Wirtschaftszweigen in Brandenburg gehören unter anderem die Landwirtschaft, die Energiewirtschaft, Industrien der Luft- und Raumfahrt, der Tourismus sowie die Filmwirtschaft.

Zu vielen weiteren Themen siehe auch

Siehe auch

Portal
 Wikipedia:Portal: Brandenburg – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Brandenburg

Literatur

  • Matthias Asche: Neusiedler im verheerten Land – Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik in Zeichen des Landeswiederaufbaus – Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Aschendorff Verlag, Münster 2006, ISBN 3-402-00417-8.
  • Friedrich Beck, Eckart Henning (Hrsg.): Brandenburgisches Biographisches Lexikon (BBL). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 3-935035-39-X.
  • Iris Berndt: Sächsisches Brandenburg. Eine Spurensuche. Sandstein Verlag, Dresden 2014, ISBN 978-3-95498-070-3.
  • Christiane Büchner, Jochen Franzke: Das Land Brandenburg. Kleine politische Landeskunde. 4. überarbeitete Auflage. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2005, ISBN 3-932502-09-4.
  • Lieselott Enders, Klaus Neitmann (Hrsg.): Brandenburgische Landesgeschichte heute. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1999, ISBN 3-930850-72-9.
  • Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg in 8 Bänden. Hrsg. von Gotthard Erler und Rudolf Mingau. Aufbau Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-351-03104-1.
  • Gerd Heinrich (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 10: Berlin und Brandenburg (= Kröners Taschenausgabe. Band 311). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1.
  • Gerd Heinrich: Kulturatlas Brandenburg. Historische Landkarten – Geschichte der Mark im Überblick. 2. überarbeitete Auflage. Berlin 2006, ISBN 3-00-019684-6.
  • Jakob Lempp: Parteien in Brandenburg. Berlin 2008, ISBN 978-3-937233-48-2.
  • Ingo Materna, Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002508-5.
  • Nils Meyer: Leerräume – Der Umgang mit Denkmalen als Sinnstiftungsprozess am Beispiel der Schlösser und Herrensitze in Brandenburg. Jovis, Berlin 2009, ISBN 978-3-86859-081-4.
  • Klaus Neitmann, Jürgen Theil (Hrsg.): Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, ISBN 3-935035-11-X.
  • Lutz Partenheimer: Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage. Köln/Weimar/Wien 2007.
  • Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin/Frankfurt am Main 1981, DNB 820110361.
  • Johannes Schultze: Die Mark Brandenburg. Vorwort von Werner Vogel. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13480-9 (Neudruck der von 1961 bis 1969 erschienenen Bände 1 bis 5 in einem Buch).
  • Antje Rávic Strubel: Gebrauchsanweisung für Potsdam und Brandenburg. Piper Taschenbuch, München 2012, ISBN 978-3-492-27604-7.
  • Ingrid Reisinger, Walter Reisinger: Bekannte, unbekannte und vergessene Herren- und Gutshäuser im Land Brandenburg. Stapp Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-87776-082-6.
  • August Heinrich von Borgstede: Statistisch-topographische Beschreibung der Kurmark Brandenburg. Erster Theil. Gedruckt und verlegt von Johann Friedrich Unger, Berlin 1788. (Reprint: Potsdam 2013, ISBN 978-3-88372-051-7)
  • Frank Mangelsdorf (Hrsg.): Land Brandenburg. Einst und Jetzt. Culturcon/Märkische Oderzeitung, Berlin 2010, ISBN 978-3-941092-43-3.

Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten von Wikipedia:

Commons-logo.svg Commons – Multimedia-Inhalte
Wiktfavicon en.svg Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikisource-logo.svg Wikisource – Quellen und Volltexte
Wikinews-logo.svg Wikinews – Nachrichten
Wikivoyage-Logo-v3-icon.svg Wikivoyage – Reiseführer



Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Brandenburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.