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Brom- und Himbeeren (Rubus)

Aus AnthroWiki
Rubus
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Rubus
Rubus
L.

Rubus ist eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst mehrere tausend Arten, am bekanntesten sind Brombeeren und Himbeeren.

Kennzeichen aller Rubus-Arten sind die Früchte, sie sind bei Mensch und Tier beliebte Nahrung.

Beschreibung

Rubus-Arten sind üblicherweise kletternde oder kriechende, selten aufrechte Sträucher oder selten ausdauernde, krautige Pflanzen, die in vielen Teilen vor allem der Sprossachse fast immer bestachelt sind. Meist sind sie laubwerfend, nur wenige Arten sind immergrün. Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind verbunden gefiedert, handförmig oder fußförmig oder einfach, dann aber gelappt. Die am Ansatz des Blattstiels oder an der Verbindungsstelle von Zweig und Blattstiel sitzenden Nebenblätter sind mit der Basis des Blattstieles mehr oder weniger, untereinander aber nicht verwachsen.

Die sehr unterschiedlich aufgebauten Blütenstände sind endständig, geschlossen, aufwendig verästelt oder schwach bis nicht verästelt, selten stark reduziert annähernd einzeln bis einzeln. Die in der Regel fünfzähligen Blüten sind meist zwittrig; selten sind sie eingeschlechtig, dann sind die Pflanzen zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Der Blütenbecher ist tassen- bis untertassenförmig. Die vielfach ungleichmäßigen und an den Rändern gelappten, grünen Kelchblätter liegen schuppenförmig übereinander. Die meist fünf, selten mehr oder fehlenden, Kronblätter sind frei; ihre Farben reichen von weiß über rosa bis hin zu rot.

Die dünnen Staubfäden sind fast immer zahlreich, ebenso die unverwachsenen, fadenförmigen und glatten oder behaarten Stempel, die auf einer ringförmigen Erhebung, dem Hypanthium sitzen. Die meist vielen freien Fruchtblätter sitzen auf dem konvexen Blütenboden. Die Narben sind kopfig oder gespalten. Von den beiden Samenanlagen entwickelt sich meist nur eine.

Die umgangssprachlich als „Beere“ bezeichneten Früchte sind eigentlich Sammelsteinfrüchte. Die Außenhaut der einzelnen Steinfrüchte (das Exokarp) ist schwarz, rot, orange, gelb oder weiß, das Fruchtfleisch (Mesokarp) ist fleischig bzw. saftig und das Endokarp hart und fest. Die Steinfrüchte hängen zusammen, gelegentlich so lose, dass sie beim Abfallen (möglich mit oder ohne Fruchtboden) vereinzeln. Die Samen haben eine dünne Samenschale und nur sehr wenig Endosperm.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder ein Mehrfaches davon, bis hin zu 2n = 98.

Zur Systematik und zur Verbreitung siehe auch

Siehe auch

Weblinks

Commons: Rubus – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Brom- und Himbeeren (Rubus) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.