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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
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creatio continua

Aus AnthroWiki

Die creatio continua (lat. „fortgesetzte Schöpfung“, von creare „erschaffen“ und continuus „zusammenhängend, ununterbrochen“) ist ein von Augustinus formulierter theologischer Begriff, wonach die Schöpfung ein fortdauernder, nicht abgeschlossener Prozess sei und daher die Natur jederzeit für den tätigen Eingriff Gottes offen wäre, wie es sich etwa in den kausal nicht erklärbaren Wundern zeigen würde. Diese Ansicht vertrat auch noch Isaac Newton.

Dem steht die gegenteilige Auffassung gegenüber, die sich ebenfalls auf Aussagen des Augustinus stützt, wonach Gott mit der Welt zugleich auch die Zeit erschaffen habe und damit der Schöpfungsakt abgeschlossen sei, denn Gott selbst, als der Ewige, stünde außerhalb der Zeit und Anfang und Ende der Welt wären für ihn gleichzeitig gegenwärtig. Aus der Sicht des Menschen, der an die Zeitlichkeit gebunden ist, würde sich die Welt fortan nach den ihr anfangs eingeprägten Naturgesetzen entfalten. Gottfried Wilhelm Leibniz gebrauchte dafür das berühmte Gleichnis vom «göttlichen Uhrmacher», wonach die Welt wie ein von Gott geschaffenes perfektes Uhrwerk selbsttätig funktioniere - und er polemisierte Gegen Newton, dass er Gott für einen schlechten Uhrmacher halten müsse, wenn die Welt Gottes beständigen Eingriff nötig hätte, um zu funktionieren.

In den christlichen Kirchen sind beide Ansichten etwa gleich stark vertreten.