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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
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Ockhams Rasiermesser

Aus AnthroWiki
(Weitergeleitet von Parsimonie)
Wilhelm von Ockham – Skizze aus einem Summa logicae - Manuskript von 1341 mit der Inschrift frater Occham iste

Ockhams Rasiermesser, auch Sparsamkeitsprinzip, Prinzip der Parsimonie, lex parsimoniae (lat.) oder Einfachheitsprinzip genannt, ist ein erstmals in der Scholastik von Wilhelm von Ockham implizit in seinen Schriften aufgestelltes Wissenschaftsprinzip, das bei der Aufstellung von Hypothesen und Theorien Sparsamkeit gebietet. Zur Erklärung eines Sachverhalts dürfen demnach nicht mehr Hypothesen herangezogen werden als nötig seien - alle darüber hinausgehenden Annahmen werden gleichsam „mit dem Rasiermesser abgeschnitten“. In der klassischen Formulierung des Philosophen Johannes Clauberg (1622–1665) lautet dieses Prinzip:

„Entia non sunt multiplicanda sine [oder: praeter] necessitate.“

„Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden.“

– Johannes Clauberg: Logica vetus et nova (1654), S. 320

Das Sparsamkeitsprinzip resultierte aus dem in der Scholastik aufgekommenen Nominalismus, der nicht mehr fähig war, das geistige Wesen der Dinge wahrzunehmen und sich nur noch auf die sinnlich beobachtbaren Phänomene und ihre Erklärung durch hypothetisch formulierte Gedanken stützen konnte. Dieses Prinzip gilt auch heute noch als grundlegend für die Wissenschaft, insbesondere für die empirischen Naturwissenschaften.