Vier Welten

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Vier Welten (hebr. עולמות Olamot) oder Weltebenen bilden nach den Lehren der jüdischen Kabbala die Stufen, durch die sich aus dem grenzenlosen Schöpfungsurgrund Ain Soph (hebr. אין סוף nicht endlich) die Schöpfung bis zur physischen Welt verdichtet. Die Schöpfung beginnt nach dem Kabbalisten Isaak Luria in der ersten Phase durch eine Selbstbeschränkung des göttlichen unendlichen Seins Ain Soph, durch das Zimzum (hebr. צמצום ṣimṣūm, wörtlich Zusammenziehung oder Rückzug). Diese Selbstbeschränkung führt zu einem Urraum, in dem sich der durch die Struktur der Sefirot bestimmte Adam Kadmon als Urgestalt allen Seins noch vor dem eigentlichen Schöpfungsgeschehen bildet. Manchmal wird auch Adam Kadmon, aus dem die vier Welten hervortreten, selbst als oberste Weltebene hinzugerechnet, wonach es dann entsprechend Fünf Welten gibt, denen die fünf Arten der Seele - die höheren seelischen und geistigen Wesensglieder - entsprechen. Den vier Welten werden auch die vier Buchstaben des Gottesnamens, des Tetragrammatons JHVH, von oben beginnend, zugeordnet. Adam Kadmon entspricht das „Häkchen des Jod“.[1]

Das Ain Soph, dem diese fünf Welten entstammen, entspräche dann folgerichtig dem Nirvanaplan, dem das Ich, der schöpferische Göttliche Funke, enstammt.

Anmerkungen

  1. Gerold Necker: Einführung in die lurianische Kabbla, Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, Frankfurt am Main Leipzig 2008 ISBN 978-3458710080, S 137

Weblinks