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Prädeterminismus

Aus AnthroWiki
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Der Prädeterminismus (von lat. prae „vor“ und determinare „abgrenzen“, „bestimmen“) ist ein philosophisches und theologisches Prinzip, wonach alles Geschehen im Kosmos bereits von Anfang an, d.h. noch jenseits aller Zeitlichkeit vorherbestimmt ist, etwa durch Gott, das von den Göttern verhängte Schicksal oder andere Kräfte.

Der Prädeterminismus ist eng verwandt mit der Prädestinationslehre, aber auch mit dem kausalen Determinismus, unterscheidet sich aber von diesem in einem wichtigen Punkt. Der kausale Determinismus geht davon aus, dass jedes Ereignis kausal durch ein unmittelbar vorangehendes Ergeinis verursacht wird. Diese Bild dominiert die heute weitgehend naturalistisch bzw. physikalistisch orientierten Naturwissenschaften (ausgenommen die Quantentheorie) bis hin zu den Neurowissenschaften. Damit lässt sich (theoretisch) eine lückenlose Kette von Ursachen zurückverfolgen bis zum Ursprung des Universums bzw. bis in die unendliche Vergangenheit, falls kein zeitlicher Ursprung des Universums angenommen wird. Der freie Wille des Menschen wird damit zur Illusion erklärt.

Ähnlich wird häufig auch zur Erklärung des Prädeterminismus mit einer lückenlosen Kette vorangegangener Ereignisse argumentiert, die in diesem Fall aber bereits von Anfang an vorherbestimmt ist. Damit handelt es sich aber nicht mehr um eine kausale Wirkung eines Ereignisses auf das unmittelbar folgende, sondern um eine Art von prästabilisierter Harmonie, wie sie Leibniz in seiner Monadologie vorgeschlagen hat.

Siehe auch