Barke

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Königsbarke in Hieroglyphen
Altes Reich
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Falkenbarke (Königsbarke)
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Cheops-Barke als Falkenbarke
Charon – Illustration aus Dantes Göttlicher Komödie
(Gustave Doré, 1861)

Die Barke ist ein mastloses Boot und oft auch ein imaginatives Bild für das Seelenfahrzeug, das die Seele durch die Seelenwelt bzw. über die Flüsse der Unterwelt trägt.

Altes Ägypten

Barken dienten im alten Ägypten nicht nur der Nilschifffahrt, sondern besaßen auch eine große kulturelle und kultische Bedeutung.

Die Königsbarke diente als „großes Haus der Rechtsprechung“ und war in der ägyptischen Frühzeit mit einem einfachen Richtpfahl versehen, den später, als in der 5. Dynastie der Sonnenkult des Re eingeführt wurde, der Pfahl des Weltherrschers Re ersetzte. Die prächtige Königsbarke des Cheops war 40 Meter lang und außen ganz mit Gold ummantelt.

Nach der ägyptischen Mythologie fuhr der Sonnengott Re tagsüber mit seiner Sonnenbarke über die himmlischen Gewässer und überquerte Nachts die Wasser der Unterwelt.

Griechische Mythologie

Nach der Griechische Mythologie setzt der greise Fährmann Charon, die Toten, nachdem sie ihren Obolus geleistet haben, über den Totenfluss Acheron (manchmal werden auch die Flüsse Styx oder Lethe genannt) und bringt sie zum Eingang der Unterwelt. Ähnlich schildert es auch Dante in seiner «Göttlichen Kommödie» im 3. Gesang des Infernos. Im 8. Gesang setzt dann Phlegyas Dante und Vergil über die Styx.