Meteorologie

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Die Meteorologie (altgriech. μετεωρολογία meteōrología „Untersuchung der überirdischen Dinge oder Himmelskörper“[1]) als moderne Wissenschaftsdisziplin untersucht die physikalischen und chemischen Vorgänge in der Atmosphäre und gewinnt daraus Erkenntnisse über das Klima und für die kurz- und mittelfristige Vorhersage des Wetters.

Ursprünglich, zu Beginn der griechischen Kultur, war die Meteorologie entsprechend der eigentlichen Wortbedeutung auf die in den griechischen Mysterien gepflegte geistige Erkennnis der überirdischen Erscheinungen ausgerichtet, die in der Lufthülle der Erde ihren sichtbaren Ausdruck finden. Sie folgte damit der von Rudolf Steiner als „Chronologie“ bezeichneten geistigen Erkenntnisfor der urpersischen Zeit und der „Astrologie“, die in der ägyptisch-chaldäischen Kultur im Sinne eines Lesens in der Sternenschrift ihre Blütezeit hatte. Bei den Hebräern stieg die geistige Erkennis noch tiefer herab und wurde zur „Geologie“. In diesen aufeinanderfolgenden Entwicklungsphasen spiegelt sich nach Rudolf Steiner der Herabstieg des Christus von der Sonne auf die Erde und den damit verbundenen Vorstufen des Mysteriums von Golgatha in der lemurischen und atlantischen Zeit wider.

„Und alles das, was die echte, wahre Chronologie des Zarathustrismus, was die echte, wahre Astrologie der ägyptischen und chaldäischen Mysterien enthüllt, all das war angeregt durch die Geheimnisse, die an der Welt tätig waren durch die dreimalige Christus-Tatsache vor der großen atlantischen Katastrophe.

Und was folgte im Griechentum oder in der griechisch-lateinischen Zeit? Nicht nur für das Griechentum und Römertum, auch für die übrigen Gebiete Europas gilt, was ich jetzt sagen werde. Ich habe es nur gestern an einem einzelnen Falle zu erläutern versucht, es gilt sozusagen für das ganze Abendland. Wir können noch einmal darauf zurückblicken, wie der Grieche den Apollo verehrt hatte, diesen Abglanz des nathanischen Jesusknaben, so wie er aber noch war am Ende der atlantischen Zeit. Wir sagten: Aus dem Hyperboräerland, von Norden her, kam der Apollo zum Orakel von Delphi. Durch die Pythia sprach er das Wichtigste, was der Grieche hören wollte, zur Sommerszeit. Im Herbste kehrte er zurück in sein Hyperboräerland. Wir haben diesen Gang des Apollo in Zusammenhang gebracht mit dem Gang der Sonne. Aber weil es die geistige Sonne ist, die durch Apollo spricht, so nimmt er, während die physische Sonne zum Süden geht, seinen Gang nach Norden. Unendlich weisheitsvoll ergeben sich die Mythen, wenn wir sie im Lichte des wahren Okkultismus betrachten. Und dennoch war es nicht das Hinaufblicken zu den Sternen, was für den Griechen den Apollo symbolisierte: Wenn der Grieche den Apollo verehrte, schaute er nicht eigentlich zur Sonne als zu seinem äußeren Sternensymbolum. Nicht in dem Sinne ist Apollo Sonnengott, daß die äußere Sonne ihn symbolisiert hätte — dafür hatte der Grieche seinen Helios, der den Gang der Sonne am Himmel regelte. Es wirkt die Sonne ja nicht so für unser Erdendasein, auch wenn wir das Physische ansprechen, daß nur das zur Wirksamkeit kommt auf den Menschen, was direkt durch die Sonnenstrahlen herniederfließt; sondern es wirkt die Sonne zuerst in Luft und Wasser, in den Wasserdämpfen, auch in den Dämpfen, von denen wir gesagt haben, daß sie aufstiegen aus dem Schlünde des Kastalischen Quells und drachenartig das benachbarte Gebirge umwandelten und daß dieser Drache durch den griechischen Sankt Georg getötet worden sei. In allen Elementen wirkt die Sonne, und nachdem sie bereits eingedrungen ist, durchimpft hat die irdischen Elemente, wirkt sie von diesen aus auf den Menschen, gleichsam durch die Diener, die wir als Elementargeister bezeichnen. In den Elementen lebend wirkt der Sonnengeist, und diese Wirksamkeit, die schaute der Grieche in seinem Apollo.

Apollo war ihm der Sonnengott, aber nicht der, der als Helios den Sonnenwagen über den Himmel fuhr und etwa die Tageszeiten regelte. Der Grieche sah, indem er zu Apollo aufschaute, in die Sonnenwirkungen der Atmosphäre. Was da Sonnenwirkung ist, das sprach er, indem er es geistig ansprach, als Apollo an. Und so war es bei vielen Göttern und geistigen Wesenheiten, die wir im Abendlande finden. Wir brauchen nur hinzuweisen — ich könnte noch auf vieles andere hinweisen — auf Wotan, der im Sturm dahinsaust, und auf sein wildes Heer. — Was war in diesem vierten nachatlantischen Zeitraum die Weltanschauung geworden, die unter dem Einfluß der dreifachen Christus-Tatsache stand, als ein Nachklang derselben? Wiederum muß ich ein pedantisches Wort, das trocken geworden ist, gebrauchen: Meteorologie war gefolgt auf die Astrologie. Chronologie - Astrologie — Meteorologie! Nur müssen wir die «logie» mit Logos in Zusammenhang bringen. — Aber während dies alles hereinbrach über die westliche Welt, strömte hinein in die ganze nachatlantische Kultur etwas anderes, was von einer ganz anderen Seite her ein Nachklang der dreifachen Christus-Tatsache war. Und dieses vierte, das sich wie parallel nebenhin begab, neben die Meteorologie der vierten nachatlantischen Zeit, das war etwas, was ich wiederum mit einem trockenen pedantischen Wort bezeichnen muß — aber ich bitte wiederum, sich «logie» mit Logos zusammenzubringen -, das war geworden: Geologie.“ (Lit.:GA 149, S. 64ff)

Siehe auch

Portal
 Wikipedia:Portal: Wetter und Klima – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wetter und Klima

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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Einzelnachweise

  1.  Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. 9 Auflage. Oldenbourg, München 1991, ISBN 978-3-486-13401-8.