Nordische Mysterien

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Die nordischen Mysterien, die vor allem von germanischen Stämmen im Norden Europas, von denen auch Tacitus berichtet, und namentlich in Skandinavien gepflegt wurden, waren anders geartet als die südlichen Mysterien. Während sich das Bewusstsein in den südlichen Mysterien unmittelbar in die kosmischen Weiten richtete, erlebte man in den nordischen Mysterien - ganz besonders in der Winterzeit - die in den Tiefen der Erde wirkenden kosmischen Kräfte. Wie sich der Makrokosmos mit der Erde verbindet und in ihr wirkt, erforschten die Eingeweihten des Nordens. In den südlichen Mysterien wurde ein Weg für das Verständnis des kosmischen Christus gebahnt, wie es vor allem auch in vielen Strömungen der Gnosis, die mit dem Urchristentum eng verwoben waren, gesucht wurde. Weniger Verständnis konnte man allerdings in den südlichen Mysterien für die reale Inkarnation Christi entwickeln. Dafür den Boden zu bereiten, war Aufgabe der nordischen Mysterien. Hier konnte man tiefer das Geheimnis des Jesus erfassen, in dem sich der Christus inkarnieren sollte. Von hier aus empfing darum auch das Erleben und Gestalten des Weihnachtsfestes seine wesentlichsten Impulse.

„Heute ist das nicht mehr der Fall, aber in älteren Zeiten war es, namentlich in den nordischen und westlichen Gegenden Europas, auch in unserer Gegend, der Entwickelung der in diesen Gegenden wohnenden Menschen durchaus angemessen, durch eine Art Ekstase in die Geheimnisse der großen Welt eingeführt zu werden. Aber damit waren sie auch ausgesetzt dem, was man Verlust des Ich nennen könnte. Doch war dieser Zustand nicht so gefährlich für die damaligen Menschen, weil sie mit einer gewissen ursprünglichen elementaren, gesunden Kraft behaftet waren und noch nicht so geschwächt waren in bezug auf ihre ursprünglichen Seelenkäfte, wie es die gegenwärtige Menschheit durch ihre hochgradige Intellektualität ist. So wie diese Menschen waren, haben sie alle diese gesteigerten Gefühle, die Hoffnungen des Frühlings, das Aufjauchzen des Sommers, die Wehmut des Herbstes, die Todesschauer des Winters durchmachen können und haben dennoch bis zu einem gewissen Grade ihr Ich behalten. Es mußte aber Vorsorge getroffen werden für diejenigen, welche Lehrer werden sollten für die heutige Menschheit, daß die Einweihung, das Hineinführen in den Makrokosmos in einer anderen Weise noch geschehen konnte. Worauf es ankommt, werden Sie begreifen können, wenn Sie sich vorstellen, daß ja die Hauptsache bei diesem Hinausleben in den Makrokosmos der Verlust des Ich ist. Das Ich wird immer schwächer und schwächer; der Mensch kommt schließlich in einen Zustand, wo er sich selber als menschliche Wesenheit verliert.

Was mußte geschehen, damit der Mensch sich nicht verlor? Es mußte ihm gerade die Kraft zugeführt werden, die man als die Kraft des Ich bezeichnet. Die Kraft, die schwächer wurde in seiner eigenen Seele, die Kraft des Ich, die mußte von außen zugeführt werden. Und das geschah dadurch, daß diese nordischen Mysterien immer so verliefen, daß derjenige, der eingeweiht werden sollte, die Unterstützung genoß von Gehilfen, die den einweihenden geistigen Führer unterstützten. Ein geistiger Führer mußte da sein, aber es mußten auch Gehilfen da sein, die diesen geistigen Führer unterstützten. Und diese Gehilfen kamen auf folgende Weise zustande. Es wurden Menschen besonders erzogen, besonders vorbereitet in der Art, daß der eine Mensch zum Beispiel diejenigen inneren Erlebnisse und Empfindungen besonders stark durchmachte, die man durchmacht, wenn man sich hingibt alle dem, was man nennen kann die aufsprießende Natur des Frühlings. Es ist früher gesagt worden, daß der Einzuweihende das nicht in genügend starkem Maße selber tun kann. Deshalb wurden Menschen besonders erzogen, welche alle ihre Seelenkräfte so in den Dienst dieser nordischen Mysterien stellen mußten, daß sie auf alles übrige verzichteten, also auf das, was Herbst, Sommer und Winter erleben lassen. Sie sollten alle ihre Seelenkräfte dazu verwenden, um die Eigenart der aufsprießenden Frühlingsnatur gefühlsmäßig zu erleben. Andere wurden wiederum dazu veranlaßt, zu erleben das volle Leben des Sommers, andere wurden veranlaßt, zu erleben das volle Leben des Herbstes, andere dasjenige des Winters. Es wurde also auf verschiedene Menschen das verteilt, was ein Mensch im Laufe des Jahres erleben kann. Dadurch hatte man Menschen, die ihr Ich in der verschiedensten Weise gestählt, gestärkt hatten. Sie hatten dadurch, daß sie dieses Ich verstärkt einseitig hatten, Überfluß an Ich-Kraft. Und nun wurden sie nach gewissen Regeln mit demjenigen, der eingeweiht werden sollte, so in Verbindung gebracht, daß sie ihre überschüssige Ich-Kraft ihm hingaben, daß diese auf ihn zuströmte. So daß der Einzuweihende, der den Jahreslauf durchmachen sollte, das Jahr so durchlebte, daß er zu gewissen höheren Erkenntnissen des Makrokosmos hinaufgeführt wurde, während seinem Ich die Ich-Kräfte des Einweihungspriesters und seiner Gehilfen zuströmten. Es ergoß sich in die Seele des Einzuweihenden das, was die anderen ihm geben konnten.

Wenn man einen solchen Vorgang verstehen will, dann muß man sich allerdings einen Begriff davon machen können, mit welcher Hingabe und Aufopferung in jenen alten Zeiten in den Mysterien gearbeitet worden war. Von jener Hingabe, von jener Aufopferung ist in der heutigen exoterischen Welt nicht viel zu finden. Früher haben sich Menschen willig dazu hergegeben, einseitig ihr Ich zu verstärken, damit sie die Kraft dieses Ich abgeben konnten an den einen, der eingeweiht werden sollte und von ihm dann erfahren konnten, was er erlebt hatte, indem er hinaufstieg in eine Ekstase, die aber jetzt keine Ekstase mehr war, weil ihm fremde Ich-Kräfte zugeströmt sind, sondern es war ein bewußtes Hinaufsteigen in den Makrokosmos. Es waren zwölf Menschen, drei Frühlings-, drei Sommer-, drei Herbst-, drei Wintermenschen notwendig, welche verschieden ausgebildete Ich-Kräfte dem Einzuweihenden zusandten, der sich so in die höheren Welten hinauflebte und der dann aus den Erfahrungen heraus, die er da machte, mitteilen konnte, wie es in den höheren Welten aussieht.“ (Lit.:GA 119, S. 153ff)

„Durch den Verlust des Ich würde der Mensch also im Hinausdringen in den Makrokosmos sein ganzes astralisches Wesen hingießen an solche Wesenheiten, welche die elementarische Welt als schlechte Wesenheiten durchsetzen. Und die Folge davon würde sein, daß der Mensch, weil er mit diesen Wesen zusammenkommt, aber schwächer ist als diese Wesen - denn er hat ja sein Ich verloren, diese haben aber ein starkes Ich -, ihnen Nahrung zuführt mit seinen Eigenschaften, wofür sie ihn in negativem Sinne belohnen würden. Er gibt ihnen geradezu Nahrung aus seinem astralischen Wesen, sie aber geben ihm, was ihnen von seinen Eigenschaften besonders eigen ist; und daß er in ihnen gelebt hat, das zeigt sich, wenn beim Erwachen sein Ich zurückkehrt, in einem verstärkten Hang zum Schlechten, zum Bösen.“ (S. 161f)

„Daher wurden einem Menschen, der zugelassen werden sollte zu solcher Mysterieneinweihung, Prüfungen auferlegt, durch die er alle möglichen Widerwärtigkeiten des Lebens schon im physischen Dasein überwinden sollte. Starke Gefahren wurden ihm in den Weg gebracht, und durch die Überwindung dieser Gefahren sollte er seinen Willen stärken. Ein Überwinder sollte er werden, der von starker Seele ist und dadurch vorbereitet, daß er dann, wenn diese Wesenheiten ihm gegenübertreten, stark genug ist, um keine Anfechtungen zu erleben, um sie zurückdrängen zu können und nicht sich an sie zu verlieren.“ (S. 162)

„Dann, wenn der Betreffende dadurch, daß er längere Zeit solche Erlebnisse gehabt hatte, fähig geworden war einzusehen, daß alles, was er wahrnehmen kann in der äußeren Sinneswelt, Erde, Wasser, Luft und Feuer, Offenbarungen sind von geistigen Wesenheiten, die dahinter sind, wenn er gelernt hatte, diese Dinge zu unterscheiden, in der elementarischen Welt sich zurechtzufinden, dann konnte er um eine Stufe weitergeführt werden, geführt werden dazu, nun kennenzulernen, wie das aussieht, was hinter diesen Elementen der elementarischen Welt steckt. Und da wurde der Einzuweihende dann geführt in die eigentliche geistige Welt. In der geistigen Welt, die hinter der elementarischen ist, in dieser geistigen Welt, in die man hineinreift, nachdem man die elementarische Welt eine Zeitlang so kennengelernt hat, daß man Unterscheidungsvermögen in ihr gewonnen hat, da erlebt man nun - das kann ja wiederum nur als Mitteilung der Erlebnisse der Eingeweihten geschildert werden -, daß tatsächlich Wesenheiten da sind, die hinter unserer sinnlichen und hinter der elementarischen Welt stehen. Aber diese Wesenheiten, in deren Welt man sich da hineinlebt, sind ganz unähnlich den Wesenheiten, die wir als unseresgleichen, als Menschen kennen. Während die Menschen auf der Erde in sozialen Ordnungen, in bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen zusammenleben, vollkommenen oder unvollkommenen, lebt sich der Einzuweihende ein in eine geistige Welt, in der geistige Wesenheiten sind, die selbstverständlich keine äußeren Körper haben, sondern geistige Wesenheiten sind, die miteinander in Beziehung stehen durch Ordnung und Harmonie. Und nun wird dem Einzuweihenden gezeigt, daß er dasjenige, was da an Ordnung und Harmonie in dieser geistigen Welt ist, nur verstehen kann, wenn er für das, was die geistigen Wesenheiten tun, als einen äußeren Ausdruck nimmt die Welt der Gestirne, namentlich die Bewegungen der Planeten in unserem Sonnensystem. Wie sich die Planeten zur Sonne stellen und wie sie in ihren Bewegungen und Stellungen zueinander sich verhalten, dadurch drücken sie aus, was die Wesenheiten der geistigen Welten tun.“ (Lit.:GA 119, S. 163f)

Die Mysterien der Ingaevonen und der Nerthus-Kult

Siehe auch: Nerthus

„Das Menschengeheimnis in seinem Zusammenhang mit allen Geheimnissen des Kosmos, wie es sich abspielt, wenn der Mensch hier auf der physischen Erde in sein physisches Dasein tritt, das liegt in einer gewissen Zeit der Erdenentwickelung so tief, wie sonst nirgends diesen alten nordischen Mysterien, zugrunde.

Aber man muß weit zurückgehen, ungefähr bis in das 3. Jahrtausend, vielleicht noch weiter zurück, um das zu verstehen, was in den Gemütern lebte, welche später die Jesus-Empfindung aufnahmen. Dort ungefähr, wo die jütische Halbinsel mit dem heutigen Dänemark ist, da war das Zentrum, von dem in jenen alten Zeiten bedeutende Mysterienimpulse ausgingen. Und diese Mysterienimpulse hingen damit zusammen - das mag der heutige Verstand beurteilen, wie er will -, daß noch im 3. Jahrtausend vor unserer christlichen Zeitrechnung in diesem Norden bei bestimmten Stämmen nur derjenige als ein wirklich erdenwürdiger Mensch angesehen wurde, der in gewissen Wochen der Winterszeit geboren war. Das kam daher, daß von jener geheimnisvollen Mysterienstätte auf der jütischen Halbinsel unter den Stämmen, die sich damals die Ingävonen nannten, oder von den Römern wenigstens, von Tacitus, die Ingävonen genannt wurden, der Tempelpriester den Impuls gab, daß nur zu einer bestimmten Zeit - im ersten Viertel des Jahres - die geschlechtliche Verbindung der Menschen stattfinden sollte. Jede geschlechtliche Verbindung der Menschen außer der Zeit, die von dieser Mysterienstätte aus verfügt wurde, war verpönt; und derjenige war ein minderwertiger Mensch innerhalb dieses Stammes der Ingävonen, der nicht in der Zeit der finstersten Nächte, in der kältesten Zeit, gegen unser Neujahr hin geboren wurde. Denn der Impuls von jener Mysterienstätte ging aus in der Zeit, in welcher der erste Vollmond nach der Frühlingssonnenwende war. Da nur durfte unter jenen Menschen, die sich wirklich verbunden glauben sollten mit den geistigen Welten, so wie es des Menschen würdig war, in dieser Zeit allein durfte eine geschlechtliche Verbindung stattfinden. Dadurch, daß die Kräfte, die in eine solche geschlechtliche Verbindung hineingehen, in der ganzen übrigen Zeit für die Kraftentwickelung des Menschen aufgespart wurden, wurde jene eigentümliche Stärke entwickelt, welche - wenigstens noch in den Nachklängen - Tacitus zu bewundern hatte, der ein Jahrhundert nach dem Stattfinden des Mysteriums von Golgatha schrieb.

So erlebten jene, die dem Stamme der Ingävonen angehörten, in besonders intensiver Weise - die andern germanischen Stämme in abgeschwächter Art - in der ersten Vollmondzeit nach der Frühlingssonnenwende den Vorgang der Empfängnis: nicht im Wachbewußtsein, sondern in einer Art von Traumverkündung. Sie wußten jedoch, was das zu bedeuten hat im Zusammenhange des Menschengeheimnisses mit den Himmelsgeheimnissen. Ein geistiges Wesen erschien der Empfangenden und verkündete ihr wie in einem Gesichte den Menschen, der durch sie auf die Erde kommen sollte. Kein Bewußtsein gab es, sondern nur ein Halbbewußtsein in der Sphäre, welche die Menschenseelen erlebten, wenn das Hereintreten des Menschen in die physisch-irdische Welt sich vollzieht. Unterbewußt wußte man sich regiert von Göttern, die dann den Namen der «Wanen» erhielten, was zusammenhängt mit «wähnen», mit demjenigen, was nicht bei äußerem vollen intellektuellen Bewußtsein verläuft, sondern in «wissendem Traumesbewußtsein».

Dasjenige, was zu einer Zeit da war, und was für diese Zeit angemessen war, das erhält sich oftmals in späteren Zeiten in äußeren Symbolen. Und so hat die Tatsache, daß in diesen alten Zeiten das heilige Geheimnis der Menschwerdung ins Unterbewußte gehüllt war und dazu geführt hat, daß alle Geburten zusammengedrängt waren in einen bestimmten Teil der Winterszeit, so daß es wie sündhaft angesehen wurde, wenn auch zu einer andern Zeit ein Mensch geboren wurde, sich gewissermaßen erhalten in dem, wovon im Grunde genommen nur Splitter in das spätere Bewußtsein übergegangen sind, Splitter, deren Sinn bisher keine Gelehrsamkeit enthüllt hat. Ja, diese gesteht offen ihre Ohnmacht ein, sie zu enthüllen. Splitter haben sich erhalten in der sogenannten Herta- oder Erda- oder Nertus-Sage. Denn im Grunde genommen ist alles, was man in äußerer Beziehung über die Nertus-Sage weiß, mit Ausnahme einiger Notizen, im Tacitus enthalten, der über den Nertus- oder Herta-Dienst das Folgende berichtet:

«Die Reudigner, Avionen, Angeln, Variner, Eudosen, Suardonen, Nuithonen - deutsche Völker zwischen Flüssen und Wäldern wohnend» - das sind ungefähr die einzelnen Stämme, die zu den Ingävonen gehören - «verehren insbesondere die Nertus, das ist: die Mutter Erde, und glauben, daß sie sich in die menschlichen Dinge mischt und zu den Völkern gefahren kommt.»“ (Lit.:GA 173, S. 230f)

„Vieles von diesem Mysterienwesen lebte, wenn man die Sache richtig versteht, gerade in den skandinavischen Mysterien weiter. Dort gibt es statt der Nerta einen Gott Friggo, der seiner Symbolik nach - aber man muß es zuerst aus der Geisteswissenschaft wissen - geradezu zum Verräter wird dessen, was da eigentlich zugrunde lag. Und noch eines war da, das erwähnt sein soll in bezug auf diese Mysterienbräuche. Sie können sich denken: Wenn seit der Zeit des Frühlingsvollmondes bis in die Winterszeit hinein also die Menschenfrucht herangereift war, gab es in der Regel ein solches Menschenwesen, das als erstes in der Heiligen Nacht geboren wurde. Dieses Menschenwesen, das als erstes in der Heiligen Nacht geboren wurde unter den Stämmen der Ingävonen - in ältesten Zeiten war dies in jedem dritten Jahre der Fall -, das wurde zum Führer auserkoren, wenn es dreißig Jahre alt geworden war, und es sollte drei Jahre Führer bleiben, nur drei Jahre. Was dann mit ihm geschah, darf ich vielleicht in späterer Zeit einmal mitteilen.

Forscht man ganz genau nach, so ist nicht nur Frigg, Frei, Freia gewissermaßen bloß eine Art Nebenbedeutung für die Nertus, ebenso wie der nordische Nört, sondern es ist auch der Name Ing selber, von dem her die Ingävonen sich nennen, ein Nebenname für die Nertus. Die mit diesem Mysterium Verbundenen, sie nannten sich die zum Gotte oder zur Göttin Ing Gehörigen: Ingävonen. In der äußeren Welt sind eben nur Splitter geblieben von dem, was da eigentlich lebte. Einer der Splitter sind die Worte des Tacitus, die ich Ihnen mitgeteilt habe. Ein anderer Splitter ist das berühmte angelsächsische Runenlied, welches nur wenige Zeilen enthält. Diese berühmten Zeilen, die heute jeder Philologe der Germanistik studiert, kennt, deren Sinn aber keiner versteht, lauten etwa so:

«Ing wurde zuerst bei den Männern der Ostdänen gesehen. Später ging er nach Osten. Über die Wogen schritt er, und der Wagen rollte ihm nach.»

In diesem angelsächsischen Runenlied ist ein Nachklang dessen enthalten, was geschehen war: was man in dem alten Mysterienbrauch hatte von der Osterempfängnis im Hinblick auf die Weihnachtsgeburtszeit. Was da geschah in der geistigen Welt, man wußte es vor allen Dingen auf der dänischen Halbinsel. Daher sagt das Runenlied mit Recht: «Ing wurde zuerst bei den Männern der Ostdänen gesehen.» Dann kamen immer mehr und mehr die Zeiten, wo dieses alte Wissen in die Korruption verfiel, wo nur Nachklänge, Symbolik vorhanden war, wo überhaupt innerhalb der Menschheitsentwickelung mehr das aus den warmen Ländern Stammende sich verbreitete. Und aus den warmen Ländern stammt dasjenige, was nicht, wie in den kalten Ländern, damit zusammenhängt, daß die Jahreszeit eine innige Beziehung hat zu dem, was der Mensch in seinem Innern erlebt. Es kam die Ausstreuung der Menschenfrucht über das ganze Jahr hin, die selbstverständlich in diesen Gegenden auch schon da war im alten atavistischen Hellsehen, wenn auch noch von den alten Prinzipien durchdrungen, als in der kalten Gegend die Wanengötter herrschten und in den südlichen Gegenden die Tempelmysterien schon längst an die Stelle der Naturmysterien getreten waren. Es kam das schon nach Norden, noch vermischt mit dem Alten, als die Wanengötter ersetzt wurden durch die Asengötter. Wie die Wanengötter zusammenhängen mit dem «wähnen», so die Asengötter mit dem Sein, das heißt mit dem Sein in der äußeren, der materiellen Welt, das der äußere Verstand ergreifen will. Und als die nordischen Menschen eingetreten waren in ein Zeitalter, in welchem der Verstand des einzelnen anfing, sich geltend zu machen, als die Äsen an die Stelle der Wänen, der Wanen getreten waren, da korrumpierte sich die alte Mysteriensitte. Sie zog hinüber in einzelne verstreute Mysteriengemeinschaften des Ostens. Und nur einer noch - derjenige, in dem erneuert werden sollte der ganze Sinn der Erde - , nur einer, in dem der Christus wohnen sollte, der sollte das in sich vereinigen, was einstmals Inhalt der nordischen Mysterien war.

Daher müssen wir, wenn uns im Lukas-Evangelium die Erzählung von dem Erscheinen des Erzengels Gabriel bei der Maria entgegentritt, deren Ursprung in den wahren Visionen suchen, die auftraten in dem, was sich einst in dem Nertus-Symbol der alten Nertus-Mysterien spiegelte. Hinübergezogen war dies nach dem Osten. Die Geisteswissenschaft enthüllt es uns heute, und sie allein gibt dem angelsächsischen Runenlied einen Sinn. Denn Nertus und Ing sind dasselbe. Und von Ing wird ja gesagt: «Ing wurde zuerst bei den Männern der Ostdänen gesehen, später ging er nach dem Osten. Über die Wogen schritt er, und der Wagen rollte ihm nach.» Über die Wogen der Wolken selbstverständlich, so wie die Nerta über die Wogen der Wolken schritt. Was allgemein gewesen war in den Gegenden der kälteren Zone, das wurde singulär, wurde ein Einzelnes. Das trat als ein Singuläres, als ein Einzelnes auf und tritt uns wieder entgegen in der Schilderung des Lukas-Evangeliums.

Was aber einmal da ist und sich eingelebt hat, sich verankert hat in der Auffassung des Gemüts, das bleibt dann im Gemüte, sitzt in der Seele. Und als man im Norden vom alten römischen Süden her die Kunde des Christentums erhielt, empfing man damit etwas, was zusammenhing mit einem nicht mehr im vollen Bewußtsein, sondern im Unterbewußtsein lebenden und deshalb nur gefühlten alten Mysterienbrauch. Daher konnte sich dort die Empfindung für den Jesus besonders stark entwickeln. Ins Unterbewußtsein war schon hinuntergezogen, was im alten Nertus-Mysterium lebte; doch im Unterbewußtsein war es vorhanden, wurde gefühlt und empfunden.

Wenn einst in alter Zeit die Familien zusammenkamen im hohen Norden, als die Erde noch von Wäldern bedeckt war, in denen noch der Auerochs und das Elentier hausten, wenn sie sich in ihren eingeschneiten Hütten bei brennenden Lichtern um das neugeborene Kind versammelten und davon sprachen, daß ihnen mit diesem neuen Leben jenes neue Licht gebracht sei, welches der Himmel ihnen verkündet hatte in der Vorfrühlingszeit, so war dies das alte Weihnachten. Da wurde denen, zu welchen die Kunde vom Christentum einstmals kommen sollte, erzählt, es sei einer in der besonders heiligen Stunde geboren, der zu Großem ausersehen sei. Das war derjenige, der als der erste nach der zwölften Stunde in der als heilig bezeichneten Nacht geboren wurde. Darüber besaß man nicht mehr das alte Wissen, aber das alte Fühlen regte sich noch, als die Kunde kam, daß so einer im fernen Asien geboren sei, in welchem der Christus lebte, der von der Sternenwelt zur Erde heruntergekommen war.“ (S. 234ff)

„... das Christus-Verständnis der Gnosis verglomm; das Jesus-Verständnis entwickelte sich im Zusammenhange mit dem alten Nertus-Dienst nur unbewußt. In der Zukunft aber wird die Menschheit die beiden unbewußten Strömungen sich zum Bewußtsein bringen und sie verbinden müssen. Dann wird immer mehr und mehr ein Christus-Verständnis auf der Erde Platz greifen können, das die Verbindung sein wird der Mysterienerkenntnis mit einer erneuerten großen Gnosis.“ (S. 239)

„So kam es, daß im Süden die Gnosis, ich möchte sagen, das Ostermysterium, das Christus-Mysterium mehr begriff. Nur wurde der Begriff davon, wie ich angedeutet habe, durch die Dogmatik ausgerottet. Im Norden hingegen faßte man mehr, wenn auch nicht in den Vorstellungen, die ja nicht mehr lebten, aber in den Empfindungen, die die Vorstellungen überdauern, das Jesus-Mysterium, die Empfindung von dem Kinde, das in die Welt hereinkommt zur Erlösung der Menschheit. Und das konnte man erfassen, eben weil die Empfindung der alten Einrichtungen fortwirkte. So kam es, daß während es im Süden die Aufgabe der Kirche war, das Christus-Mysterium auszurotten, es im Norden ihre Aufgabe wurde, das Weihnachtsmysterium auszurotten und es mehr, ich möchte sagen, in das Harmlose zu verwandeln, wodurch später im Mittelalter als Weihnachtsvorstellung das herauskam, was wirklich in vieler Beziehung rechnet, ich möchte sagen, mit dem immer mehr und mehr für die materialistische Zeit heraufdämmernden Biedermeiertum der neueren Zeit. Denn alles Biedermeierische ist durchaus eine Parallelerscheinung des Materialismus. Aber wir müssen uns schon vorstellen, daß größere, bedeutungsvollere Begriffe in der Form von Empfindungen bis ins 8., 9., wohl auch bis ins 10. Jahrhundert in Mitteleuropa lebten, weil sich diese Empfindungen eben anknüpften an das, was von den alten Einrichtungen noch vorhanden war: an Umzüge und dergleichen, die sich im Volksgebrauch erhalten hatten.

Diese alten Einrichtungen will ich Ihnen kurz noch einmal skizzieren. Sie bestanden darin, daß bei den Ingävonen von den bezeichneten Mysterienstätten aus das Leben der Menschen insofern streng geregelt wurde, als die Zeit besonders bestimmt war, in welcher für die Fortpflanzung gesorgt werden durfte: Die Verbindung des Mannes mit dem Weibe durfte nur in den Frühlingstagen stattfinden, ungefähr in den Tagen, wenn nach der Frühlingssonnenwende der erste Vollmond war. Es war ungefähr die Zeit, die wir jetzt die Osterzeit nennen. Die übrige Zeit des Jahres war verpönt für die menschliche Fortpflanzung, und derjenige wurde gewissermaßen als nicht ganz ehrlicher Mensch angesehen, welcher zu einer solchen Zeit geboren wurde, daß er nicht in der bezeichneten Zeit empfangen sein konnte.

Dadurch fielen die Geburten der richtig empfangenen Menschen alle in die Winterszeit, nach unserer jetzigen Weihnachtszeit, so daß dazumal derjenige, der als ein vollwertiger Mensch unter den Ingävonen angesehen werden sollte, in dieser Zeit geboren werden mußte. Die Geburten mußten also in die Zeit der finsteren Wintertage fallen, in die Zeit, wo draußen der Schnee die Bäume bedeckte, die Menschen in ihren Heimstätten, ihren primitiven Wohnungen waren. Und in einer gewissen Weise, wenn wir die heutige Sprechart anwenden, war jedes Kind ein Weihnachtskind, ein Wintersonnenwendekind.

Dieses wirkte auf die ganze Gemütsverfassung, auf die Seelenverfassung der Menschen. Dadurch, daß von Fortpflanzungswesen nichts vorhanden war in den andern Zeiten des Jahres, dadurch konnte sich das alte traumhafte Hellsehen erhalten. Und wenn die Zeit der Empfängnis, also die entsprechenden Frühlingstage, heranrückte, dann stellten sich die Unbewußtheitszustände ein. Die Empfängnis wurde durchaus im Unbewußtheitszustand, nicht im Tagesbewußtsein, zustande gebracht. Dadurch aber war real bewußt für die Empfangende die Erscheinung, die visionäre Erscheinung des Herabkommens einer Geistgestalt aus den geistigen Welten, welche ankündigte das kommende Kind. Ja, bei den Frauen war es so, daß sie wohl auch das Gesicht des kommenden Kindes voraussahen. Und diese Verkündigung, haben wir gesehen, klingt nach in der Zeit des Lukas-Evangeliums in der Verkündigung an Maria durch den Erzengel Gabriel. Wir haben gesehen, daß sogar in einem angelsächsischen Runenliede ein Fragment vorhanden ist desjenigen, was im alten Bewußtsein vorhanden war, daß wirklich auf der jütischen Halbinsel diese Einrichtungen gelebt haben, daß sie nach dem Osten hinübergezogen sind.

Nun ist die Menschheit natürlich in Entwickelung. Entwickelung ist in der Menschheit. Und diese Einrichtung konnte nur in recht alten Zeiten bestehen, denn hätte sie fortbestanden, es hätte sich nicht jenes Bewußtsein, jene Bewußtseinsart entwickeln können, welche dann die Aufgabe der vierten, der fünften nachatlantischen Entwickelungszeit war. Die Einrichtung selbst wird für hellseherisches Bewußtsein in den nördlichen Gegenden, in denen sie verbreitet war und unter den verschiedenen Stämmen gelebt hat, schon im 2. Jahrtausend kaum noch gefunden werden und nimmt vollständig ab gegen das 1. Jahrtausend hin, wo eben das menschliche Empfangen- und Geborenwerden gewissermaßen über das ganze Jahr verteilt wird, wo nicht mehr gewußt wird von dem Herabkommen aus der kosmischen Welt durch die Sternkonstellationen, und daß für das Geborenwerden des Menschen auf der Erde, für sein Schicksal, viel abhängt davon, daß er unter einer gewissen Sternkonstellation herabkommt. Das Empfangenwerden und Geborenwerden des Menschen ist auf das ganze Jahr verteilt.

Eine Parallelerscheinung damit ist das Heraufkommen des neueren Bewußtseins, das Heraufkommen der Freiheitsmöglichkeit für den Menschen und so weiter. - Ein Letztes ist nun aber geblieben, indem dasjenige, was in der Gegend des heutigen Dänemark bestanden hat, von Stamm zu Stamm gezogen ist, hinübergezogen ist nach dem Osten, und in einem Leib, der noch in einem solchen Zusammenhange gedacht wurde, dann verkörpert sein sollte: die Christus-Wesenheit. Derjenige, der der Erstling wurde unter vielen Brüdern, wurde gewissermaßen als der Letztling geboren unter denjenigen, die mit der kosmischen Sternkonstellation zusammen gedacht waren. Immer verbindet sich in der Evolution dasjenige, was übrigbleibt aus dem Alten, mit dem Neuen. Aber weil man in nördlichen Gegenden jene Empfindungen entwickelt hatte, daß in der Weihezeit der Mensch auf der Erde erscheine, konnte auch in diesen nördlichen Gegenden - ich möchte sagen unter dem atavistischen Nachklang jener Empfindungen - insbesondere die Jesus-Empfindung sich ausbilden. Daher werden Sie finden, daß man in diesen nördlichen Gegenden vorzugsweise für das Lukas-Evangelium die nötige Empfindung, das bessere Verständnis hatte, daß da das Weihnachtsmysterium mehr wirkte als das Ostermysterium, das ja in die Geheimnisse der Kirche eingeschlossen war, während das Weihnachtsmysterium allgemein wurde.“ (S. 244ff)

Schauen der Sonne um Mitternacht

„Während der Mystiker in sein Inneres hinuntergeführt wird, wird derjenige, der den entgegengesetzten Weg gehen will, hinausgeführt in den Kreislauf der großen Natur und so erzogen, daß er miterlebt die Ereignisse der großen Natur. Seine Seele wird so behandelt, daß er dasjenige, was man im gewöhnlichen Leben schwach fühlt im Frühling, lernt, allmählich in starkem Maße zu fühlen, so daß er mitzuempfinden lernt das ganze Aufsprießen der Vegetation im Frühling. Wenn er sich da ganz hineinzuversetzen vermag, sich selbst zu vergessen vermag und mit der Frühlingsnatur mitzuerleben vermag, dann wird dieses Erleben gegen den Sommer hin etwas ganz Besonderes. Es wird von der erwachenden Hoffnung im Frühling zu einem völligen inneren Aufjauchzen im Sommer. Dazu wird derjenige, der sozusagen ein umgekehrter Mystiker ist, erzogen. Und wiederum, wenn der Mensch so weit ist, daß er in Selbstvergessenheit, ins höchste gesteigert, die Wehmut des Herbstes zu erleben gelernt hat, dann kann er auch fähig werden, die Steigerung des Gefühls zu erleben von der Wehmut des Herbstes bis zum Mitempfinden des Todes der ganzen Natur in der Wintermitte.

So wurden unter anderem erzogen diejenigen Schüler, welche mitgemacht haben den Empfindungsunterricht in den alten nordischen Mysterien, die heute der Außenwelt schon nur mehr der Tradition nach, nur äußerlich bekannt sind. Da wurden die Schüler so erzogen, daß sie durch besondere Methoden lernten, den jährlichen Gang der Natur in ihrem Empfinden, in ihrer Seele mitzumachen. Und alles das, was der Schüler im Sommer zur Zeit der Johannisnacht erlebte, das bedeutete ein Mit jauchzen mit der ganzen Natur. Die Feuer der Johannisnacht waren etwas wie ein Andeuten der Steigerung des Hoffnungsgefühls im Frühling zu einem Mit jauchzen mit der Natur im Sommer, wenn man den den ganzen Kosmos durchziehenden Lebenshauch miterlebte. Und in der Wintersonnenwende empfand der Schüler in tiefster Seele mit das Hinsterben der Natur, unendlich steigernd das Wehmutsgefühl des Herbstes bis zum Mitempfinden des Todes.

So waren die Empfindungserlebnisse, die in der Tat in dieser Stärke kaum mehr von dem heutigen Menschen erlebt werden können. Denn der heutige Mensch ist durch die Fortschritte des intellektuellen Lebens der letzten Jahrhunderte im wesentlichen unfähig zu jenen großen, gewaltigen Erlebnissen, welche die Seele der ursprünglichen Naturvölker des europäischen Festlandes, namentlich der nördlichen und mittleren Gebiete Europas, durchmachten. Dann aber, wenn so etwas durchgemacht worden war, zeigte sich in der Tat für diejenigen Menschen, die so ihre inneren Seelenerlebnisse gesteigert hatten, etwas sehr Eigentümliches. Sie erlangten eine bestimmte Fähigkeit. Wie der Mystiker die Fähigkeit hat, in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen, so erlangten sie die Fähigkeit - so sonderbar das auch klingt, es ist aber der Fall, ich schildere nur Dinge, welche unzählige Menschen erlebt haben und noch erleben können -, sie erlangten die Fähigkeit, die Materie zu durchschauen, das heißt, sie konnten nicht bloß das sehen, was man als Oberfläche wahrnimmt, sondern sie konnten durch diese hindurchschauen, vor allen Dingen vermochten sie in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang durch unsere Erde hindurchzuschauen, und durch die durchsichtige Erde hindurch erglänzte ihnen lebendig die Sonne. Das nannte man in den alten Mysterien das Schauen der Sonne um Mitternacht. Allerdings konnte die Sonne in ihrer größten Fülle und Herrlichkeit nur dann geschaut werden, wenn man sich mit seiner Seele in der Zeit der Wintersonnenwende jenem Zustande genähert hatte, wo der ganze äußere Sinnesteppich abgestorben war. Dann hatte man die Fähigkeit errungen, die Sonne zu schauen, jetzt nicht als eine blendende Wesenheit, wie sie bei Tag erscheint, sondern alles Blendende an der Sonne war abgeschwächt; man sah die Sonne nicht mehr als physisches Wesen draußen, sondern als geistiges Wesen. Man schaute den Sonnengeist. Was als physische Wirkung wie eine Blendung wirkte, war ausgelöscht durch die Materie der Erde. Diese war durchsichtig geworden, und sie ließ nur das Geistige der Sonne durch. Aber mit diesem Schauen der Sonne war etwas wesentlich anderes verbunden, mit diesem Schauen der Sonne zeigte sich jetzt etwas höchst Merkwürdiges. Es zeigte sich nämlich jetzt in seiner Wahrheit dasjenige, worauf wir gestern in abstrakter Weise hingedeutet haben, daß tatsächlich eine lebendige Wechselwirkung besteht zwischen all dem, was zu unserem Sonnensystem gehört als Planeten, und der Sonne selber, dadurch, daß fortdauernd Ströme gehen von den Planeten zur Sonne und von der Sonne zu den Planeten. Kurz, es zeigte sich da draußen geistig etwas, was sich vergleichen läßt mit etwas im Leben, was jeder kennt, nämlich mit dem Zirkulieren des Blutes im menschlichen Leibe. Wie das Blut von dem Herzen zu den Organen geht und von den Organen wiederum zurück zum Herzen in lebendigem Kreislauf, wie dieser lebendige Blutkreislauf, so zeigt sich die Sonne als der Mittelpunkt lebendiger Geistesströmungen, welche von der Sonne zu den Planeten und von den Planeten zurück zur Sonne fließen. Das ganze Sonnensystem zeigt sich als lebendiges geistiges System; wir erblicken in der Tat unser Sonnensystem als Geistiges, von dem das Äußere wirklich nur ein Gleichnis ist.“ (Lit.:GA 119, S. 97ff)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Makrokosmos und Mikrokosmos, GA 119 (1988), ISBN 3-7274-1192-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil, GA 173 (1978), ISBN 3-7274-1730-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse, GA 209 (1982), ISBN 3-7274-2090-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
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