Schauen der Sonne um Mitternacht

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Das Schauen der Sonne um Mitternacht bezeichnet in vielen Mysterienschulen eine Stufe des Einweihungsweges, auf der sich der hellsichtige Blick für die in der Astralwelt violett-rötlich[1] leuchtende geistige Sonne öffnet, die sich als Gemeinschaft geistiger Wesen offenbart, die mit dem Sonnendasein verbunden sind. Im Winter, wenn die Tage kurz und die äußere Sonne nur schwach scheint, war die geeignetste Zeit, in der Nacht, in der Weihe-Nacht, die Sonne geistig zu schauen. So wurde das spätere Weihnachtsfest schon lange in vorchristlicher Zeit vorbereitet, als der Christus erst auf dem Weg war von seiner Sonnenheimat zur Erde herabzusteigen.

Christus als Sonnengeist

„Im äußeren Bewußtsein schaut der Mensch das äußere Sonnenlicht an, wie es ihm zurückgeworfen wird von der äußeren Erde. Was das äußere Sonnenlicht äußerlich an den Dingen der Erde tut, das nimmt das äußere, das alltägliche Bewußtsein des Erdenmenschen wahr. Was das Sonnenlicht an ihm selber tut, was es tut, indem es seinen mittleren Menschen möglich macht, was es tut, indem es hineindringt in den mittleren Menschen mit seiner Wirksamkeit, das erscheint als flutendes Licht vor dem Menschen, wenn er okkultistischer Aspirant wird. Er sieht die Sonne in sich selber in genau derselben Weise, wie er die Sonne äußerlich sieht, wenn der Tag beginnt und solange der Tag dauert. Und wie er die Gegenstände um sich herum sieht, indem das Sonnenlicht zurückgeschickt wird von den äußeren Gegenständen, so sieht der okkultistische Aspirant das Sonnenhafte, wie es ihm von seinem eigenen Inneren zurückgegeben wird, wenn er zu einer gewissen Stufe des Hellsehens gelangt ist. Es ist gleichsam die Gestalt seines mittleren Menschen, die sich in ihrer Durchleuchtetheit zeigt.“ (Lit.:GA 137, S. 131f)

„In den alten Einweihungsstätten haben die Schüler suchen müssen unter der Führung ihrer Eingeweihten dasjenige, was man genannt hat in den alten Mysterien «das Schauen der Sonne um Mitternacht». Physisch schaut man die Sonne bei Tage. Um Mitternacht, durch die Erde durch, schauten die Eingeweihten die Sonne, während für den physischen Blick die Erde undurchsichtig ist. Indem sie also durch die Erde hindurch um Mitternacht die Sonne schauten, war abgestreift von der Sonne ihr physisches Dasein; dafür aber war eingeschrieben in das Sonnendasein das Geheimnis von dem Christus, dem Sonnengeist. Und voraus schauten die Schüler der alten Eingeweihten das Geheimnis von dem Christus, dem Sonnengeist. Es war ein höheres Naturschauen, ein Hellsichtigwerden innerhalb der Natur.“ (Lit.:GA 161, S. 224f)

„In den Zeiten der kurzen Tage, wann die heiligen Mysterien des Altertums gespielt haben, wandten sich die, welche eingeweiht wurden, mit all ihrem seelischen Wesen der Sonne zu; und in der tiefen Mitternacht des Tages ungefähr, den wir als den Weihnachtstag kennen, wurden die Einzuweihenden in den heiligen Mysterien dazu gebracht, daß sie die Sonne sehen konnten in der Mitternachtsstunde. Denn da wurden sie zum Hellsehen befördert. Der gegenwärtige Mensch kann dann um Mitternacht nicht die Sonne sehen, denn sie ist jenseits der Erde. Für den Sehenden ist aber die physische Erde kein Hindernis, die Sonne zu sehen. Er sieht die Sonne in ihrer geistigen Wesenheit. Und wenn die Seher in den heiligen Mysterien um die Mitternachtsstunde die Sonne sahen, sahen sie den Regenten der Sonne, den Christus. Denn er war ja für die, die mit ihm in Verbindung treten sollten, damals noch durchaus in der Sonne.

Als auf Golgatha das Blut aus den Wunden floß, war das ein bedeutsames Ereignis für die ganze Erdentwickelung. Niemand versteht dies Ereignis, der nicht verstehen kann, daß das Christentum auf einer mystischen Tatsache beruht. Wenn jemand mit hellsichtigem Gesicht von einem fernen Planeten aus die Entwickelung der Erde hätte verfolgen können durch Jahrtausende, würde er gesehen haben nicht bloß den physischen Leib der Erde, sondern auch den Astralleib der Erde; und dieser Astralleib der Erde hätte gezeigt durch Jahrtausende hindurch bestimmte Lichter, bestimmte Farben und bestimmte Formen. In einem Moment hat sich das geändert. Andere Formen erschienen, andere Lichter und andere Farben leuchteten auf - und das war der Augenblick, da auf Golgatha das Blut aus den Wunden des Erlösers floß. Das war nicht bloß ein menschliches, sondern das war ein kosmisches Ereignis. Dadurch ging das Christus-Ich, das sonst bloß auf der Sonne gesucht werden durfte, über auf die Erde. Es verband sich mit der Erde, und im Geist der Erde finden wir das Christus-Ich, das Sonnen-Ich. Und der Eingeweihte vermag den Sonnengeist, den er in den heiligen Mysterien des Altertums auf der Sonne suchte in der Weihnachts-Mitternachtsstunde, nun in neuer Zeit in dem Christus selbst zu sehen, als in dem Mittelpunktsgeist der Erde.“ (Lit.:GA 101, S. 273f)

„In jenen Nächten, die heute durch das Weihnachtsfest fixiert sind, wurden die Mysterienschüler vorbereitet zur Wahrnehmung innerer geistiger Schauung, so daß sie sehen konnten innerlich, geistig dasjenige, was sich seiner physischen Kraft nach in diesen Zeiten am meisten von der Erde zurückzieht. In der langen Weihnachtswinternacht war der Mysterienschüler so weit gebracht, daß ihm um Mitternacht die Schauung aufgehen konnte. Dann verhüllt die Erde nicht mehr die Sonne, die hinter der Erde stand. Sie wurde durchsichtig für ihn. Er sah durch die transparente Erde hindurch das geistige Licht der Sonne, das Christus-Licht. Festgehalten wurde diese Tatsache, die ein tiefes Erlebnis der Mysterienschüler wiedergibt, in dem Ausdruck: Die Sonne um Mitternacht sehen [...]

Dann aber, wenn am Sommermittag die physische Kraft der Sonne am stärksten von der Sonne nach der Erde fließt, dann ist ihre geistige Kraft am schwächsten. In der Wintermitternacht aber, wenn die Sonne die schwächste physische Kraft zur Erde hinabstrahlt, dann sieht der Mensch den Geist der Sonne durch die für ihn transparent gewordene Erde hindurch. Der esoterische Christ empfand, daß er durch die Vertiefung in die christliche Esoterik immer mehr und mehr sich annäherte jener Kraft des inneren Schauens, durch die er sein Empfinden und Denken, seine Willensimpulse ganz erfüllen konnte im Hineinblicken in diese geistige Sonne. Und dann wurde der Mysterienschüler gebracht zu einer Vision, die eine höchst reale Bedeutung hatte: Solange die Erde undurchsichtig ist, erscheinen die einzelnen Teile der Erde bewohnt von Menschen, welche einzelne Glaubensbekenntnisse entfalten; aber das einigende Band ist nicht da. Zerstreut sind die Menschenrassen wie die Klimate, zerstreut sind die Meinungen der Menschen auf der Erde, aber ein verbindendes Glied ist nicht da. In dem Maße aber, wie die Menschen beginnen, durch die innere Kraft des Schauens durch die Erde hindurch in die Sonne zu schauen, in dem Maße als ihnen der Stern durch die Erde hindurch erscheint, einigen sich die Bekenntnisse der Menschen zur großen, einheitlichen Menschenbruderschaft. Und diejenigen, welche die getrennten großen Menschenmassen geleitet haben in der Wahrheit der höheren Plane zur Einweihung in die höheren Welten, sie wurden vorgestellt als die Magier. Drei waren sie, dieweil an den verschiedensten Orten der Erde die verschiedensten Kräfte zum Ausdruck kommen. In verschiedener Weise mußte daher die Menschheit geleitet werden. Als einigende Kraft aber erscheint der Stern, der hinter der Erde aufgeht. Er leitet die zerstreuten Menschen zusammen, und da opfern sie der physischen Verkörperung des Sonnensterns, der da erschienen war als Stern des Friedens. So hat man kosmischmenschlich die Religion des Friedens, der Harmonie, des Weltenfriedens, der Menschenbruderschaft in Zusammenhang gebracht mit den alten Magiern, welche die besten Gaben, die sie für die Menschheit hatten, niederlegten an der Wiege des verkörperten Menschensohnes.“ (Lit.:GA 98, S. 62)

Die Einweihung in den Makrokosmos

Die vier Stufen des Einweihungswegs

Rudolf Steiner spricht in diesem Zusammenhang von vier Stufen, die der Geistesschüler auf dem Einweihungsweg erklimmen muss:

  • Das Erlebnis des Todes
  • Der Durchgang durch die elementarische Welt
  • Das Schauen der Sonne um MItternacht
  • Die Begegnung mit den oberen und unteren Göttern

„Ob wir nun sprechen von morgenländischen Mysterien, ob wir sprechen von abendländischen Mysterien, gewisse Stufen haben alle gemeinsam. Daher haben auch für alle Mysterien gewisse Ausdrücke einen guten Sinn, Ausdrücke, die etwa so gefaßt werden können, daß man sagt: Zunächst muß jede Seele, die eine gewisse Stufe der Initiation, eine gewisse Stufe des Mysterienwesens erreichen will, das erfahren, was man nennen kann «in Berührung kommen mit dem Erlebnis des Todes». Das zweite, wovon jede Seele etwas erfahren muß, ist der «Durchgang durch die elementarische Welt». Das dritte ist das, was man in den ägyptischen oder sonstigen Mysterien genannt hat das «Schauen der Sonne um Mitternacht», und ein weiteres ist das, was man die «Begegnung mit den oberen und unteren Göttern» nennt. Diese Erlebnisse muß sozusagen jeder durchmachen, der bis zu einer bestimmten Stufe der Initiation kommt. Er muß in die Lage kommen, aus innerer Erfahrung zu wissen, was mit diesen Dingen gemeint ist, und muß fähig sein, sozusagen in zwei Welten zu leben: in der einen Welt, in welcher der Mensch eben heute lebt, in der Welt des physischen Planes, und in der anderen Welt, in der man nur leben kann, wenn man weiß, was es heißt: man ist «mit dem Tode in Berührung gekommen»; man ist «durch die elementarische Welt gegangen»; man hat «die Sonne um Mitternacht gesehen»; man hat die «Begegnung mit den oberen und unteren Göttern» gehabt.“ (Lit.:GA 144, S. 20f)

„Sehen Sie, in allen alten Mysterien galt eine bestimmte Lehre, die, wenn man sie in ihrem Inhalte gewahr wird, eigentlich einen tief erschütternden Eindruck macht. Derjenige, der in ein altes Mysterium eingeführt worden ist, Schüler geworden ist, nach und nach in die Initiationswissenschaft hineingekommen ist, der kam auf einer gewissen Stufe seiner inneren Entwickelung dazu, daß er die Eindrücke, die er empfing, so charakterisierte - nun, meine lieben Freunde, geben Sie acht darauf, wie ich etwa den Monolog eines solchen alten Initiierten, den er nach dem Erreichen einer gewissen Initiationsstufe hätte sprechen können, jetzt vor Ihnen spreche - , solch ein Initiierter würde also etwa so gesagt haben: Wenn ich während des Tages auf freiem Felde stehe, den ahnenden Blick nach aufwärts richte, mich den Eindrücken der Sinne hingebe, so sehe ich die Sonne. Ich nehme sie wahr in ihrer blendenden Stärke am Mittag, und ich ahne und schaue hinter der blendenden Stärke der Sonne am Mittag das Wirken von geistigen Wesenheiten der zweiten Hierarchie im Sonnenhaften. Vor meiner Initiation schwand hinunter das Sonnenhafte mit dem abendlichen Untergange der Sonne. In dem Erscheinen der Abendröte verschwand das Scheinen der Sonne. Und ich machte vor meiner Initiation den Nachtweg durch, indem Finsternis um mich ward, und am Morgen erinnerte ich mich an diese Finsternis, wenn die Morgendämmerung kam und aus der Morgendämmerung heraus wiederum die Sonne erschien, um ihren Weg zu machen zur blendenden Helle des Mittags. Jetzt aber, nachdem ich die Initiation erlangt habe, ist es so: Wenn ich die Morgenröte erlebe, und die Sonne aus der Morgenröte wiederum zu ihrem Tagesgange sich anschickt, wird in mir die Erinnerung an das nächtliche Leben wach. Ich weiß, was ich während des nächtlichen Lebens erlebt habe. Ich erinnere mich ganz genau, daß ich geschaut habe, wie nach und nach ein bläulich glimmerndes Licht von der Abenddämmerung aus weiterhin ging von Westen nach dem Osten, und wie ich schaute, woran ich mich jetzt genau erinnere, um die Mitternachtsstunde die Sonne am entgegengesetzten Himmelspunkte, gegenüber dem Punkte, wo sie in ihrer glänzenden Mittagsstärke war, in ihrem Glimmen, das so moralisch eindrucksvoll ist, hinter der Erde. Ich habe gesehen die Sonne um Mitternacht.“ (Lit.:GA 236, S. 276f)

Das Einleben in den Makrokosmos und die Gefahren des drohenden Ich-Verlusts

Im Gegensatz zur Mystik, wo sich der Geistesschüler in sein eigenes Inneres versenkt, haben wir es hier mit einer Einweihung in den Makrokosmos zu tun. Es ist ein Weg der Ekstase, wie wir sie unbewusst jede Nacht im Schlaf erleben, wenn sich das Ich und der Astralleib aus dem belebten Leib - also aus dem physischen Leib und Ätherleib - heraushebt. Die unerträgliche Furcht, dabei ins Nichts zu zerfliessen wie ein Wassertropfen im Ozean, dämpft darum normalerweise das Bewusstsein, wenn wir uns in den Makrokosmos verströmen.

„Dieser Weg in die geistige Welt hinein ist derselbe, den auch jeder Nichthellsichtige beim Einschlafen macht, nur daß er dabei bewußtlos wird. So lebt ein jeder von uns abwechselnd wachend in den physischen Körper, den Mikrokosmos eingezwängt, und schlafend ins Ungeheure ausgedehnt und vereint mit der großen Welt um uns, dem Makrokosmos.

Warum müssen wir denn, so könnten wir weiter fragen, in Bewußtlosigkeit fallen? - Das hat seinen Grund darin, daß der heutige Mensch dazu noch nicht reif ist und sein Ich es nicht ertragen könnte, in das Weltenall bewußt hinauszuströmen.“ (Lit.:GA 118, S. 201f)

„Wenn der Mensch dasjenige entfalten würde, was in seinem astralischen Leibe liegt und was in seinem Ich liegt, so käme er niemals an die Sonne heran, so wie nun einmal die gegenwärtige Konstitution des Menschen ist. Der Mensch käme niemals an die Sonne heran. Er kommt, wenn er in seinem Ich und astralischen Leibe ist, zwischen Einschlafen und Aufwachen, nicht an die Sonne heran. Es bleibt dunkel für ihn. So würde der Mensch, wenn er im astralischen Leibe und im Ich ohne Verbindung mit dem Ätherleib und mit dem physischen Leib wäre, nicht an die Sonne herankommen. Ja, wie kommt er denn an die Sonne heran?

Nun betrachten wir zuerst, wie die Sache ist. Der astralische Leib und das Ich kommen an den Ätherleib heran, aber wenn man schauend diesen Zustand verwirklicht - was man ja verhältnismäßig leicht kann dadurch, daß man das Denken sehr verstärkt -, wenn man das Denken durch eine gründliche, sehr energische Meditation verstärkt, kann man leicht in den Zustand hineinkommen, es ist der Zustand der beginnenden Initiation. Leicht kann man in den Zustand hineinkommen, in dem der Mensch untertaucht in seinen Ätherleib, aber noch nicht den physischen Leib erfängt. Er lebt im Ätherleib. Sehen Sie, in diesem Zustand, wenn man im Ätherleib lebt und den physischen Leib noch nicht heranfassen kann, in diesem Zustand aber kann man sehr, sehr gut denken. Man sieht nur nichts, man hört nichts, aber man kann sehr gut denken. Das Denken ist durchaus nicht ausgelöscht, es ist nur das Sehen, das Hören, auch die anderen Sinnesempfindungen, die sind unterdrückt. Aber das Denken bleibt einem, erstens so, wie man es hatte: man kann denken, aber man kann eben mehr denken als vorher. Man kann solche Dinge denken, wie diese hier sind und man kann über den Makrokosmos denken. Das Denken bleibt und es erweitert sich, und man weiß genau: du steckst jetzt im Weltenäther drinnen. Also, indem man in seinem Ätherleib ist, steckt man im Weltenäther drinnen. Aber man hat, indem man in diesen Weltenäther einzieht, durchaus die Erfahrung, das Erlebnis, daß man jetzt in jener geistigen Welt drinnen ist, aus der die Sinnenwelt auch herauskommt. Aber weder geistige Welt noch Sinnenwelt hat man individualisiert. Aus der individualisierten Sinnenwelt ist man heraus. Die Sonne scheint nicht mehr, die Sterne scheinen nicht mehr, der Mond scheint nicht. In den Reichen der Natur auf der Erde ist nicht mehr eine deutliche Unterscheidung. Das kann man nur, wenn man im physischen Leib drinnen ist, im normalen Leben ist oder in einer höheren Initiation. Aber man hat dafür, daß sich die Konturen der Sinneswelt verdunkelt haben, die allgemeine Geistigkeit, das Weben und Leben des Geistigen.

Kommt man jetzt weiter, fängt man nun auch seinen physischen Leib bewußt ab, so daß man anfängt, in den Organen zu leben, fängt man diesen physischen Leib bewußt ab, dann beginnen die verglommenen, verschwundenen Wesen mit Ausnahme des Irdischen wieder aufzutauchen, aber als Geist-Entitäten. Wo man früher beim gewöhnlichen Bewußtsein die Sonne gesehen hat, die sich verdunkelt, vernebelt hat, aber innerhalb des allgemeinen Geistwebens drinnen war, da tritt jetzt die Summe der Wesenheiten der zweiten Hierarchie auf. Man individualisiert jetzt in der geistigen Welt. Mond, Sterne treten wieder auf, aber sie treten in ihren geistigen Aspekten auf und sind jetzt geistige Kolonien oder dergleichen, so kann man es nennen, und jetzt weiß man, wie man außen, zuerst im gewöhnlichen Bewußtsein zum Beispiel - bei anderen Dingen ist es auch so -, die Sonne im physischen Bilde gesehen hat, wie man jetzt, nachdem man den physischen Leib bewußt ergriffen hat, eben auch in seiner Geistigkeit ergriffen hat, die Sonne als geistiges Wesen sieht und so die ganze Welt. Aber jetzt weiß man auch, daß mit jedem Sonnenstrahl der Tag leuchtend in uns eintritt, mit jedem Sonnenstrahl tritt ja auch Geist ein. Durch jede Sinnesempfindung tritt Geist ein, so daß wir diese nach oben verfeinerte Atmung als eine fortdauernd geistimprägnierte anzusehen haben, und wir nehmen wahr, daß in jeder Sinnesempfindung, die da einströmt, Sonne lebt. Gerade der Geist der Sonne ist es, oder die Geister der Sonne. Sonne lebt in jeder Sinnesempfindung, so daß in den Menschen einströmt, in die verfeinerte Atmung, das unmittelbare Sonnenleben, die unmittelbaren Sonnenkräfte.“ (Lit.:GA 318, S. 110ff)

„Durch den Verlust des Ich würde der Mensch also im Hinausdringen in den Makrokosmos sein ganzes astralisches Wesen hingießen an solche Wesenheiten, welche die elementarische Welt als schlechte Wesenheiten durchsetzen. Und die Folge davon würde sein, daß der Mensch, weil er mit diesen Wesen zusammenkommt, aber schwächer ist als diese Wesen - denn er hat ja sein Ich verloren, diese haben aber ein starkes Ich -, ihnen Nahrung zuführt mit seinen Eigenschaften, wofür sie ihn in negativem Sinne belohnen würden. Er gibt ihnen geradezu Nahrung aus seinem astralischen Wesen, sie aber geben ihm, was ihnen von seinen Eigenschaften besonders eigen ist; und daß er in ihnen gelebt hat, das zeigt sich, wenn beim Erwachen sein Ich zurückkehrt, in einem verstärkten Hang zum Schlechten, zum Bösen.“ (Lit.:GA 119, S. 161f)

„Daher wurden einem Menschen, der zugelassen werden sollte zu solcher Mysterieneinweihung, Prüfungen auferlegt, durch die er alle möglichen Widerwärtigkeiten des Lebens schon im physischen Dasein überwinden sollte. Starke Gefahren wurden ihm in den Weg gebracht, und durch die Überwindung dieser Gefahren sollte er seinen Willen stärken. Ein Überwinder sollte er werden, der von starker Seele ist und dadurch vorbereitet, daß er dann, wenn diese Wesenheiten ihm gegenübertreten, stark genug ist, um keine Anfechtungen zu erleben, um sie zurückdrängen zu können und nicht sich an sie zu verlieren.“ (S. 162)

„Dann, wenn der Betreffende dadurch, daß er längere Zeit solche Erlebnisse gehabt hatte, fähig geworden war einzusehen, daß alles, was er wahrnehmen kann in der äußeren Sinneswelt, Erde, Wasser, Luft und Feuer, Offenbarungen sind von geistigen Wesenheiten, die dahinter sind, wenn er gelernt hatte, diese Dinge zu unterscheiden, in der elementarischen Welt sich zurechtzufinden, dann konnte er um eine Stufe weitergeführt werden, geführt werden dazu, nun kennenzulernen, wie das aussieht, was hinter diesen Elementen der elementarischen Welt steckt. Und da wurde der Einzuweihende dann geführt in die eigentliche geistige Welt. In der geistigen Welt, die hinter der elementarischen ist, in dieser geistigen Welt, in die man hineinreift, nachdem man die elementarische Welt eine Zeitlang so kennengelernt hat, daß man Unterscheidungsvermögen in ihr gewonnen hat, da erlebt man nun - das kann ja wiederum nur als Mitteilung der Erlebnisse der Eingeweihten geschildert werden -, daß tatsächlich Wesenheiten da sind, die hinter unserer sinnlichen und hinter der elementarischen Welt stehen. Aber diese Wesenheiten, in deren Welt man sich da hineinlebt, sind ganz unähnlich den Wesenheiten, die wir als unseresgleichen, als Menschen kennen. Während die Menschen auf der Erde in sozialen Ordnungen, in bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen zusammenleben, vollkommenen oder unvollkommenen, lebt sich der Einzuweihende ein in eine geistige Welt, in der geistige Wesenheiten sind, die selbstverständlich keine äußeren Körper haben, sondern geistige Wesenheiten sind, die miteinander in Beziehung stehen durch Ordnung und Harmonie. Und nun wird dem Einzuweihenden gezeigt, daß er dasjenige, was da an Ordnung und Harmonie in dieser geistigen Welt ist, nur verstehen kann, wenn er für das, was die geistigen Wesenheiten tun, als einen äußeren Ausdruck nimmt die Welt der Gestirne, namentlich die Bewegungen der Planeten in unserem Sonnensystem. Wie sich die Planeten zur Sonne stellen und wie sie in ihren Bewegungen und Stellungen zueinander sich verhalten, dadurch drücken sie aus, was die Wesenheiten der geistigen Welten tun.“ (Lit.:GA 119, S. 163f)

Die Vorbereitung der Geistesschüler in den kleinen Mysterien

Den Neophyten, die noch nicht die Initiation erfahren hatten, wurde zunächst im Bild vorgeführt, was sie später aus eigener geistiger Anschauung erleben sollten:

„Das waren die kleinen Mysterien. Die zeigten im Abbilde, was der Einzuweihende später erleben sollte. Und das wollen wir heute miterleben, was in den kleinen Mysterien um die mitternächtige Stunde sich zutrug. Es war dasselbe allenthalben: in den ägyptischen Mysterien, in den Eleusinischen Mysterien, in den Mysterien Vorderasiens, in den babylonisch-chaldäischen ebensowohl als in den Mysterien des persischen Mithrasdienstes und den indischen Brahmamysterien. Überall erlebten die Schüler dieser Mysterienschulen dasselbe um die mitternächtige Stunde der Weihe-Nacht.

Schon zeitig am Vorabend versammelten sie sich. In stillem Denken mußten sie sich klarmachen, was dies wichtigste Ereignis bedeute. Sie saßen in tiefem Schweigen im Dunkeln beieinander versammelt. Wenn dann die Mitternacht herankam, hatten sie schon stundenlang so gesessen im dunklen Räume. Gedanken der Ewigkeit durchzogen ihr Inneres. Dann, gegen Mitternacht, erhoben sich geheimnisvolle Töne, sie durchfluteten den Raum, im Anschwellen und Abschwellen. Die Schüler, die diese Töne hörten, wußten: Das ist die Sphärenmusik. Tiefe, weihevolle Andacht erfüllte ihre Herzen. Dann wurde es schwach hell. Das Licht ging aus von einer schwach erhellten Scheibe. Diejenigen, die das sahen, wußten, daß diese Scheibe die Erde vorstelle. Die erhellte Scheibe wird dann dunkler und dunkler, bis sie zuletzt ganz schwarz ist. Zugleich wurde es im Raum ringsum heller. Diejenigen, die das sahen, wußten, daß das schwarze Rund die Erde darstelle. Die Sonne, die sonst aber die Erde durchleuchtet, ist verhüllt. Die Erde kann die Sonne nicht mehr sehen. Dann bildete sich um die Erdscheibe, nach außen verlaufend, Kreis um Kreis in Regenbogenfarben. Diejenigen, die das sahen, wußten: das ist die Iris. Dann erhob sich um Mitternacht allmählich, anstelle des schwarzen Erdkreises, ein violett-rötlich leuchtender Kreis; auf dem stand ein Wort. Dies Wort war verschieden, je nach den Völkern, deren Glieder dies Mysterium erleben durften. In unserer heutigen Sprache würde das Wort lauten «Christos». Diejenigen, die das sahen, wußten: das ist die Sonne. Sie erschien ihnen in der mitternächtigen Stunde, wenn die Welt ringsum im tiefsten Dunkel ruht. Den Schülern wurde klargemacht, daß sie jetzt in Bildern erlebt hätten das, was man in den Mysterien nennt: die Sonne um Mitternacht schauen.

Derjenige, der wirklich eingeweiht ist, lernt die Sonne um Mitternacht wahrhaftig schauen, denn in ihm ist das Materielle ausgelöscht. Nur die Sonne des Geistes lebt in seinem Inneren und überstrahlt alle Dunkelheit der Materie.

Seligster Moment ist dieser Moment in der Menschheitsentwickelung, wo der Mensch erlebt, daß er losgelöst von der Dunkelheit in ewigem Lichte lebt. Und dieser Moment wurde im Bilde also dargestellt in den Mysterien, Jahr für Jahr, um die mitternächtige Stunde in der Weihe-Nacht. Dieses Bild stellte dar, daß es neben der physischen Sonne eine Geistessonne gibt, die ebenso wie die physische Sonne aus dem Dunkel, aus der Finsternis heraus geboren werden muß. Um den Schülern das noch klarer zu machen, wurden sie, nachdem sie den Aufgang der Sonne, des Christos, erlebt hatten, in eine Höhle geführt, in der scheinbar nichts vorhanden war als Stein, erstorbene, leblose Materie. Dort sahen sie aus den Steinen Ähren erstehen, als Zeichen des Lebens, als symbolische Andeutung, daß aus dem scheinbaren Tode das Leben ersteht, daß geboren wird in totem Gestein das Leben. Es wurde ihnen dann gesagt: So wie die Sonnenkraft von diesem Tage an, nachdem sie scheinbar erstorben war, neu erwächst, so erhebt sich immerdar aus dem ersterbenden Leben das neue.

Es ist dasselbe Ereignis, das im Johannes-Evangelium angedeutet wird in den Worten: «Er muß zunehmen, ich aber muß abnehmen.» Der Johannes, der Vorherverkündiger des kommenden Christus, des geistigen Lichtes, dessen Höhetag im Jahreslauf in die Mitte des Sommers fällt, dieser Johannes muß abnehmen, und in seinem Abnehmen wächst zugleich die Kraft des kommenden Lichtes, die immer stärker und stärker wird, je mehr der Johannes abnimmt. So bereitet sich das neue, das kommende Leben vor im Samenkorn, das verfaulen und vergehen muß, um die neue Pflanze erstehen zu lassen. - Das sollten die Schüler empfinden: daß im Tode das Leben ruht, daß aus dem Faulen, Verwesenden heraus die neuen herrlichen Blüten und Früchte erstehen, daß die Erde voll ist von Geburtskraft. Sie sollten glauben lernen, daß in diesem Zeitpunkt im Inneren der Erde etwas vor sich geht: die Überwindung des Todes durch das Leben. Das Leben, das im Tode vorhanden ist, das wurde ihnen gezeigt im überwindenden Lichte. Das empfanden, das erlebten sie, als sie im Dunkel das Licht erstehen, erstrahlen sahen. Nun schauten sie in der Steinhöhle das sprießende Leben, das aus dem scheinbar Toten in Pracht und Fülle ersteht.

So erzog man in den Schülern heran diesen Glauben an das Leben, so Heß man in ihnen er sprießen das, was der Glaube an das größte Menschenideal genannt werden darf. So lernten sie hinaufschauen zu diesem höchsten Menschheitsideal, zu jenem Zeitpunkt, wo die Erde ihre Entwickelung vollendet haben wird, wo das Licht in der ganzen Menschheit erstrahlen wird. Die Erde selbst wird dann in Staub zerfallen, aber eine geistige Essenz der Erde wird bleiben mit allen Menschen, die im Inneren durch das geistige Licht leuchtend geworden sind. Und die Erde und die Menschheit werden dann erwachen zu einem höheren Dasein, zu einer neuen Daseinsphase.

Als das Christentum im Laufe der Entwickelung entstand, trug es in sich dieses Ideal im höchsten Sinne. Man empfand, daß der Christos, als der unsterbliche Geist der Erde, als Träger nicht nur des materiellen, sprießenden Lebens, sondern als Träger der geistigen Wiedergeburt, als das große Ideal aller Menschen auftreten solle, daß er um die Weihnacht geboren ward, in der Zeit der größten Finsternis, als Zeichen, daß aus der Finsternis der Materie ein höherer Mensch in der Menschenseele geboren werden kann. - Bevor man von einem Christos sprach, sprach man schon in den alten Mysterien von einem Sonnenhelden; man verband mit ihm dasselbe Ideal wie das Christentum mit dem Ghristos. Sonnenheld wurde der Träger des Ideals genannt. Wie die Sonne ihren Gang im Laufe des Jahres vollendet, wie sie in ihrem Lichte zunimmt und abnimmt, wie ihre Wärme sich scheinbar der Erde entzieht und dann wieder von neuem erstrahlt, wie sie in ihrem Tode das Leben enthält und neu ausströmt, so ist der Sonnenheld durch die Kraft seines geistigen Lebens Herr geworden über Tod und Nacht und Finsternis.“ (Lit.:GA 96, S. 191ff)

„Im Bilde erlebte der in den Mysterien Eingeweihte, was sich erst in der Zukunft wirklich vollziehen sollte vor dem ganzen Plan der Weltengeschichte. Allüberall bei den Völkern wurde in den Mysterien drinnen verkündet das heilige Geheimnis: der Mensch kann den Tod besiegen. Aber es wurde zugleich darauf hingewiesen, daß alles das, was in den Mysterien nur in Bildern dargestellt werden konnte, einmal vor der Weltgeschichte als ein einmaliges Ereignis dastehen werde. Das Mysterium von Golgatha wurde vorherverkündet auch durch die heidnischen Mysterien des Altertums. Es war die Erfüllung dessen, was gerade in den heiligen Statten überall vorherverkündet worden ist.

Wenn der Einzuweihende zuerst die Vorbereitungen in den Mysterien und dann jene schwereren Übungen durchgemacht hatte, durch die man in den alten Zeiten zur Einweihung kam, wenn er seine Seele so losbekommen hatte vom Leibe, daß diese Seele in ihrer Losgelöstheit sich vereinigen konnte mit den geistigen Welten und in den geistigen Welten wahrnehmen konnte, um zu der eigenen Überzeugung zu gelangen, daß das Leben immerdar über den Tod siege innerhalb der menschlichen Natur - , wenn der Eingeweihte dahin gekommen war, dann wurde er der tiefsten Erfahrung entgegengeführt, die durch diese Mysterien des Altertums gesucht wurde. Und diese tiefste Erfahrung bestand darin, daß vor dem geistigen Blicke des Menschen das Erdenhindernis, das materielle Hindernis hinweggenommen war, wenn dasjenige geschaut sein sollte, was zu gleicher Zeit geistig und materiell ist: die Sonne. Und vor jene geheimnisvolle, aber jedem Eingeweihten wohlbekannte Erscheinung wurde der zu Initiierende geführt, daß er in der Mitternachtsstunde durch die Erde hindurch die Sonne sah - auf der andern Seite der Erde.

Instinktive Empfindungen von dem Heiligsten und dem Höchsten sind dem Menschen doch durch die geschichtliche Entwkkelung geblieben. Manche sind abgeschwächt worden im Laufe der Zeiten, aber für denjenigen, der unbefangen sein will, ist der alte Sinn noch vernehmbar. Und so lesen wir heute heraus aus der Tatsache, daß in der Weihenacht vom 24. auf den 25. Dezember um Mitternacht in jeder christlichen Kirche die Mitternachtsmesse gelesen werden soll - und die Messe ist ja nichts anderes, als in einer gewissen Weise zusammengefaßt die Mysterienriten, die zu dem Schauen der Sonne um Mitternacht führten —, wir lesen aus dieser Festsetzung der Mitternachtsweihemesse den Nachklang jener alten Einweihung heraus, die den Einzuweihenden um die Mitternachtsstunde die Sonne auf der abgewandten Seite der Erde schauen ließ, die ihn befähigte, damit das Weltenall als Geistiges wahrzunehmen, und zu gleicher Zeit, klingend durch den Kosmos, das Weltenwort zu vernehmen, das aus den Sternenbahnen heraus, aus den Konstellationen der Sterne aussprach das Weltenwesen.“ (Lit.:GA 209, S. 174f)

„Was als das große christliche Ereignis stattfand, war eine physische Wiederholung dessen, was sich in den Mysterien für jeden Eingeweihten abgespielt hat, in den kleinen Mysterien im Bilde, in den großen Mysterien im Inneren des Menschen. In den kleinen Mysterien wurde das wichtige Erlebnis des inneren Christus in einer ganz bestimmten Zeit des Jahres dargestellt, wo die Sonne am wenigsten Licht auf die Welt sendet, in der längsten Winternacht - wie heute noch am Weihnachtsfest. Führen wir uns das Bild vor Augen, das den Sinn der inneren Menschenentwickelung in den kleinen Mysterien symbolisierte. In heiliger Weihestimmung waren die Menschen, die es sehen sollten, in der Weihnacht, in völliger Finsternis der Mitternacht versammelt. Da ertönte ein eigentümlich dumpfes, donnerndes Getöse, das sich allmählich in wundervolles rhythmisches Tönen, in harmonische Klänge verwandelte - die Sphärenmusik. Und ein schwach erhellter Körper, eine in der Finsternis matt leuchtende Kugel wurde sichtbar, welche die Erde symbolisieren sollte. Aus der schwach leuchtenden Erdscheibe erstanden allmählich ineinanderfließende, zu den Tönen gehörende regenbogenfarbige Ringe, die sich nach allen Seiten verbreiteten - die göttliche Iris. So schien in der alten Atlantis, dem Niflheim der germanischen Mythologie, den Menschen die Sonne durch den Nebel hindurch. Die Erscheinung wurde immer heller, und die sieben Farben gingen allmählich in schwaches Gold und schwaches Violett über. Und immer heller leuchtete das Gebilde, und immer mächtiger wurde das Licht, bis es sich in den hellsten Himmelskörper, die Sonne, verwandelte. In der Mitte dieser Sonne erschien - in der jeweiligen Sprache des betreffenden Volkes - der Name des Christus. Für den Menschen, der diese Feier mitgemacht hatte, galt das bedeutsame Wort: Er hat die Sonne um Mitternacht gesehen. Das heißt, ein Sinnbild des geistigen Schauens ist ihm erschienen. Der Mensch, dessen geistiges Auge geöffnet ist, erlebt, daß alle Materie durchsichtig wird, er sieht durch die Erde hindurch, er sieht in Wirklichkeit die Sonne um Mitternacht, er besiegt die Materie. In umgekehrter Farbe, in violett- rötlicher Farbe erscheint ihm um Mitternacht die Sonne. Was in dem großen Weltsinnbilde kosmisch erscheint, ist für den Christen, ins Menschliche übersetzt, die Erscheinung des Christus Jesus auf Erden. Wir werden alle die Sonne um Mitternacht sehen. Das steht auch in keinem Widerspruch zum Neuen Testament.“ (Lit.:GA 97, S. 79f)

Die nordischen Mysterien und das Miterleben des Jahreslaufs

Hauptartikel: Nordische Mysterien

In den nordischen Mysterien bereiteten sich die Geistesschüler auf das Schauen der geistigen Sonne zur Zeit der Wintersonnenwende vor, indem sie ihre Seele mit dem tiefem Mitempfinden des ganzen Jahreslaufs erfüllten. Er ging durch die elementarische Welt und schaute die Elementarwesen des Feuers, der Luft, des Wassers und der Erde, die die ganze Natur beleben und gestalten.

„In den alten Mysterien freilich geschah es, daß der Einzuweihende, selbst wenn sein Ich noch nicht völlige Stärke hatte, bewußt in den Makrokosmos hinausgeführt wurde, es mußte jedoch der Initiator stets bei ihm sein, um ihm rechtzeitig helfen zu können. Diese Art des Hellsehens, wie sie in den alten Geheimschulen Europas erzielt wurde, nennt man die Ekstase. Für unsere heutige Entwickelungs stufe ist diese Methode nicht mehr passend, und an ihre Stelle ist eine andere getreten, von der wir jetzt sprechen werden. Es ist die Rosenkreuzermethode.

Wie eben gesagt wurde, war der Schüler in den alten Mysterien unter der Aufsicht seines Lehrers, welcher zu verhindern hatte, daß sich das heraustretende Ich völlig auflöste und in Ohnmacht fiel. Diese ekstatische Versenkung wurde erreicht durch die streng geregelte Pflege gewisser Gefühle, welche man auch im alltäglichen Leben hat. Die alte Methode war, diese Gefühle an solche anzuknüpfen, wie sie der Mensch auch heute noch, wenn auch in weit geringerem Maße, bei dem Wechsel der Jahreszeiten hat. Wenn zum Beispiel der Schüler hinaustrat in die frische Frühlingslandschaft und er sah, wie aus der schmelzenden Schneedecke heraus das junge Gras und die ersten Blumen sprießen, wenn er rings um sich das Auferstehen aus dem Winterschlafe sah, wenn er unter seinen Füßen die starre Erde tauen fühlte und die dürren kahlen Bäume neue Knospen treiben sah unter der weckenden Berührung des warmen Sonnenlichtes, dann hatte er dieses auferstehende Leben in sich zu durchfühlen und sich in tiefster Meditation mit ganzer Seele ihm hinzugeben.

Durch immerwährende Wiederholung hatte er dann dieses Gefühl zu ungeahnter Stärke anschwellen zu lassen. Du mußt - so sagte ihm der Initiator - so gewaltig und so lebendig- diese Freude und diese Zuversicht und Lebensfrische in dir entfachen können, wie die Erde sie selbst fühlen würde, wenn sie Bewußtsein hätte.

Ebenso mußte der Schüler im Herbste die Wehmut empfinden lernen, er mußte das Absterben rings in der Natur auf sich wirken lassen, er mußte fühlen, wie Wälder und Wiesen ihren Blätterschmuck verlieren und das Leben sich zurückzieht in den Schoß der Erde. Mit ihr mußte er um ihre Kinder trauern können. Ebenso hatte er die andern Jahreszeiten und besonders die Winter- und Sommersonnenwende in seinem Innern zu erleben.“ (Lit.:GA 118, S. 203f)

„So wurden unter anderem erzogen diejenigen Schüler, welche mitgemacht haben den Empfindungsunterricht in den alten nordischen Mysterien, die heute der Außenwelt schon nur mehr der Tradition nach, nur äußerlich bekannt sind. Da wurden die Schüler so erzogen, daß sie durch besondere Methoden lernten, den jährlichen Gang der Natur in ihrem Empfinden, in ihrer Seele mitzumachen. Und alles das, was der Schüler im Sommer zur Zeit der Johannisnacht erlebte, das bedeutete ein Mitjauchzen mit der ganzen Natur. Die Feuer der Johannisnacht waren etwas wie ein Andeuten der Steigerung des Hoffnungsgefühls im Frühling zu einem Mit jauchzen mit der Natur im Sommer, wenn man den den ganzen Kosmos durchziehenden Lebenshauch miterlebte. Und in der Wintersonnenwende empfand der Schüler in tiefster Seele mit das Hinsterben der Natur, unendlich steigernd das Wehmutsgefühl des Herbstes bis zum Mitempfinden des Todes.

So waren die Empfindungserlebnisse, die in der Tat in dieser Stärke kaum mehr von dem heutigen Menschen erlebt werden können. Denn der heutige Mensch ist durch die Fortschritte des intellektuellen Lebens der letzten Jahrhunderte im wesentlichen unfähig zu jenen großen, gewaltigen Erlebnissen, welche die Seele der ursprünglichen Naturvölker des europäischen Festlandes, namentlich der nördlichen und mittleren Gebiete Europas, durchmachten. Dann aber, wenn so etwas durchgemacht worden war, zeigte sich in der Tat für diejenigen Menschen, die so ihre inneren Seelenerlebnisse gesteigert hatten, etwas sehr Eigentümliches. Sie erlangten eine bestimmte Fähigkeit. Wie der Mystiker die Fähigkeit hat, in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen, so erlangten sie die Fähigkeit - so sonderbar das auch klingt, es ist aber der Fall, ich schildere nur Dinge, welche unzählige Menschen erlebt haben und noch erleben können -, sie erlangten die Fähigkeit, die Materie zu durchschauen, das heißt, sie konnten nicht bloß das sehen, was man als Oberfläche wahrnimmt, sondern sie konnten durch diese hindurchschauen, vor allen Dingen vermochten sie in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang durch unsere Erde hindurchzuschauen, und durch die durchsichtige Erde hindurch erglänzte ihnen lebendig die Sonne. Das nannte man in den alten Mysterien das Schauen der Sonne um Mitternacht. Allerdings konnte die Sonne in ihrer größten Fülle und Herrlichkeit nur dann geschaut werden, wenn man sich mit seiner Seele in der Zeit der Wintersonnenwende jenem Zustande genähert hatte, wo der ganze äußere Sinnesteppich abgestorben war. Dann hatte man die Fähigkeit errungen, die Sonne zu schauen, jetzt nicht als eine blendende Wesenheit, wie sie bei Tag erscheint, sondern alles Blendende an der Sonne war abgeschwächt; man sah die Sonne nicht mehr als physisches Wesen draußen, sondern als geistiges Wesen. Man schaute den Sonnengeist. Was als physische Wirkung wie eine Blendung wirkte, war ausgelöscht durch die Materie der Erde. Diese war durchsichtig geworden, und sie ließ nur das Geistige der Sonne durch.“ (Lit.:GA 119, S. 98f)

„Der Mensch sieht die Sonne vom Aufgange bis zum Niedergange, und er sieht die Sonne nicht, wenn die physische Erdenmaterie sie zudeckt; vom Untergange bis zum Aufgange sieht er sie nicht. Solche Finsternis, wie sie im physischen Leben herrscht vom Niedergange der Sonne bis zum Aufgange derselben, solche Finsternis gibt es in der geistigen Welt nicht. In dem Augenblicke, wo der Hellseher dasjenige errungen hat was beschrieben worden ist, in dem Augenblicke, wo er hinter dem Feuer die Geister des Feuers, hinter der Luft die Geister der Luft, hinter dem Wasser die Geister des Wassers und hinter der Erde die Geister der Erde erblickt, in diesem Augenblick sieht er hinter diesen geistigen Wesenheiten deren höheren Herrscher, deren höheren Lenker, dasjenige, was sich verhält zu diesen Elementarwesenheiten, wie sich verhält die erwärmende und beleuchtende, die wohltätige Sonne zu dem sprießenden und sprossenden physischen Leben auf unserer Erde. Das heißt, der Hellseher ringt sich durch von der Betrachtung der Elementarwesenheiten zu der Betrachtung der höheren geistigen Wesenheiten, die im geistigen Reiche etwa sind, was sich im physischen Reiche sinnbildlich vergleichen läßt mit der Sonne im Verhältnis zur Erde. Der Mensch sieht dann hinter den Elementenwesen eine hohe geistige Welt: die geistige Sonne. Wenn für den Hellseher dasjenige, was sonst Finsternis ist, Licht wird, wenn er die Erleuchtung erlangt, dann, dann dringt er vor, wie das physische Auge zur Sonne vordringt, zur geistigen Sonne, das heißt zu den geistigen Wesenheiten. Und wann dringt er vor zu diesen höheren geistigen Wesenheiten? Dann dringt er vor, wenn gleichsam für die Menschen die geistige Finsternis am höchsten ist. Der Mensch lebt, wenn er sonst frei ist in bezug auf seinen Astralleib und auf sein Ich, also vom Momente des Einschlafens bis zu dem des Aufwachens, er lebt, indem ihn Finsternis umgibt, weil er die geistige Welt, die ihn dann umgibt, nicht sieht. Diese Finsternis nimmt allmählich zu, erreicht einen Höhepunkt und nimmt wiederum ab bis zum Morgen, wo er aufwacht. Sie erlangt sozusagen einen höchsten Grad. Man kann diesen höchsten Grad geistiger Verfinsterung vergleichen mit demjenigen im äußeren Leben, was man die Mitternachtsstunde nennt. Wie in dieser normalerweise die äußere physische Finsternis am stärksten ist, wie sie bis dahin zunächst zunimmt und nachher abnimmt, so gibt es in bezug auf die geistige Finsternis einen höchsten Grad, eine Mitternacht. Auf einer gewissen Stufe des Hellsehens ist es so, daß man während der Zeit, während welcher für den ungeistig-erkennenden Menschen die geistige Finsternis aufsteigt, die Elementargeister sieht; wiederum so beim Abfluten der Finsternis. Hat man nur eine niedere Stufe des Hellsehens erreicht, so ist es so, daß man zuerst sozusagen gewisse Elementargeister erlebt, daß aber gerade dann, wenn man den höchsten geistigen Moment erleben will, die Mitternachtsstunde, daß dann noch eine Verfinsterung eintritt, und erst dann wiederum eine Erhellung eintritt. Wenn man aber eine bestimmte Stufe des Hellsehens erreicht hat, dann wird, was man Mitternachtsstunde nennen kann, um so heller. In dieser Zeit[2] erlebt man das Anschauen derjenigen geistigen Wesenheiten, die in bezug auf die Elementengeister sind wie die Sonne zur physischen Erde; man erlebt die höheren, schöpferischen, die Sonnenwesenheiten, es tritt jener Moment ein, den man technisch nennt das Schauen der Sonne um Mitternacht.“ (Lit.:GA 113, S. 46f)

„Der Mensch wußte, daß er sich nur dann in seinem tiefsten Wesen, in seinem Ich-Wesen begreifen kann, wenn er sich über dieses Ich-Wesen sagen läßt, was der Weltenlogos hineingeheimnißt in alles, was mit der Natur vor sich geht, wenn die Schneedecke die Erde zuhüllt und Kälte das Leben zusammenzieht im Umkreise der Erde. Die Initiierten und Inspirierten des Jahr-Gottes sollten seine Schrift kennenlernen aus dieser Schrift der Jahreszeit des Winters heraus. Ihr Blick wurde geschärft, damit er dem Samenkorn nachfolgen konnte, das in die Erde hineingesenkt wurde, damit er den Insektentieren nachfolgen konnte, welche zu überwintern versuchten innerhalb der sich selber zusammenziehenden Erdenkräfte. Aus dem physischen Lichte wurden die Blicke hingeführt in das physische Dunkel.

In gewissen Mysterien war es so, daß den Schülern begreiflich gemacht wurde: Jetzt müßt ihr sehen die Sonne um Mitternacht, die mitternächtige Sonne, jetzt müßt ihr sehen die Sonne durch die Erde hindurch. Dadurch, daß sich euer Seelenauge durchdringt mit der Kraft, die den Pflanzen und dem niederen Getier in die Erde hinein folgt, kann die Erde selber für die innere Seelenkraft durchsichtig werden. - Wenn die Erde ihre Kraft dem Weltenall gegenüber am meisten zusammengenommen hat, dann kann sich der Mensch dazu aufschwingen, durch diese Erde hindurch, weil sie gewissermaßen in sich selber ganz vergeistigt ist, die Sonne als mitternächtige Sonne zu schauen, während er sonst in der Hochsommerszeit die Sonne mit den physischen Sinnen erreicht, wenn er den Blick von der Erde ab ins Weltenall hinauslenkt, ohne durch die Erde hindurchzuschauen. Die Sonne zu schauen in mitternächtiger Stunde, in einer Tiefwinternacht, das war etwas, was die Schüler der Eingeweihten des Jahr-Gottes lernen sollten. Und sie sollten dann jene Geheimnisse, die sie der mitternächtigen Sonne abschauten, denen mitteilen, die zwar gläubige Bekenner der Mysterien waren, die aber nicht selber Eingeweihte der Mysterien, nicht Schüler der Mysterien werden konnten.“ (Lit.:GA 219, S. 141f)

Das geistige Hören der Sonne

„Wenn der Mensch in der Stille des Nachtlebens in die Träume sich einlebt, wenn er eine Weile sich gewöhnt hat, ganz andere Welten wahrzunehmen, dann kommt auch bald die Zeit, da er auch mit diesen neuen Wahrnehmungen in die Wirklichkeit hinauszutreten lernt. Dann bekommt diese ganze Welt ein neues Aussehen für ihn, und er ist sich dieses Neuen so bewußt, wie wir des Sinnlichen uns bewußt sind, wenn wir durch diese Stuhlreihen, durch alles, was Sie hier sehen, hindurchschreiten. Dann ist er in einem neuen Bewußtseinszustand; es eröffnet sich etwas Neues, Wesenhaftes in ihm. Der Mensch kommt dann dadurch auch weiter in der Entwickelung, zuletzt zu dem Standpunkte, wo er nicht nur die eigentümlichen Erscheinungen der höheren Welten wie Lichterscheinungen mit geistigem Auge wahrnimmt, sondern auch Töne der höheren Welten erklingen hört, so daß ihm die Dinge ihre geistigen Namen sagen und in neuer Bedeutung ihm entgegentreten. In der Sprache der Mysterien wird das ausgedrückt mit den Worten: Der Mensch sieht die Sonne um Mitternacht, das heißt, für ihn sind keine räumlichen Hindernisse mehr da, um die Sonne auf der andern Seite der Erde zu sehen. Dann wird ihm auch das, was die Sonne im Weltenraume tut, offenbar, dann wird er auch das, was die Pythagoräer als eine Wahrheit vertreten haben, die Sphärenharmonie, wahrnehmen. Dieses Klingen und Tonen, diese Sphärenharmonie, wird für ihn etwas Wirkliches. Dichter, die zugleich Seher waren, wußten, daß es so etwas wie Sphärenharmonie gibt. Nur der, welcher Goethe von diesem Standpunkt aus faßt, kann ihn verstehen.“ (Lit.:GA 54, S. 26)

„Nun gibt es noch Höheres. Es tritt innerhalb dieser Farbengebilde etwas Besonderes auf. Aus dem Farbengebilde spricht der Ton, ein Durchtönen nimmt man wahr. In diesem Moment hat der Mensch das Devachan betreten, er befindet sich in der eigentlich geistigen Welt. Das ist der reale Hintergrund der beiden höheren Welten, die die Menschen betreten. Ist er in der Astralwelt, hört er nicht die Geräusche dieser Welt. Hier ist eine große Stille, alles spricht da durch Farbe und Licht. Und dann erklingt leise und lauter und immer lauter eine tönende Welt aus dieser Farbenwelt. Ist der Mensch dort, dann erlebt er den Geist der Welt. Da lernt er verstehen, was große Geister meinen, wenn sie wie Pythagoras von Sphärenmusik sprechen. Die Sphärenmusik der kreisenden Sonnen hat man sinnbildlich deuten wollen, sie ist aber so nicht zu deuten. Die durch den Weltenraum tönende Sonne ist eine tonende Wirklichkeit.

Ein okkultes Bild ist: Die Sonne um Mitternacht sehen. In dem Augenblick, wo der Chela oder Schüler hellsehend wird, sieht er durch die Erde durch, sieht er die Sonne. Aber noch größer ist es, wenn er die Sonne tönen hört. Goethes Worte im Prolog zum «Faust» sind keine Phrase: «Die Sonne tönt nach alter Weise.» Die Posaunen, die Johannes in der Offenbarung erwähnt, kennt der Okkultist als eine Wirklichkeit.“ (Lit.:GA 283, S. 39f)

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
Die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.
          (Goethe: Faust I, Prolog im Himmel)

Anmerkungen

  1. Zuerst erscheint die von der Erde verdunkelte geistige Sonne als schwarze Scheibe als Gegenbild zur grell weiß erscheinenden äußeren Sonne; der violett-röttliche Farbton entwickelt sich dann als Gegenfarbe zum Goldgelb des abgedämpften äußeren Sonnenlichts.
  2. Man muß sich darüber klar sein, daß mit dieser «Mitternachtsstunde» nicht ein mit dem äußeren Zeitverlauf zusammenfallender Augenblick, sondern ein innerer Zustand gemeint ist.

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Welträtsel und die Anthroposophie, GA 54 (1983), ISBN 3-7274-0540-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft, GA 96 (1989), ISBN 3-7274-0961-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Das christliche Mysterium, GA 97 (1998), ISBN 3-7274-0970-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt, GA 98 (1996), ISBN 3-7274-0980-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  5. Rudolf Steiner: Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole, GA 101 (1992), ISBN 3-7274-1010-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  6. Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, GA 118 (1984), ISBN 3-7274-1180-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  7. Rudolf Steiner: Makrokosmos und Mikrokosmos, GA 119 (1988), ISBN 3-7274-1192-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  8. Rudolf Steiner: Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie, GA 137 (1993), ISBN 3-7274-1371-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  9. Rudolf Steiner: Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums, GA 144 (1985), ISBN 3-7274-1440-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  10. Rudolf Steiner: Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung, GA 161 (1999), ISBN 3-7274-1610-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  11. Rudolf Steiner: Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse, GA 209 (1982), ISBN 3-7274-2090-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  12. Rudolf Steiner: Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt. Die geistige Kommunion der Menschheit., GA 219 (1994), ISBN 3-7274-2190-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  13. Rudolf Steiner: Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge. Zweiter Band, GA 236 (1988), ISBN 3-7274-2360-9 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  14. Rudolf Steiner: Das Wesen des Musikalischen und das Tonerlebnis im Menschen, GA 283 (1989), ISBN 3-7274-2831-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  15. Rudolf Steiner: Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern, GA 318 (1994), ISBN 3-7274-3181-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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