gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Or Makif

Aus AnthroWiki
Die 10 Sephiroth, die sich aus dem göttlichen Urlicht Ain Soph Aur nach dem Zimzum in Form immer kleiner werdender konzentrischer Kreise (Igulim) herausbildeten, umgeben von dem umgebendenn Licht (Or Makif). Jeder Kreis enthält inneres Licht (Or Pnimi), das zugleich umgebendes Licht für die innen liegenden, kleineren Kreise ist.

Or Makif (auch Or Mekif, hebr. אור מקיף), das umfassende oder umgebende Licht, ist ein Begriff aus der lurianischen Kabbala. Es umgab den kreisförmigen Leerraum, der verblieben war, nachdem sich im Zimzum (hebr. צמצום), dem Akt der Selbstbeschränkung Gottes, das göttliche Urlicht Ain Soph (hebr. אין סוף nicht endlich) zurückgezogen hatte, um der Schöpfung Raum (hebr. חלל chalal) zu geben. In diesen Leerraum strahlte das umgebende Licht nun in Form einer feinen Linie (hebr. קו, „Linie [des Lichts]“) herein und wurde dadurch zum inneren Licht (hebr. אוֹר פנימה Or Pnimi). Hier formte es nach dem Bild Gottes zuerst die von innerem Licht erfüllte Gestalt des Adam Kadmon und dann, indem es nun vom Haupt des Adam Kadmon aus Mund und Augen und Stirne hervorbrach, schrittweise in konzentrischen Kreisen (hebr. עִגּוּלים Igulim) die ebenfalls von Licht erfüllten 10 Sephiroth (סְפִירוֹת). Das umgebende Licht ist reicher und schöpfungsmächtiger als das innere Licht. Die weiter außen liegenden und daher größeren Kreise stehen dem umgebenden Licht näher und das sie erfüllende Licht ist daher ebenfalls von höherer Qualität und Lebendigkeit. Dieses innere Licht bildet zugleich für die weiter innen liegenden, kleineren Kreise wiederum ein umgebendes Licht. Jede Sephira - bis auf die innerste (Malchuth) - ist somit zugleich Spender und Empfänger von schöpferischem Licht[1].

Die wesenhaften Sephiroth erfüllen Gefäße (hebr. כלים Kelim), die ebenfalls aus Licht geschaffen wurden. Hier ist es nun genau umgekehrt: die Innenseite der Gefäße ist von höherer Lichtqualität als die Außenseite - zum Vergleich wird hier auf die Haushaltskeramik verwiesen, deren Innenseite auch von besserer Qualität ist[2].

Da die Gefäße aber insgesamt aus Licht geringerer Qualität gebildet waren, konnten sie dem sie erfüllenden, viel mächtigeren Licht der Sephiroth nur bedingt widerstehen. Die drei äußeren Gefäße (für die Sefirot Keter, Ḥochmā und Binā) hielten aufgrund ihrer Nähe zu Ain Soph dem Licht stand, während die inneren sechs Gefäße zersprangen. So kam es zum Schvirat ha-Kelim (hebr. שבירת הכלים), dem Bruch der Gefäße. Ihre Scherben blieben in der Welt erhalten als "Schalen" (Qlīpōt) und bildeten die Grundlage des Bösen. Das göttliche Licht stieg wieder auf, doch ein Funke (hebr. נִיצוֹץ Nitzotz) davon belebte weiterhin die Scherben. Beim Abstieg von Adam Kadmon durch die Vier Welten vervielfältigten sich die Funken. Jede menschliche Seele trägt einen solchen Funken Adams in sich.

Einzelnachweise

  1. ↑ Karl Erich Grözinger: Jüdisches Denken. Theologie - Philosophie - Mystik: Band 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus, Campus Verlag, Frankfurt/Main 2005, S 626ff
  2. ↑ ebd. S 628