Vergeistigung

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vergeistigung bedeutet ganz allgemein, dass niedere Daseinsebenen in einen höheren, schöpferisch-geistigen Zustand verwandelt werden. So verwandelt etwa der Mensch, indem sein Ich geistig an seinen Leibeshüllen arbeitet, den Astralleib zu Geistselbst (Manas), später den Ätherleib zum Lebensgeist (Buddhi) und endlich den physischen Leib zum Geistesmenschen (Atma). Durch den geistigen Schulungsweg wird diese Vergeistigung systematisch gefördert.

Im höchsten Sinn ist Vergeistigung der Übergang vom physischen zum geistigen Dasein. Die Materie zerfällt und geht dabei zunächst in den ätherischen Zustand über, steigt dann weiter auf ins Astralische und geht schließlich in die geistige Welt ein.

Die physische Erde wird sich in Zukunft wieder vergeistigen. Im Phänomen der Radioaktivität sieht Rudolf Steiner bereits den Beginn dieses Prozesses.

"Wir wollen zurückgehen in frühere Zeiten. Da war die Erde in einer so hohen Temperatur, daß alle Metalle, alle Mineralien aufgelöst waren. Wir können zurückblicken auf einen Zustand, wo in der Wärme alles aufgelöst war. Damals war der Mensch als geistiges Wesen mit der Erde verbunden. Wodurch ist die Erde der Schauplatz der jetzigen Menschen geworden, in der jetzigen Gestalt? Die Substanzen der Erde mußten fest werden, sich zusammen kristallisieren. Dieser Prozeß ist durchgemacht worden auf unserer Erde. In der Zukunft wird die Erde diesen Prozeß in der entgegengesetzten Weise durchmachen. Die Erde und alle Menschen werden sich vergeistigen. Für das physische Leben heißt Vergeistigen «Zerstieben in die kleinsten Teile». Wenn nach langen Zeiten ein Weltenkörper seine Aufgabe erfüllt hat, dann lösen sich nach und nach Teilchen dieses Weltenkörpers auf. Fort und fort wechselt das Zusammenballen der Materie ab mit dem Sich-Auflösen der Materie. Wir können schon am Radium sehen, daß die Erde beginnt zu zerstieben, sich zu vergeistigen. Wir haben, mit der Erdentwickelung beginnend, die Erde in feurigem Zustande, dann die Verdichtung zu den Gesteinen, das Zusammenballen. Die Gesteinsseelen müssen da Schmerzen durchmachen. Erst wenn der Weltenkörper wieder der Vergeistigung entgegengeht, dann entsteht durch die Zersplitterung das Wollust-, das Lustgefühl." (Lit.: GA 98, S. 183)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt, GA 98 (1996), ISBN 3-7274-0980-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.