Vierblättrige Lotosblume

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Wurzelchakra

Die vierblättrige Lotosblume, das Wurzelchakra (sanskrt. Mūlādhāra = die Wurzelstütze, von Mūla = Wurzel und ādhāra = Stütze), ist das unterste der sieben hauptsächlichen seelischen Wahrnehmungsorgane im Astralleib des Menschen.

Nach den Erkenntnissen des deutschen Mystikers und Jakob Böhme-Schülers Johann Georg Gichtel steht das Wurzelchakra unter der unmittelbaren Wirkung der Mondensphäre. Seine Farbe ist nach der Yoga-Lehre rot.

Die zukünftige Bedeutung der Kundalini-Kraft

Im Wurzelchakra ruht die Kundalinikraft, symbolisiert durch eine in dreieinhalb Windungen zusammengerollte Schlange, die den physischen Leib während des ganzen irdischen Lebens mit dem Astralleib verbindet. Einmal erweckt, kann sie zur höchsten Kraft der Liebe oder zur im höchsten Maß gesteigerten reinen Begierde werden. Das deuten auch die zwei Schlangen des Merkurstabes an, die u.a. auch für die unbewusste (schwarz) und für die bewusste (weiß) Seite der Kundalinikraft stehen. In Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie wird diese tief unbewusste Kraft durch die grüne Schlange repräsentiert. Wenn im Schlaf die oberen Teile des Astralleibs aus dem Leib herausgehoben sind, erscheint sie dem hellsichtigen Blick als feines silbrig leuchtendes Band, das in der Milzgegend in den Leib einmündet. Beim Tod reißt diese Silberschnur und der Astralleib kann nicht mehr in den Leib zurückkehren.

Die Kundalini-Kraft wirkt heute noch weitgehend unbewusst im Menschen. Sie wird aber künftig noch eine viel größere Bedeutung bekommen, wenn wir lernen sie bewusst zu beherrschen. Es liegt darin eine harmonisierende Kraft, die die ganze Menschheit zur Brüderlichkeit führen kann - und diese Entwicklung nimmt ihren Ausgang von der Musik:

„Wenn die fünfte Wurzelrasse ihr Ende erreicht haben wird und die sechste Wurzelrasse im Aufgang sein wird, wird sich auf dem Gebiete des bewußten Verstandes ein Einfluß herausgebildet haben, der jetzt während der fünften Unterrasse noch sehr zurücktritt, der sich aber bereits herausbildet. Es ist etwas, was vom Musikalischen ausgeht. Die Bedeutung der Musik wird in der fünften Unterrasse immer mehr und mehr zum Ausdruck kommen. Die Musik wird nicht bloß Kunst sein, sondern Ausdrucksmittel werden für ganz andere Dinge als rein Künstlerische. Hier liegt etwas, was hindeutet auf den Einfluß eines ganz bestimmten Prinzipes auf den physischen Plan. Es werden auf dem Gebiete der Musik oder des Musik-Ähnlichen die bedeutsamsten Impulse von den Initiierten der fünften Wurzelrasse gegeben werden. Was einfließen muß in die fünfte Wurzelrasse, und zwar auf dem Gebiete des bewußten Verstandeslebens, das ist das, was man das Kundalinifeuer nennt. Das ist eine Kraft, die jetzt noch im Menschen schlummert, aber immer mehr und mehr Bedeutung gewinnen wird. Heute hat sie schon einen großen Einfluß, eine große Bedeutung in dem, was durch den Sinn des Gehöres wahrgenommen wird. Während der weiteren Entwicklung in der sechsten Unterrasse der fünften Wurzelrasse wird dieses Kundalinifeuer großen Einfluß gewinnen auf das, was im menschlichen Herzen lebt. Das menschliche Herz wird wirklich jenes Kundalinifeuer in sich haben. Der Mensch wird dann durchdrungen sein von einer besonderen Kraft, die in seinem Herzen leben wird, so daß er in der sechsten Wurzelrasse nicht mehr unterscheiden wird sein eigenes Wohl von dem Wohle der Gesamtheit. Der Mensch wird von dem Kundalinilicht so durchdrungen sein, daß er das Prinzip der Liebe als seine ureigenste Natur haben wird.

In der siebenten Unterrasse wird zwar die ganze große Menschheit in einem wahren Chaos sein, denn die Wurzelrasse wird dann nahe dem Untergange sein. Aber ein kleiner Teil der Menschen der siebenten Unterrasse werden die wahren Söhne des Kundalinifeuers sein. Sie werden durchdrungen sein mit allen Kräften des Kundalinifeuers; sie werden den Stoff abgeben zur nächsten Wurzelrasse, für diejenigen, welche die Weiterentwicklung der Menschheit lenken. So steuert die fünfte Wurzelrasse zu jenen Höhen, wo das göttliche Feuer, das Kundalinifeuer, mit heiligem Pathos das göttliche Prinzip im Innern der Menschen anfachen wird, so daß nicht mehr der Mensch vom Menschen getrennt sein wird, sondern, soweit der denkende Verstand reicht, eine Brüderlichkeit herbeigeführt sein wird. Dieses Feuer wird dereinst in den Menschen leben. Und in denjenigen Menschen, welche im Verlaufe der fünften Wurzelrasse initiiert werden, lebt schon eine Andeutung dieses göttlichen Feuers, in dem die Kraft der Brüderlichkeit ist und das die Abgesondertheit der Menschen aufheben wird. Aber es arbeitet sich erst durch, es kommt erst in den Anfängen heraus, es ist noch verhüllt, verschleiert durch das, was die sondernden Leidenschaften der Menschen, die trennenden Gewalten des Kama sind. Und da, wo es als Vorverkünder einer kommenden Zeit im Einzelnen auftritt, nimmt es eine andere Gestalt, einen ganz anderen Charakter an. Auf dem Plane der Täuschung ist das göttliche Feuer der göttliche Zorn. Erst dann, wenn die Brüderlichkeit die ganze Menschheit durchfluten wird, ist es die göttliche Liebe. Solange es aber im Einzelnen als Eifer sich geltend macht, ist es der göttliche Zorn, und er macht sich gerade dadurch als starke Gewalt im Einzelnen geltend, weil die übrige Menschheit noch nicht reif ist.“ (Lit.:GA 92, S. 101ff)

Siehe auch

Literatur

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Weblinks