gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Kapila

Aus AnthroWiki
Kapila – Aquarell (19. Jh.)

Kapila (skrt. कपिल kapila ) ist ein Weiser (rishi) der hinduistischen Mythologie; seine historische Authentizität ist umstritten. Einigen Quellen zufolge gilt er als Nachfahre von Manu und als Begründer des Samkhya-Systems.

Mythos

Im dritten Buch des Bhagavata Purana werden Kardama Muni und Devahuti als seine Eltern genannt; seine Schwester und Schülerin war Anusuya. Sowohl im Bhagavata Purana, als auch in anderen Puranas wird er als Inkarnation Vishnus angesehen, der durch seine Lehre das spirituelle Gleichgewicht wiederhergestellt habe. Außerdem gilt er als Urheber des Bhakti-Yoga. Von Krishna wird er in der Bhagavad Gita als ‚vollkommen‘ bezeichnet. Wieder andere halten ihn für einen Sohn Prahladas oder eine Inkarnation des Gottes Agni.

Sein wichtigster Auftritt bezieht sich auf den Mythos der ‚Herabkunft der Ganga‘ (Gangadhara Murti): König Sagara hatte das Pferdeopfer (ashvamedha) bereits 99 mal durchgeführt und war dabei, es zum hundertsten Mal zu tun. Doch der vedische Hochgott Indra, der Herr des Himmels (svarga), bekam es wegen des damit verbundenen Machtzuwachses mit der Angst zu tun – er entführte das Pferd und stellte es im Stall des Ashrams von Kapila unter. Dort fanden es die 60.000 Söhne Sagaras und im Glauben, Kapila sei für den Diebstahl verantwortlich, griffen sie ihn an. Doch dieser verbrannte sie mit einem Blick allesamt zu Asche. Anshuman, ein Enkel Sagaras kam daraufhin und bat den Weisen um die Möglichkeit, die Seelen der Verstorbenen zu befreien und zu erlösen (moksha). Kapila entgegnete ihnen, dass nur die Göttin bzw. der Fluss Ganga, wenn sie vom Himmel herabkäme, dies zu tun vermöge. Bhagiratha, ein Verwandter des Königs, verübte daraufhin eine 1000-jährige Askese bis Ganga schließlich versprach, auf die Erde herabzukommen – doch sie warnte, dass niemand die Wucht ihrer Wassermassen bändigen könne und sie folglich alles zerstören würde. Daraufhin erbot sich Shiva (hier in der Rolle des Bewahrers), die Fluten zu bändigen und fing sie in den Strähnen seiner langen Haarflechten auf.

Lehren

Einige legendäre Aussprüche Kapilas sind überliefert, darunter auch folgender:

„Taten reinigen den Körper, doch das Wissen (oder das Erlangen von Weisheit) ist das höchste Ziel.“

Buddhismus

Auch die Buddhisten bauten Kapila in ihre Lehren ein und hielten ihn sogar für eine frühere Inkarnation Buddhas. Seine Schüler sollen die Stadt Kapilavastu erbaut haben, in welcher Buddha die ersten 29 Jahre seines Lebens verbrachte.

Literatur

  • Peter und Anneliese Keilhauer: Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik. DuMont, Köln 1986, S. 176f, ISBN 3-7701-1347-0.

Weblinks

Commons: Kapila – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Kapila aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.