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Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

Aus AnthroWiki

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (Kurzbezeichnung MLPD) ist eine linksradikale deutsche Kleinpartei. Sie wurde am 20. Juli 1982 gegründet. Dabei ist sie aus dem von 1972 bis 1982 bestehenden Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD) hervorgegangen.

Die MLPD tritt für eine revolutionäre Vergesellschaftung der Produktionsmittel ein. In Theorie und Praxis orientiert sich die Partei an Karl Marx,[1] Friedrich Engels,[2] Wladimir Iljitsch Lenin[3] und Ernst Thälmann.[4] Außerdem bezieht sich die Partei auf Josef Stalins[5] Interpretationen des Marxismus und des Leninismus (Stalinismus) sowie dessen Erweiterung durch Mao Zedong,[6] genannt Maoismus. Damit verteidigt sie im Gegensatz zu nahezu allen anderen kommunistisch orientierten Gruppen in Deutschland auch das politische Wirken von Josef Stalin und Mao Zedong. Erklärtes Ziel der Partei ist die Errichtung der Diktatur des Proletariats als Übergangsstadium zur klassenlosen kommunistischen Gesellschaft. Die MLPD wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil ihre Zielsetzungen von ihm als verfassungsfeindlich eingestuft werden.[7] Sie wird von Helmut Müller-Enbergs als politische Sekte eingestuft.

Die MLPD konnte am ehesten in industriebetrieblichem Rahmen in Großbetrieben gelegentlich Einfluss gewinnen. Bei Wahlen auf Bundes- und Landesebene erhielt die MLPD keine Mandate und wendet sich seit Ende der 1990er Jahre verstärkt der Kommunalpolitik zu.

Die Partei unterhält Kinder- und Jugendverbände und einen Verlag. Sie ist im Verhältnis zu ihrer Größe vermögend, ihr Reinvermögen beträgt etwa 5,5 Millionen Euro.

Zu weiteren Themen siehe auch

Siehe auch

Literatur

  • Sascha Dietze: Die Ideologie der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) (= Chemnitzer Beiträge zur Politik und Geschichte. Bd. 6). Lit, Berlin u. a. 2010, ISBN 3-643-10838-9.
  • Rudolf van Hüllen: Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD). In: Frank Decker, Viola Neu (Hrsg.): Handbuch der deutschen Parteien. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-00962-5, S. 332–334.
  • Helmut Müller-Enbergs: Eine stalinistische Sekte wird 40 Jahre alt – seit 25 Jahren heißt sie MLPD (25 Jahre MLPD). In: Uwe Backes, Eckhard Jesse (Hrsg.): Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 20. Jahrgang (2008), Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4452-0, S. 167–184.
  • Helmut Müller-Enbergs: Die MLPD und die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag. Ein Politisches Portrait der Partei und eine empirische Auswertung der Wahlergebnisse in den einzelnen Bundesländern. In: Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.): Jahrbuch für Extremismus und Terrorismusforschung 2009/10. Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Brühl 2010, ISBN 978-3-938407-31-8, S. 319–369.
  • Armin Pfahl-Traughber: Linksextremismus in Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-04506-7, S. 102–110.

Weblinks

Commons: Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. Karl Marx auf der Website der MLPD
  2. Friedrich Engels auf der Website der MLPD
  3. Lenin auf der Website der MLPD
  4. Ernst Thälmann auf der Website der MLPD
  5. Josef Stalin auf der Website der MLPD
  6. Mao Zedong auf der Website der MLPD
  7. Verfassungsschutz NRW

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Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.