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Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

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Triptychon vom Gral

Aus AnthroWiki

Durch Thaddäus Rychter wurde Anna May mit der Anthroposophie bekannt. Rudolf Steiner gab ihr zusammen mit detaillierten Anweisungen bis hin zum Rahmen persönlich den Auftrag, das große „Triptychon vom Gral“ zu malen, das ursprünglich für den Johannesbau in München und später für das Erste Goetheanum bestimmt war[1]. Gemeinsam mit Thaddäus gehörte sie der Künstlergruppe „Aenigma“ an, die das Triptychon 1918 in München unter dem Titel „Gral (Göttliches und menschliches Blut)“ ausstellte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das in der Hamburger Waldorfschule aufbewahrte Original durch Bomben zerstört.

Triptychon vom Gral
Triptychon vom Gral

Im Nachlass ihrer Nichte Margarethe Hauschka konnte später eine farbige Reproduktion aufgefunden werden.[2] Dabei handelt es sich um eine Foto-Glasplatte in der Größe von 12 x 17 cm, die eine farbige Skizze des Triptychons auf einer Staffelei zeigt. Die Fotoplatte wurde im Auftrag der Margarethe-Hauschka-Schule gereinigt, professionell eingescannt und von dem Kunstmaler Roland Tiller in Zusammenarbeit mit der Kunsttherapeutin Jana Koen in einem Atelier in Wien digital gereinigt und farblich wieder dem Originalzustand angenähert.[3] Das Original hatte ungefähr die Maße von 2,5 - 3 mal 6 Meter. Im Mittelteil des Triptychons ist das Mysterium von Golgatha dargestellt, mit Joseph von Arimathia, der das Blut Christi in der Gralsschale auffängt. Der linke Seitenflügel zeigt die drei Hauptgestalten der Tempellegende: König Salomon, Hiram Abiff und die Königin von Saba. Auf dem rechten Seitenflügel sieht man die Einweihung von Christian Rosenkreutz im 13. Jahrhundert, wie sie von Rudolf Steiner erstmals in seinen 1911 in Neuchâtel gehaltenen Vorträgen geschildert wurde. (Lit.: GA 130, S. 57ff)

Einzelnachweise

  1. ↑ Triptychon vom Gral (pdf)
  2. ↑ Irmgard Marbach: Margarethe Hauschka - Ein Lebensbild, Verein zur Förderung der Rhythmischen Massage und der künstlerischen Therapie e. V., 1995, ISBN 978-3933002037, S. 20
  3. ↑ Triptychon Gral - Wandbild auf glomer.com, abgerufen am 5. August 2020